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Helfer in der Not: Sven Seifert bekommt Bundesverdienstorden

Dresden. Die Dresdner Hilfsorganisation „arche noVa“ ist seit 24 Jahren in Krisen- und Katastrophenregionen auf der Welt unterwegs, um Menschen in Not zu helfen. Ihr Mitbegründer und heutiger Geschäftsführer Sven Seifert wurde nun mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Es war die Zeit nach der Wende, als die meisten Menschen mit sich selbst beschäftigt waren, erste Pauschalreisen in den Süden buchten und der Golfkrieg (Irakkrieg) grad Geschichte war: Mit ausgedienten NVA-Lastwagen, die zuvor eigenhändig instand gesetzt werden mussten, steuerte Sven Seifert mit weiteren jungen, engagierten Dresdnerinnen und Dresdnern einen Hilfsgütertransport über elf Ländergrenzen nach irakisch Kurdistan, um den vom Krieg gebeutelten Menschen zu helfen und damit die Welt ein Stück gerechter zu machen.

Ziel fest im Blick: „Entwicklungshelfer“

Es dauerte nicht lange und die Initiatoren gründeten das Projekt „arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.“, ein einzigartiger Vorgang in den neuen Bundesländern.

Schon zu DDR-Zeiten wollte Sven Seifert „Entwicklungshelfer“ werden, andere Menschen und Kulturen kennenlernen und dies mit sozialem Tun verbinden. Seifert wurde 1962 geboren und hat zunächst eine Ausbildung zum Kfz-Schlosser gemacht. Neben der Berufstätigkeit holte er an der Abendschule das Abitur nach und studierte anschließend Maschinenbau sowie Umweltschutz. Schon damals galt sein Interesse nicht nur der Technik, sondern auch gesellschaftspolitisch und ökologischen Fragen. „Es reicht nicht nur mit Worten engagiert zu sein, man muss etwas mit seinem Tun bewirken, damit sich die Welt positiv verändert – auch gegen Widerstände“, sagt Seifert über sein Lebensmotto.  

Geschätzer Partner

Mit seiner Fähigkeit, technische, geopolitische und soziale Kenntnisse miteinander zu verknüpfen und seiner Überzeugungskraft hat Sven Seifert dafür gesorgt, dass arche noVa als Hilfsorganisation zu einem geschätzten Partner nationaler und internationaler Institutionen geworden ist. Auch das Auswärtige Amt arbeitet mit dem Dresdner Team eng zusammen. Weltweit hat der Verein Nothilfe- und Entwicklungsprojekte in über 40 Ländern umgesetzt.

Helfen im Sinne der Selbsthilfe

In der knapp 25-jährigen Vereinsgeschichte entwickelte sich arche noVa, nicht zuletzt dank des ingenieurstechnischen Hintergrunds von Sven Seifert zum Experten im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene, der bisher über zwei Millionen Menschen weltweit den Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen ermöglichte. Dabei legte Sven Seifert von Anfang stets großen Wert darauf, die Bevölkerung vor Ort im Sinne der Selbsthilfe einzubeziehen.

Irakisch Kurdistan zählt übrigens auch heute noch zu den Einsatzländern der international anerkannten Hilfsorganisation, die Sven Seifert seit 1992 als Initiator, Vorstand und Auslandsprogrammleiter sowie seit 2009 auch als Geschäftsführer entscheidend geprägt hat. Dabei scheute er nie, auch persönliche Risiken einzugehen.

Zu seinen größten Wünschen zählt, dass das zivilgesellschaftliche Engagement der vielen Menschen in Deutschland stärker anerkannt wird, sei es von der Politik als auch von den Medien.

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