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Werte vermitteln mit Kung Fu und Geschichten aus der Arktis

Dresden. Warum David Maddox zum Polar-Rennen an den Nordpol fährt und ein Kinderbuch im Eigenverlag herausbringt.

 David Maddox ist ein lebensbejahender Mensch. Sport spielt in seinem Leben eine besondere Rolle. Nachdem er aufgrund eines Motorradunfalles seine Boxkarriere aufgeben musste, widmete er sich der Kampfkunst Kung Fu und gründete eine Sportschule.

Auf einem der zahlreichen Seminare, die David Maddox besuchte, brachte ihm ein englischer Meister das Kindertraining auf diesem Gebiet nahe. 2008 bot er erstmals in seiner Sportschule „Safe und Fit" eine Trainingseinheit pro Woche an, heute trainiert er Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 16 Jahren an jedem Wochentag. Außerdem Aber gibt er Einzelunterricht und bietet auch Deeskalationstraining mit externen Gruppen oder Firmen an.

Idee vom Kinderbuch

Seit 2012 hat er sein Domizil an der Lohrmannstraße 20 (Haus 3). „Am Anfang war die Sportschule einfach nur ein Hobby, das ich neben meiner Tätigkeit als Englisch-Lehrer betrieben habe", so der 52-Jährige.

Während eines Seminars in England hörte er ein Referat über ein Polar-Rennen in der Arktis. Ihn beeindruckte, welche körperlichen, mentalen aber auch charakterlichen Herausforderungen die Teilnehmer meistern mussten. Die vielen positiven Werte, die in diesem Referat vermitteln wurden, wollte er in kleinen Geschichten an Kinder weitergeben. So entstand die erste Fassung seines Kinderbuches mit arktischen Weisheiten.

2013 erhielt er die Möglichkeit selbst an einem Polar-Rennen teilzunehmen. „Ich wollte nicht ein zweiter Karl May werden, sondern vor Ort nachprüfen, ob meine Geschichten, die in der Arktis spielen auch der Wirklichkeit stand halten", erzählt David Maddox.

So bewältigte er im Frühjahr 2013 in einem Monat nicht nur 560 Kilometer bis zum magnetischen Nordpol, sondern lernte auch Arktis-Bewohner kennen und ließ sich aus ihrem Lebensalltag erzählen. Zu Hause überarbeitete er sein Buch, ließ es aus dem Englischen ins Deutsche übersetzen und vertreibt es seit 2014 unter dem Titel „Akis und Nibis Polarabenteuer" im Eigenverlag. Die Illustrationen steuerte die Dresdnerin Beate Bilkenroth bei. Sie lernte er in seiner Sportschule kennen, wo eines ihrer Kinder bei ihm Kung Fu lernte.

Geehrt mit einem Oscar

Während David Maddox in der Arktis unterwegs war, kümmerte sich seine Frau Kathrin um die Sportschule, professionalisierte Organisation und Marketing und bietet seitdem parallel zum Kindertraining Fitnesskurse für die Eltern der Kinder an. Aufgrund großer Nachfrage findet inzwischen zusätzlich zum regelmäßigen Kampfkunst-Training für Erwachsene freitags ein Selbstverteidigungstraining für Frauen statt. Im Herbst vergangenen Jahres erhielt David Maddox für sein Engagement den Publikums-Kinder-Oskar der Kinderarche Sachsen. Claudia Trache

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