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Streit um Stadion-Millionen neu entfacht

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Alle Jahre wieder gab es den Streit um die Miet-Zuschüsse der Stadt an Dynamo. Bis 2014 einstimmig  beschlossen wurde, wieviel in welcher Liga an die Schwarz-Gelben fließt. Damals wie heute hieß die
Spielklasse 3. Liga und damit der Zuschuss 1,5 Millionen Euro. Das klingt natürlich anders als die vergleichsweise läppischen 135.000 Euro, die Dynamo als Zweitligist bekommt, weil der Verein als solcher allein wegen der Fernsehgelder über eine ganz andere Einnahmen-Situation verfügt. Mit dem Abstieg im Sommer ging es nun zurück zu der siebenstelligen Summe, die allerdings bei der Planung des neuen Haushalts im Rathaus plötzlich nicht mehr auf der Agenda stand. Vergessen oder bewusst gestrichen?

Auf jeden Fall wurde nun der Oberbürgermeister beauftragt, mit der Stadion-Projektgesellschaft einen neuen Vertrag zu verhandeln. Den von 2014 zu verlängern, wäre offenbar zu einfach gewesen. Das Ergebnis sollte nicht allzu lange auf sich warten lassen, denn in den nächsten Wochen muss Dynamo die Lizenzunterlagen bei DFB und DFL einreichen.

Die Stadionmiete spielt darin eine nicht unerhebliche Rolle – erstrecht in Anbetracht der finanziellen Einbußen, die aufgrund der fehlenden Zuschauer-Einnahmen entstehen. Schließlich können die Schwarz-Gelben nicht bei jedem Heimspiel zum Kauf von Geistertickets aufrufen. Das Ergebnis der Aktion für das Pokalspiel gegen Darmstadt ist sensationell, aber die sechsstellige Summe im Vergleich zu einem drohenden Ausfall von Mietzuschuss-Zahlungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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