Carola Pönisch

Stadion-Ranking: "Wohnzimmer" der SGD auf Platz 2

Dresden. Der "Signal Iduna Park", das "Rudolf-Harbig-Stadion" und das "Stadion An der Alten Försterei" sind die drei beliebtesten Fußballstadien Deutschlands.

Zu diesem Ergebnis kommt das Verbraucherportal »testbericht.de«, das rund 340.000 Online-Rezensionen zu 66 Fußballstadien ausgewertet hat. Neben den Stadien der drei Fußball-Profiligen der Männer wurden erstmals auch die Spielstätten der Frauen-Bundesliga ausgewertet, so dass jetzt Deutschlands größtes Stadion-Ranking vorliegt.

Gewinner: "Signal Iduna Park", "Rudolf-Harbig-Stadion" und "Stadion An der Alten Försterei" 

Der Signal Iduna Park in Dortmund kann seine Spitzenposition von 2019 halten - mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,7 Sternen bei rund 28.000 Bewertungen. Die Zuschauer schätzen an der Heimat von Borussia Dortmund besonders die beeindruckende "gelbe Wand", die Stadion-Tour, das freundliche Personal und die gute Erreichbarkeit sowohl per Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Neu auf Platz zwei liegt das Rudolf-Harbig Stadion in Dresden, das sich mit 4,7 Sternen bei über 7.000 Online-Rezensionen um drei Plätze verbessert hat. Pluspunkte sammelt das "Wohnzimmer" der SG Dynamo Dresden vor allem mit seiner guten Stimmung selbst bei nicht ausverkauftem Haus, den bequemen Sitzplätzen und den akzeptablen Preisen für Bier und Krakauer. Der vormalige Zweite, die Alte Försterei in Berlin-Köpenick, bleibt unter den Top 3 - mit einem Schnitt von 4,7 Sternen aus rund 4.500 Bewertungen. Das Zuhause des 1. FC Union Berlin wird besonders wegen seiner (Familien-)Freundlichkeit, der Sauberkeit der sanitären Anlagen und des Stadions insgesamt und vor allem wegen des großzügigen Stehplatzbereichs geschätzt. Alle anderen Stadien ab Platz 4 im Ranking wurden mit weniger als 4,7 Sternen bewertet.

Tabellenletzte: Brita Arena, FLYERALARM Arena und BWT-Stadion am Hardtwald

Ganz unten in der Zuschauergunst liegt die BRITA-Arena in Wiesbaden mit 3,9 Sternen (bei 1.500 Bewertungen). Das Heimstadion des SV Wehen Wiesbaden sei "etwas seltsam", vor allem "wegen der Blechwände in den Ecken". Manch Besucher fühlt sich bei dem Aufenthalt eher wie auf einer Baustelle. Die Würzburger FLYERALARM Arena hat die Rote Laterne abgegeben und konnte sich durch eine Verbesserung um 0,2 Sterne auf 4,0 (bei gut 400 Bewertungen) auf den vorletzten Platz hocharbeiten. Besucher der Heimspiele der Würzburger Kickers ärgern sich dennoch über die Sanitäranlagen und die "Infrastruktur im Gästebereich" - insgesamt sei das Stadion "in die Jahre gekommen". Auf dem drittletzten Rang landet das BWT-Stadion am Hardtwald mit einem Durchschnitt von ebenfalls 4,0 (bei gut 1.000 Bewertungen). Am Spielort des SV Sandhausen stören sich Besucher an der Parkplatzsituation, den Wartezeiten am Getränkestand und vor allem an dem überforderten Personal und der unzureichenden Organisation. Alle anderen Stadien oberhalb des drittletzten Platzes wurden besser als mit 4,0 Sternen bewertet.

Erzgebirgstadion ist Aufsteiger des Jahres, beliebtestes Stadion der Frauen in Köln

Am meisten Plätze gut gemacht im Vergleich zu 2019 haben das Erzgebirgsstadion der Zweitliga-Mannschaft von Aue (8 Plätze rauf auf Rang 11) sowie der Deutsche Bank Park von Eintracht Frankfurt, das Volksparkstadion des HSV und das RheinEnergieStadion des 1. FC Köln (je 6 Plätze rauf). Ebenfalls in Köln steht das beliebteste Stadion der FLYERALARM Frauen-Bundesliga: Das Frank-Kremer-Stadion der FC-Frauen wird mit 4,6 Sternen bewertet und landet auf Platz 12 im Gesamt-Ranking.

So wurde bewertet

Untersucht wurden alle Stadien der ersten, zweiten und dritten Profi-Liga der Männer sowie der Bundesliga der Frauen. Grundlage der Auswertungen sind alle verfügbaren Google-Rezensionen zu Stadien mit mindestens 100 Bewertungen. Bei gleichem Bewertungsschnitt wurde nach der Anzahl der Bewertungen gewichtet - je mehr, desto besser. Wurden zwei oder mehr Google-Einträge zum selben Stadion gefunden, wurde das Profil mit den meisten Bewertungen als Grundlage genommen.

Hier die Gesamtübersicht in Tabellenform.

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