Carola Pönisch 1 Kommentar

Michael Patrick Kelly in der Frauenkirche

Dresden. Am 8. November erzählt der Künstler, wie und warum er eine ganz besondere Kirchenglocke, die sogenannte #PeaceBell, herstellte.

Glocken sprechen eine Einladung aus. Sie rufen zum Gebet und bieten Anlass, inne zu halten. In den dunkelsten Tagen deutscher Geschichte jedoch verstummten viele. In beiden Weltkriegen wurden über 150.000 Kirchenglocken, darunter auch drei der alten Frauenkirche, beschlagnahmt und eingeschmolzen. Aus ihrem Metall wurde Kriegsgerät hergestellt. Aus Glocken wurden Granaten. 

Michael Patrick Kelly hat diesen Weg umgekehrt. Aus Munitionsschrott aus Verdun ließ er eine Glocke, eine #PeaceBell, gießen. Darüber berichtet er in einem Peace Talk zum Auftakt der 40. Ökumenischen FriedensDekade 2020 am 8. November 13 Uhr in der Frauenkirche Dresden. Im Anschluss wird die #PeaceBell für 10 Tage im Hauptraum der Frauenkirche zu sehen sein.

„Die diesjährige Ökumenische FriedensDekade steht unter dem Motto »Umkehr zum Frieden« – dafür steht das Kunstwerk von Michael Patrick Kelly eindrucksvoll“, erklärt der Referent für Friedensarbeit der Stiftung Frauenkirche Dresden, Andreas Dieterich. „Die aus Munitionsresten der beiden Weltkriege gegossene Glocke ruft mit ihrer Inschrift und ihrem Klang dazu auf, sich vom Weg der Gewalt abzuwenden und sich auf den Weg des Friedens zu begeben. Wo könnte solch eine Botschaft besser vermittelt werden als in der Frauenkirche Dresden?“ 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, personengebundene Einlasstickets sind jedoch erforderlich.

Die Ticketreservierung hierfür beginnt am Weltfriedenstag, 21. September.  Interessierte können ihre Ticketwünsche (max. 4 Karten pro Person) per Onlineformular übermitteln. Die Bearbeitung der Anfragen erfolgt auf Basis der dann geltenden Gesundheitsschutzmaßnahmen ab Mitte Oktober.

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Kommentar von AGNIESZKA.ANTOSIEWICZ
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