Carola Pönisch

Warum ist das Schloss teilweise eingerüstet?

Dresden. Wer in diesen Tag am Residenzschloss Dresden vorbei geht, sieht an der Fassade meterhohen Sichtschutz. Was hat es damit auf sich?

Die Antwort: Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) führt hier in den kommenden Monaten an der Fassade des Westflügels des Dresdner Residenzschlosses bauliche Maßnahmen durch. Für diese Arbeiten wird die Fassade vollständig verhüllt. "Die Maßnahmen sind Teil der regelmäßig zu aktualisierenden Sicherheitskonzeption, die seit dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe nochmals angepasst wurde", heißt es auf Presseanfrage dazu.

Während der Arbeiten bleiben das Historische Grüne Gewölbe und das Neue Grüne Gewölbe für Besucher grundsätzlich geöffnet. Lediglich einzelne Räumlichkeiten des Neuen Grünen Gewölbes sind zeitweise aufgrund der Bauarbeiten nicht zugänglich. Zu Details des Sicherheitskonzeptes und der Baumaßnahmen werden keine näheren Angaben gemacht, auch nicht zu Dauer und Kosten des Vorhabens.  

Dass Arbeiten zum Sicherheitskonzept dringend notwendig sind, bestätigen neueste Ermittlungsergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Einbruch ins Historische Grüne Gewölbe im November 2019. Wie jetzt feststeht, wurde das Gitter am Fenster, durch das die Juwelendiebe am 25. November 2019 gewaltsam eindrangen, bereits Tage vorher durchtrennt. Die Außenkamera in diesem Bereich soll zudem während der Tat nicht in Betrieb gewesen sein (Quelle: MDR).

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