Thomas Schmidt/asl

Winkler und seine beiden großen Ziele

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

»Feindbild DFB – ein Sachse macht mobil« – unter dieser Überschrift blickte ich vor zwei Wochen  hoffnungvoll nach Rangsdorf, jetzt ist es vollbracht: Sachsens Verbands-Präsident Hermann Winkler setzte sich vor den Toren Berlins gegen seine beiden Konkurrrenten um den Vorsitz im NOFV durch, ist jetzt der Fußball-Boss im Nordosten. Und ihm ist klar, wie schwer die Aufgabe sein wird, als DFB-Vize
in Frankfurt/Main auf offene Ohren zu stoßen. Denn der langjährige Ex-Politiker Winkler weiß: Geld regiert auch die Fußball-Welt. Und das ist nun mal im Westen zu Hause.

Von den 500 finanzstärksten Unternehmen Deutschlands haben ganze 36 ihren Firmensitz im NOFV-Land. Das macht nicht nur das (Über-)Leben der hiesigen Vereine zu einer Mammutaufgabe, vor allem viele ihrer Sponsoren kämpfen in der Corona-Krise um die nackte Existenz. Winkler sieht seine aktuell brisanteste Aufgabe darin, eine  Pleitewelle von Regionalligisten zu verhindern und dafür zu sorgen, dass sie wie die höherklassigen Vereine von staatlichen Zuschüssen profitieren. Zwar sind sie formal Amateur-Mannschaften und damit nicht bezugsberechtigt, aber etliche Vereine haben ihre I.  Mannschaften in GmbHs ausgegliedert, womit sie sich quasi in einem Profi-Status befinden und als Berufssportler Anspruch auf Geld aus dem Corona-Topf der Bundesregierung haben. Zu Winklers langfristigen Zielen gehört ein veränderter Aufstiegs- Modus: Jeder NOFV-Meister soll in die 3. Liga hoch und nicht aller zwei Jahre in eine Relegation müssen.

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Coronajahr Bautzen: Babyboom und mehr Todesfälle

Bautzen. Diese Meldung sorgt für eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute Nachricht: In Bautzen konnte ein kleiner Babyboom im letzten Jahr verzeichnet werden. Wie die Stadt Bautzen in einer Pressemitteilung erklärt, gab es im Dezember Letzen Jahres 48 Geburten in der Spreestadt. Im Vergleich zum Dezember 2019 erblickten nur 26 Babys das Licht der Welt. Im vergangenen Jahr sind damit 322 Jungen und Mädchen in Bautzen auf die Welt gekommen. Viel Zeit im Lockdown für die Nachwuchsplanung? Eine mögliche Ursache für diese Entwicklung kann der Lockdown im Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Frühjahr 2020 sein, vermutet die Stadtverwaltung. Einfach ausgedrückt: Der Lockdown hat sich positiv auf die Zweisamkeit für Pärchen und die Zeit für die Nachwuchsplanung ausgewirkt. Deutlich mehr Todesfälle Jetzt die schlechte Nachricht: Die Stadt Bautzen hat 694 Verstorbene für das Jahr 2020 zu verzeichnen. Allein 22 Todesfälle wurden im Dezember gemeldet. Das sind 2,6mal mehr Gestorbene als in einem durchschnittlichen Dezember. Im Vergleich zum Jahr 2019 gab es insgesamt 573 Todesfälle. Das ist eine Differenz von 21 Prozent. Ob die hohe Anzahl der Verstorbenen hauptsächlich an der Corona-Pandemie lag, wird in den vorläufigen Statistiken nicht benannt. Diese Meldung sorgt für eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute Nachricht: In Bautzen konnte ein kleiner Babyboom im letzten Jahr verzeichnet werden. Wie die Stadt Bautzen in einer Pressemitteilung erklärt, gab es im Dezember Letzen…

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