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Hockey Open Air ist Geschichte

Dresden. 32.009 Zuschauer verfolgten am Samstag, 4. Januar, das HOCKEY OPEN AIR 2020 im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Erstmals gab es neben dem Derby Klassiker Dresdner Eislöwen gegen Lausitzer Füchse in diesem Jahr ein Extraliga Duell zwischen dem HC Verva Litvínov und HC Sparta Praha.

Unter großem Applaus begrüßten die Fans zunächst die Künstler. Als DJ Felice vom Zuschauerrang das Stadion zum Beben brachte und die Saxony Ice Pearls gemeinsam mit Eiskunstläuferin Skadi Richter eine Kür auf die Eisfläche zauberten, war auch das nasskalte Wetter vergessen. Begleitet von einem Drum-Special durch die Karo Dancers und einer Feuershow ging es für die Mannschaften zur Eisfläche. Große Emotionen gab es bereits vor den beiden Spielen als Menna Cazel die jeweilige Nationalhymne der beiden Länder live performte.

Eislöwen feiern Derbysieg

Nach einer frühen Führung der Eislöwen durch Jordan Knackstedt entwickelte sich schnell ein hartumkämpftes Spiel, was einem Derby definitiv gerecht wurde. Mit zwei Unterzahltoren brachten sich die Füchse nicht nur zurück in die Partie, sondern auch in Führung. Entschieden wurde das torreiche Spiel erst in letzter Minute. Nachdem Weißwasser kurz vor Ende die Chance verpasste das Tor zum 4:4 zu schießen, setzte Knackstedt den Schlusspunkt, komplettierte seinen Hattrick und sicherte den Eislöwen per Empty-Net-Goal den 5:3 Derbysieg in besonderer Atmosphäre.

Rico Rossi, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: "Wir haben gesagt, am Ende des Tages wird einer verlieren und das wollten nicht wir sein! Wir haben großen Willen gezeigt. Es war ein riesiges Event!"

In den Drittelpausen sorgte das DJ-Duo Stereoact für Tanzstimmung. Nicht nur ihr Auftritt in luftiger Höhe auf einer Hebebühne, sondern auch der Karel Gott Ohrwurm "Fang das Licht" heizte den Zuschauern ein. Einen weiteren Höhepunkt im Programm bildete der Show Run des MotoGP WM Piloten Jason Dupasquier.

Erstes Extraliga Duell außerhalb Tschechiens

Das zweite Spiel des Tages stieg zwischen HC Verva Litvínov und dem HC Sparta Praha. In der Zwischenzeit hatte auch das Wetter Erbarmen und so konnte bei guten Bedingungen, 3 Grad Celsius und leicht bewölktem Abendhimmel, das erste Extraliga Duell außerhalb der tschechischen Grenzen beginnen. In einem ausgeglichenen Spiel erkämpfte sich das Team aus Prag fünf Minuten vor Schluss durch einen Treffer von Richard Jarušek den Sieg.

Uwe Krupp, Cheftrainer HC Sparta Praha: "Es war ein großartiges, super organisiertes Event für die Spieler und alle Beteiligten. Die einzige Sache, die du nicht kontrollieren kannst, ist das Wetter. Dennoch war das Eis bei uns in einem guten Zustand und wir hatten das Glück, dass es nicht mehr geregnet hat. Dazu haben die Fans gefeiert, hatten Spaß. Es ist einfach super, wenn über 30.000 Leute im Stadion sind!"

Den Abschluss bildete eine mit Musik begleitete Feuershow, welche das Eishockeyfeld noch einmal in allen Farben erstrahlen ließ. (pm)

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Night of Light

Pirna. Irgendwie sah Pirnas Skyline in der Nacht zum Mittwoch anders aus als sonst. Ein Gebäude stach beim Blick auf das Panorama der Altstadt unweigerlich ins Auge: die Stadtkirche St. Marien. Plötzlich war Rot die vorherrschende Farbe am Kirchplatz. Zwei Gymnasiasten hatten das Gotteshaus für mehrere Stunden bis zum frühen Morgen unübersehbar in dieses Licht getaucht. Mit der Aktion „Alarmstufe Rot“ wiesen diesmal ein 17- und ein 19-Jähriger auf die Not und auf die wirtschaftlich angespannte, schwierige Situation der stark eingeschränkten Veranstaltungsbranche in der Corona-Krise hin. Ihr Appell richte sich einmal mehr an Verantwortungsträger: Auch wenn derzeit Corona-Maßnahmen gelockert werden, sei dieser Wirtschaftszweig – in Deutschland der sechstgrößte - am längsten von den Auswirkungen der Krise betroffen. Nicht wenigen fehle eine Perspektive, zumal sie große Teile ihres Umsatzes eingebüßt hätten. In der Elbestadt waren Jonas Hellmuth (19) aus Dohma und Florentin Aehnelt (17) aus Pirna diesmal die einzigen Akteure, die sich an der weiteren bundesweiten "Night of Light“ beteiligten. Zum zweiten Mal in der Corona-Krise hatten Initiatoren überregional dazu aufgerufen, Bauwerke in Deutschland und Europa nachts von 22:00 bis 01.00 Uhr rot zu beleuchten bzw. anzustrahlen. Die jungen Männer haben sich vor mehr als zwei Jahren zunächst während ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Kirchenbezirk Pirna zusammengetan. Dort begannen sie Veranstaltungen wie Jugendgottesdienste, Rüstzeiten, die Churchnight in Pirna oder das Jugendfest in Eschdorf technisch zu betreuen und „mit unterschiedlichsten Ansprüchen“ für Ton und Licht zu sorgen. Ein Höhepunkt war der Gottesdienst-Livestream zu Heilig Abend im Dezember. Bis heute erweiterten sie ihr Know-how in Sachen Licht- und Tontechnik immer mehr, setzen bei Shows Laser ein und haben ein Bühnenequipment angeschafft. Mittlerweile würden sie auch „außerhalb der Kirche“ angefragt. Nahezu mit Beginn der Corona-Krise gründeten die beiden mit ihrer HebA Event und Lasertechnik im April vergangenen Jahres als Zweierteam ihr eigenes Unternehmen. Mit ihrem Namen als auch mit ihrem Konzept wollen sie sich abheben. (“Heb“ stehe im Schottischen für “nicht“ und das „A“ schon 100mal gemacht.) Auch wenn sie Neulinge in dem Geschäft sind und zunächst noch ihr Abitur ablegen, spüren sie die dramatische für viele noch immer existenzbedrohende Lage. Gern würden sie mehr machen und durchstarten. Wie bei den meisten Veranstaltungstechnikern sei das neu angeschaffte Equipment viel zu lange ungenutzt. Mit zwölf Scheinwerfern und Strahlern setzten sie nun erstmal ein stummes, leuchtendes Zeichen an der Marienkirche.Irgendwie sah Pirnas Skyline in der Nacht zum Mittwoch anders aus als sonst. Ein Gebäude stach beim Blick auf das Panorama der Altstadt unweigerlich ins Auge: die Stadtkirche St. Marien. Plötzlich war Rot die vorherrschende Farbe am Kirchplatz. Zwei…

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