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Stadtfest begeisterte eine halbe Million Gäste

Mehr als eine halbe Million Besucher waren zu Gast vor den insgesamt neun Bühnen und auf den 15 Locations. Sogar Petrus war gnädig.

"Wir blicken auf zwei zumeist friedlich-fröhliche Festtage zurück, an denen die Dresdnerinnen und Dresdner und ihre Gäste ein entspanntes, aufregendes und ausgelassenes Wochenende genossen haben", sagt CANALETTO-Organisator Frank Schröder.

Magnet "Wheel of Vision"

Es war schwer möglich, das im wahrsten Sinne des Wortes größte CANALETTO-Highlight zu übersehen, ist es doch stolze 55 Meter hoch und überragt alle seine Nachbarn am Postplatz: das "Wheel of Vision". Seit Freitag dreht es sich. Aus den 42 Gondeln hatten die Besucher einen beeindruckenden Blick weit über das Dresdner Stadtfest und das Dresdner Umland. "Wir sind sehr, sehr zufrieden mit der Nachfrage und freuen uns sehr, bei CANALETTO dabei zu sein", sagt Eigentümer Oscar Bruch. Das "Wheel of Vision" steht noch bis zum 13. Oktober auf dem Postplatz.

Theaterplatz at its best

Schon der Start am Freitagabend hatte es in sich: Nachdem Oberbürgermeister Dirk Hilbert das Stadtfest gebührend eröffnet hatte, zeigte das eigens für diesen Anlass zusammengekommene CANALETTO SAXTETT, dass Klassik auch auf Saxophonen fantastisch klingen kann - und ein Bass-Saxophon wirklich das größte aus seiner Instrumentenfamilie ist. Groß war auch die Begeisterung der Fans, als Sängerin Alexa Feser im Anschluss auf die Bühne trat. Diesen Schwung nutzten die Musketier-Rocker von dArtagnan und gaben ihn direkt weiter, denn ab 23 Uhr wurde auf dem vollen Theaterplatz.

Der Samstag startete, wie der Vorabend geendet hatte: mit ordentlich Wumms, dank der United States Army Europe Big Band, der bekanntesten Big Band der US-Army in good old Europe. Es folgten handgemachte und lateinamerikanische Musik mit Caminho und Moritz Garth, eine gute Portion rockige Ostalgie mit IC Falkenberg & Band, ein Hauch Klassik mit Katrin Wettin & The Classic Sounds und 21 Uhr bester Deutsch-Pop von Headliner JORIS inklusive Pyro-Effekten.

Ganz besinnlich startete der CANALETTO-Sonntag, denn traditionell fand auf dem Theaterplatz der ökumenische Gottesdienst statt. Dass Kirchenmusik auch mal ganz anders klingen kann, bewies im Anschluss die Outbreakband, junge Musiker, die sich dem Lobpreisen Gottes sowie der Rockmusik verschrieben haben.

Gratis Programm für jedermann auf neun Bühnen

"Besonders gut angenommen wurde die Bestuhlung vor den Bühnen, ganz besonders auf dem Theaterplatz", sagt CANALETTO-Programmverantwortlicher Rodney Aust. "Wir konnten darauf flexibel reagieren und haben von Samstag auf Sonntag noch weitere Stühle geordert." Ob im Sitzen oder Stehen, ob Theater oder Musik, ob große Bühne oder kleine - das Programm wurde in diesem Jahr überall gut angenommen.

Auch sonst ging es hoch her: Eine Dampflok, gezogen von starken Typen, Ruderer, die sich auf Ergometern für den Wettkampf auf der Elbe qualifizierten, Steam Punks, die durchs Verkehrsmuseum spazierten, Nachwuchsbands, die zeigten, was sie draufhaben, Kinder, die quietsch vergnügt auf Polizei-Motorrädern für ein Foto posierten.

Apropos bunt: Mit der Sparkassen-BABYPARADE fand der wohl bunteste und lustigste Umzug durch die Dresdner Altstadt statt. Ein weiterer Spaß fand ausnahmsweise auf der Neustädter Seite am Königsufer statt: Aufgrund des niedrigen Pegelstands der Elbe weichten die 7.000 Enten des Entencups in einen riesigen Pool aus.

Bewährtes Glasflaschenverbot

Es ist mittlerweile bekannt und altbewährt: Bei CANALETTO herrscht ein Glasflaschenverbot, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. "Wir sind froh darüber, dass unser Sanitätsdienst, die Malteser, auch in diesem Jahr keine großen Einsätze leisten musste", so Organisator Frank Schröder. Genauso ruhig war die Lage bei der Polizei. "Unser Sicherheitskonzept haben wir 2014 gemeinsam mit den Partnern von Polizei und den Sicherheitsbehörden aufgesetzt und regelmäßig aktualisiert und angepasst. Bewährt haben sich neben dem Glasflaschenverbot zudem die umgesetzten Absicherungen." Rund 350 Sicherheitskräfte waren im Einsatz.

"Ein Stadtfest dieser Größe auszurichten, mit all seinen Bühnen, Künstlern und Händlern, ist jedes Jahr eine große Herausforderung", sagt CANALETTO-Geschäftsführer Klaus-Dieter Lindeck. "Und dann sieht man all die glücklichen Gesichter, die tanzenden Menschen – das zeigt uns, dass wir den Geschmack unserer Gäste treffen."

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DSC-Sportakrobaten starten Crowdfunding-Projekt

Dresden. 23 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert. Damit stellt der DSC den Großteil der deutschen Nationalmannschaft vom 24. Oktober bis 3. November in Holon. Doch das ist für die Sportler auch mit enormen Kosten verbunden. Weil die Sportakrobatik als nicht olympische Disziplin kaum öffentliche Förderung erfährt, kostet die Reise für das DSC-Team mehr als 30.000 Euro. Deshalb hat der Verein ein Crowdfunding-Projekt auf 99funken.de gestartet, bei dem jeder mit einem beliebigen Betrag das EM-Projekt unterstützen kann. „Je erfolgreicher wir sind, desto teurer wird der Sport für uns als Verein und für die Sportler mit ihren Familien. Das ist leider in der Sportakrobatik Tatsache. Wir sind einerseits glücklich, mit so einem starken Aufgebot in Israel dabei zu sein, andererseits bedeutet dies für die Familien eine enorme finanzielle Belastung“, sagt die DSC-Cheftrainerin Sportakrobatik, Petra Vitera.   Auf der Internetplattform 99funken.de bittet der DSC um finanzielle Unterstützung für seine Sportakrobaten, um die Familienkassen der Athleten zu entlasten. „Die EM ist für mich im Erwachsenenbereich mit 800 bis 900 Euro, für die jüngeren Nachwuchssportler gar mit bis zu 1.500 Euro Kosten für Startgebühren, Unterkunft, Anreise und Verpflegung vom Verband angesetzt“, sagt DSC-Sportakrobat Tim Sebastian, der bereits zweimal EM-Bronze gewann und in diesem Jahr wieder um die Medaillen kämpft. „Oft wird daher in den Familien der Urlaub gekürzt. Wir hoffen, dass wir über diesen Weg Unterstützung finden und uns am Ende mit super Leistungen bei der EM bedanken können“, erzählt der 24-Jährige, der 2017 mit seinem Riesaer Partner Michail Kraft den größtmöglichen Titel in der Sportakrobatik, den Gewinn der World Games, feierte. Beim Crowdfunding kann jeder, der sich auf der Plattform registriert hat, eine beliebige Summe für das Projekt spenden oder sich eine vorgegebene Summe aussuchen, die mit einer Prämie belohnt wird. So wartet zum Beispiel eine Privatshow der DSC-Akrobaten für die nächste Familien- oder Firmenfeier auf die Unterstützer. Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung, erfreut sich einer wachsenden Bekanntheit. Vor allem im Bereich des Sports findet die Finanzierungsmethode immer mehr Einsatz. Das Prinzip der Finanzierungsmethode ist es, mit Hilfe einer großen Anzahl an Unterstützern (die Crowd) eine hohe Summe an Geld zu sammeln. Die Verwendung und das Ziel der Kampagne sind dabei genau definiert und die Unterstützer können für ihr Geld attraktive Prämien bekommen. Dabei greift das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Wird die Zielsumme nicht erreicht, fließt das Geld zurück an die Unterstützer. Das Projekt läuft bis 25. Oktober. Infos: https://www.99funken.de/sportakrobatik-em-201923 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert.…

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