Carola Pönisch

Lacrima hat eine Schirmherrin

Dresden. Radiomoderatorin und Schauspielerin Mirjam Köfer ist jetzt Schirmherrin des Lacrima Trauerzentrums der Johanniter Unfallhilfe Dresden e.V.

Erst kommt der Schock, dann die Trauer und mit ihr ein Gefühl der Hilflosigkeit: Nichts erschüttert Kinder so sehr wie der Tod eines geliebten Menschen. 

Die Johanniter Dresden bieten mit ihrem Lacrima Trauerzentrum seit 2018 deshalb Kindern und Jugendlichen Hilfe an. Und haben jetzt mit der Radiomoderatorin und Schauspielerin Mirjam Köfer eine eine bekannte Botschafterin gefunden. »Es war für mich ein ganz besonderer Tag, als ich gefragt worden bin, ob ich die Schirmherrschaft für Lacrima übernehmen möchte«, so die 47-Jährige. »Es ist mir eine große Ehre und ich finde, dass Kinder und Jugendliche das wichtigste überhaupt sind. Sie sind unsere Zukunft und sollen ohne Kummer und Sorgen aufwachsen dürfen. Der Verlust eines geliebten Menschen ist das furchtbarste, was einer kleinen Seele widerfahren kann und Heilung ist ein langer Prozess, bei dem keiner allein gelassen werden sollte. Ich werde alles tun, was in meiner Kraft steht, um Lacrima bei ihrer wundervollen Arbeit zu unterstützen.«

Drei Gruppen werden betreut

Derzeit unterstützen neben dem hauptamtlich agierenden Projektkoordinator Robert Dietsche 13 ehrenamtliche Trauerbegleiter neun Kinder und neun Jugendliche dabei, den Tod naher Angehöriger zu verarbeiten. Die Trauergruppen treffen sich regelmäßig seit Anfang 2019 alle 14 Tage. Parallel dazu findet das Elterncafé statt. Der Kontakt zu Lacrima kommt in der Regel über die Eltern, durch Freunde oder Verwandte zustande, aber auch über Beratungsstellen der Jugendämter, Ärzte, Krankenhäuser und Schulsozialarbeiter.

Seit September 2020 gibt es zudem eine Trauerbegleitung für die Altersgruppe junge Erwachsene (18 bis 24 Jahre). Hier sind derzeit auch neun Betroffene in Betreuung.  

Eine besondere Herausforderung stellt die Arbeit im Lacrima-Trauerzentrum auf der Stephensonstraße 12-14 während der Coronazeit mit all ihren Einschränkungen dar. Von April bis August 2020 und seit November konnten keine Trauergruppen in Präsenz stattfinden, alle Termine fanden »digital« statt.

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