Carola Pönisch

So dreist: Aschenbrödels Kleid ist weg

Dresden. Während der Ausstellung auf Schloss Moritzburg verschwand am Samstag das wunderschöne Kleid der Hauptdarstellerin. Kleiner Trost: Es handelt sich nicht um das Original.

Wie dreist kann man eigentlich noch sein? Am 22. Februar (Samstag) waren nicht nur viele neugierige Besucher in der vorerst letzten Winterausstellung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", sondern auch recht raffinierte Diebe. Immerhin schafften sie es, zwischen 15.30  und 18 Uhr, also zur besten Besuchszeit, jenes Ballkleid zu klauen, das dem Original nachempfunden wurde.

 

Das Kleid aus rosafarbenen und hellblauem Stoff sowie weißem Brokat  undhandgemaltem Gürtel lag auf einem Podest hinter einer Absperrung. Der Wert des Kostüms in der Konfektionsgröße 38 liegt bei etwa 1.000 Euro. "Leider war es nicht versichert", bekennt Schlosschefin Ingrid Möbius. Das sei nur bei Originalkostümen üblich. Das jedoch befindet sich im Besitz der Filmstudios Barrandov und ist tschechisches Kulturgut, gezeigt wurde es nur einmal auf Schloss Moritzburg vor zwei Jahren.

Inzwischen wurde Anzeige erstattet.  

Der Film wurde 1973 gedreht, viele Szenen darunter auf Schloss Moritzburg. Seit 40 Jahren läuft der Streifen mit der reizenden Hauptdarstellerin Libu?e ?afránková jedes Jahr in der Weihnachtszeit auf allen Fernsehkanälen. Die Ausstellung auf Schloss Moritzburg, in diesem Jahr zum vierten Mal zu sehen, erwies sich bisher als die am meisten besuchten Winterausstellung überhaupt. Jedes Jahr strömen tausende Besucher in die Schau. 

Foto: Polizei

 

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