Carola Pönisch

Neues Rathaus: Siegerentwurf gekürt

Dresden. Am Ferdinandplatz im Herzen der Stadt wird bis 2025 ein neues Verwaltungszentrum gebaut. Eine Jury entschied jetzt, dass die auch von vielen Dresdnern bevorzugte Variante I gebaut wird.

Am 25. Januar fand die abschließende Jurysitzung im Verfahren des Wettbewerblichen Dialogs zum Neubau des Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz statt. Zwei unterschiedliche Entwürfe waren eingereicht und in den letzten Wochen intensiv vorgeprüft worden. Die Jury hat sich schließlich für das Konzept der Firma Ed. Züblin AG (Variante I)  in einer Bietergemeinschaft mit der Dressler Bau GmbH entschieden. Geplant haben den Entwurf die Bietergemeinschaft Tchoban Voss aus Dresden und Barcode Architects aus Rotterdam.

Variante I auch im Onlineumfrage favorisiert

Trotz kontroverser Diskussion einzelner Jurymitglieder erkannte eine klare Mehrheit der 13 Jurymitlgieder (Vertreter der Stadtverwaltung und Stadträten aller Fraktionen)  eine überzeugende architektonische Lösung. Baubürgermeister Stephan Kühn: „Ausschlaggebend für die Juryentscheidung waren eine prägnante Fassade, die durch ihre bewusst gewählte Farbigkeit und Materialität zwischen dem historischen Dresden und einem zeitgenössischen, modernen Erscheinungsbild vermitteln und so die Identität des Ortes stärken wird. Der Eingangsbereich am Ferdinandplatz wirkt offen und transparent. Das kompakte Volumen wird aufgelöst durch zwei Lichthöfe, wobei der eine mit einem großzügigen Gebäudeausschnitt – einem Stadtfenster – Verbindung zur Umgebung schafft.“

Auch die Dresdner konnten sich in einer Online-Umfrage vor der Juryentscheidung zu beiden Wettbewerbsbeiträgen äußern. Gefragt war ihre Meinung zum äußeren Erscheinungsbild. Fast 5.900  Bürger beteiligten sich und sprachen sich mit einer deutlichen Mehrheit für den Wettbewerbsbeitrag aus, der auch die Jury überzeugte. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung wurden den Jurymitgliedern für die finale Jurysitzung zur Verfügung gestellt. „Der Juryentscheid und die Bürgermeinung liegen auf einer Linie. Das ist eine gute Voraussetzung für die Akzeptanz unseres Neues Verwaltungszentrums“, freut sich der Oberbürgermeister.

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