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Traurige Nachrichten aus dem Zoo Dresden

Am 25. April völlig überraschend das erst 11 Tage alte Jungtier der Zweifingerfaultiere verstorben.

Faultiere verbringen die ersten Lebensmonate liegend auf dem Bauch der Mutter, wo sie auch gesäugt werden. Auch das Jungtier von Marlies wurde so getragen. Beim Säugen wurden Schmatzgeräusche vernommen, das Jungtier nahm bereits etwas feste Kost zu sich und somit gab es keinen Anlass zur Besorgnis. Deshalb läuteten die Alarmglocken, als das Jungtier plötzlich neben der Mutter liegend aufgefunden wurde. Da es geschwächt wirkte und zudem an Gewicht verloren hatte, wurde es mit Ersatzmilch zu gefüttert. Dennoch verschlechterte sich der Zustand rapide und es verstarb innerhalb weniger Stunden.

Eine erste pathologische Untersuchung deutet darauf hin, dass das männliche Jungtier nicht ausreichend Milch aufgenommen hatte. Weiterführende Untersuchungen wurden eingeleitet, deren Ergebnisse noch ausstehen. Eine mögliche Ursache wäre, dass das schon betagte Muttertier Marlies nicht (mehr) genug Milch produziert hat.

Alle Mitarbeiter*innen des Zoo Dresden und insbesondere die Tierpfleger*innen des Prof.-Brandes-Hauses sind sehr traurig über den Tod des Faultierjungtieres, dessen Geburt so lange erwartet worden war und dessen Entwicklung schon im Mutterleib durch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen mitverfolgt werden konnte.

Leider gab es auch im Terrarium einen tragischen Verlust: am 27. April fanden die Tierpfleger den Chinesischen Riesensalamander tot in seiner Anlage. Das imposante Tier lebte bereits seit Dezember 2001 im Zoo und entstammte einer Nachzucht aus dem Oktober 1995. Klaus Haker gelang damals die erste europäische Nachzucht dieser weltweit größten Amphibienart!

Die Tiere können bis zu 150 cm langwerden. Das weibliche Tier maß 127 cm und brachte bei der letzten Gewichtsmessung stattliche 28 kg auf die Waage. 2011 erhielt der Zoo leihweise einen männlichen Chinesischen Riesensalamander aus dem Tierpark Chemnitz, um diese Tierart nach zu züchten. Trotz optimaler Bedingungen, wie dem Bau von Bruthöhlen und Versteckmöglichkeiten, sowie einer aktiven Veränderung der Wassertemperatur blieb das Ablaichen leider aus. Somit wurde das Männchen 2017 an den Tierpark Chemnitz zurückgegeben und im Terrarium war seitdem wieder nur ein Exemplar für die Besucher zu sehen.

Wie beim Faultierjungtier wurden auch hier umfassende pathologische Untersuchungen eingeleitet, deren Ergebnisse im Moment noch nicht bekannt sind.

(pm/Zoo Dresden)

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Mugge aus dem Polizeirevier

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