Carola Pönisch

Heute in der Jungen Garde: Matthias Reim

Dresden. Vor fast genau 25 Jahren, im April 1990, begann mit "Verdammt, ich lieb dich" der kometenhafte Aufstieg des Sängers aus Nordhessen. Verdammt, und wir lieben ihn auch noch...

Morgens punkt zehn Uhr trafen wir uns in einem Dresdner Nobelhotel. Ich: Vorfreudig-gespannt, die neuesten Hits im Ohr. Er: Munter! Superpünktlich. Gut gelaunt. Starallüren-frei. Zeit also für ein kurzes, entspanntes Gespräch.

Ein Konzert heute ohne diesen Titel...

... geht gar nicht. Meine Fans würden mich lynchen. Das Lied bei einem Konzert nicht singen, das würde mir auch gar nicht einfallen. Dazu singe ich es nach wie vor noch sehr gern.

 

Die große Open Air Tour 2015 ist diesem 25-jährigen Jubiläum gewidmet. Was erwartet die Besucher?

Natürlich die bekannten Hits, die ich meinen Fans einfach schuldig bin und die sie auch immer mitsingen. Aber auch ganz viele aktuelle Titel, vor allem vom Album "Leichtigkeit des Seins". Für mich ist es mein bestes Album überhaupt.

Ihre Tournee startet am 29. Mai in der Jungen Garde Dresden. Warum gerade hier? Was haben wir Sachsen, was andere nicht haben?

Ihr Sachsen, eigentlich die Ostdeutschen generell, seid einfach ein tolles Publikum. Euch habe ich es zu verdanken, dass mein Comeback damals funktioniert hat. Ihr habt mir die Treue gehalten, als es mir nicht so gut ging und seid  damals sofort wieder in meine Konzerte gekommen. Ihr habt mir immer eine liebevolle Sympathie entgegen gebracht, die ich natürlich ehrlichen Herzens erwidere.

Wohin wird die Open Air Tournee 2015 im Osten noch führen?

Im Juni nach Torgelow, am 25. Juli auf die Hutbergbühne Kamenz, am 22. August nach Chemnitz zum Wasserschloss Klaffenberg, am 12. September nach Thale im Harz, am 11. Oktober bin ich in Magdeburg und im Dezember bin ich in Cottbus, Zwickau und Rostock.

Ein neues Album...

... wird es definitiv im Herbst geben. Wenn ich zu Hause bin, sitze ich fast nur im Studio und schreibe. Der erste Song ist fast fertig.

Mit Matthias Reim traf sich Carola Pönisch

Alle Tournee-Daten: matthiasreim.de

Fotos: Pönisch/Büttner

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Jenny Elbe beendet ihre Karriere

Dresden. Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin Jenny Elbe vom Dresdner SC die bittere Erkenntnis: Der Körper will nicht mehr. Mit 29 Jahren muss die mehrfache deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin von 2016 ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden. „Ich bin sehr traurig, diese Entscheidung treffen zu müssen. Somit ist der Traum von meinen zweiten Olympischen Spielen geplatzt. Es fällt mir unheimlich schwer, Abschied vom Leistungssport nehmen zu müssen. Aber die Gesundheit geht in diesem Fall vor! Ich bin sehr stolz und glücklich über alles, was ich erreicht habe und dankbar für all die Jahre, in denen ich gemeinsam mit meinem Vater und Trainer wunderschöne Erlebnisse und Erfahrungen in meinem Sport sammeln durfte. Dankbar bin ich vor allem meinem Verein DSC 1898, sowie meinen Sponsoren und Unterstützern, die an mich geglaubt haben und ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, sagte Jenny Elbe. Ihr Trainervater Jörg Elbe ergänzt: „Jennys schwerwiegendere Rückenverletzung hat sich nach einer dreimonatigen Rehaphase nicht entscheidend gebessert. Somit war für sie immer noch keine hundertprozentige Belastung im Training möglich, die für Weiten über 14 Meter benötigt wird. Auf ärztliches Anraten hin soll Jenny nicht springen und sich jetzt weiteren Therapiemaßnahmen unterziehen. Es ist ein herber Rückschlag, denn sie wollte nach Tokio und erst danach ihre lange Karriere beenden. Um das alles zu verarbeiten, hat sich Jenny erst einmal eine Auszeit genommen und wird erst ab dem 14. November wieder im Land sein.“ Bereits seit 2017 warfen Elbe wiederholt Verletzungen und Krankheiten zurück, so dass sie in den vergangenen zwei Jahren kaum Wettkämpfe bestritt. Zuletzt konnte sie sich hinter der deutschen Rekordhalterin Kristin Gierisch den Deutschen Vize-Hallenmeistertitel im Februar in Leipzig holen. Ihren letzten Wettkampf in Dresden bestritt Jenny Elbe am 18. Mai 2019, bei dem sie 13,92m erreichte. Danach musste sie verletzungsbedingt die Deutschen Titelkämpfe absagen und verpasste damit auch die WM in Doha. Seit 2012 gewann Elbe drei Deutsche Meistertitel sowie drei Hallenmeistertitel. Bei den Olympischen Spielen 2016 erreichte sie Rang 13. Bei der EM 2017 sprang Elbe auf Platz 6 und wurde 2014 Team-Europameisterin. Sie zählte in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Dresdner Sommersportlern. „Jenny hat seit ihrem ersten Deutschen Meistertitel in der U18 im Jahr 2006 sehr konstant gute und sehr gute Leistungen erbracht. Sie war ein Aushängeschild für den Verein und ein Vorbild für viele jüngere Athleten. Sie wird uns extrem fehlen. Wir wünschen ihr für ihre Zukunft nur das Beste“, sagte DSC-Abteilungsleiter Leichtathletik, Michael Gröscho.Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin

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