Carola Pönisch

Weniger Unfälle, mehr Tote im Straßenverkehr

Dresden. Die Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020 liegt vor. Fazit: Weniger Unfälle durch Lockdown, dennoch starben drei Menschen mehr auf Dresdens Straßen als 2019.

Im vergangenen Jahr wurden in Dresden (ohne Autobahn) insgesamt 12.655 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen, das sind 10,6 Prozent weniger Verkehrsunfälle als im Vorjahr. Dabei verunglückten 2.437 Personen bei Verkehrsunfällen (2019: 2.617), davon 404 schwer.  Zehn Menschen kamen bei Unfällen ums Leben, im Jahr zuvor waren es sieben. Unter den Getöteten war auch ein Kind. Weitere 21 Kinder wurden bei Unfällen schwer verletzt, 156 leicht. Die verunglückten Kinder waren als Radfahrer (87), Fußgänger (42) und als Mitfahrer (49) beteiligt.

Unfallursachen

Vorfahrts- und Vorrangfehler (19,2 Prozent) waren wieder die häufigsten Unfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Verletzten auf Dresdens Straßen. Außerdem zählt die Statistik »Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren« (18,6 Prozent), sonstige Fehler beim Fahrzeugführer (18,1 Prozent) zu hohe Geschwindigkeit (7,8 Prozent), Abstand (7,7 Prozent) und falsches Verhalten gegenüber  Fußgängern (6,3 Prozent) zu den Hauptunfallursachen.

Unfälle mit Radlern

Während die Unfallzahlen um 10,6 Prozent zurückgingen, stiegen die Crash mit Radfahrerbeteiligung um elf Prozent. 1.659 Radfahrer waren daran beteiligt, das ist der höchste Wert seit 2016 und auch die Zahl der verletzten Radler war 2020 mit 1.371 die höchste seit fünf Jahren.

Alkohol, Drogen, Fahrerflucht

225 Fahrer standen beim Unfall und Alkohol- (189) bzw. Drogeneinfluss. Fahrerfluchten wurden insgesamt 3.743 gezählt. 2019 waren es 4.121.

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