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Kreische als Schleifer der Dynamo-Juwelen

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Mit Ralf Minge hat ein großer Name Dynamo verlassen, einer der größten überhaupt in der schwarz-gelben Geschichte stieg an Bord: Hans-Jürgen Kreische wurde als hauptamtlicher  Übergangskoordinator im Nachwuchsbereich installiert. Ein Posten, der dem viermaligen Oberliga-Torschützenkönig und Rekord-Torjäger der Dresdner auf den Leib geschneidert scheint. Schließlich hat er sowohl im Nachwuchs-Bereich als auch in den Scouting-Abteilungen von RB Leipzig und des Hamburger SV seine größten Erfolge nach seiner Zeit als Aktiver gefeiert.

Die Ära als Dynamo-Trainer endete dagegen nach zehn Monaten 1996 mit dem berühmten Satz: »Ich  kann nun mal aus Scheiße keine Bonbons machen.« Diese Kritik an ihrer Einkaufs-Politik vertrug die  damalige schwarz-gelbe Führung nicht. Sein Auge für Talente – auf das setzen die jetzigen Macher um Sportdirektor Ralf Becker. Wer wenn nicht Kreische kann erkennen, welches Juwel im Nachwuchs-Leistungszentrum im Messegelände es wert ist, geschliffen zu werden? Der 73-Jährige soll sich mit  denen dann auch individuell beschäftigen, für klare Köpfe und Motivation sorgen, zugleich zu  Höhenflügen animieren und ein Abheben verhindern. Kreische trägt die Dynamo-DNA in sich und soll sie auch den Youngstern einimpfen.

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