Grit Büttner

Zimmis Einwurf

Dresden. WochenKurier-Kolumne von Gert Zimmermann

Auch das noch. Gerade jetzt beschwert sich der Chefankläger des Deutschen Fußballbundes, Anton Nachreiner, über die Verkürzung der Sperre des Dortmunder Stürmers Lewandowski durch das Bundesgericht seines Verbandes. Der frühere Torjäger der Münchner Löwen, der allerdings in vier Jahren nicht einmal ins Schwarze traf, ist entsetzt. Diese Maßnahme von Richter Götz Eilers verrücke die gesamte Rechtsprechung im Sport. Da fühlt sich aber einer richtig auf den Schlips getreten.

Nun kommt auch noch Nachreiners Lieblingsklub Dynamo Dresden am Donnerstag zur Verhandlungsrunde nach Frankfurt am Main. Es geht um den Ausschluss aus dem DFB-Pokal. Dynamo ist bekanntlich in Berufung gegangen. Erneut sitzt Götz Eilers als oberster Richter diesmal ordentlich im Scheinwerferlicht. Beim letzten Mal dealten sich beide Seiten bekanntlich zum Geisterspiel und zur Ausgliederung Dresdner Anhänger bei Auswärtsauftritten. Selbst Nachreiner hat inzwischen eingesehen, dass sein Rechtsempfinden im freiesten Land auf einer freien Erdkugel nichts bringt. Natürlich darf ein freier Bürger von Dresden in die weite Bundesligawelt fahren und wenn er eine Karte irgendwo herbekommt, darf er auch zum Fußball gehen.

Das hat nur beim DFB, der ja eine eigene Gerichtsbarkeit an alle seine Vereine ausgeteilt hat, etwas länger bis zur Einsicht gebraucht. Und jetzt schon wieder diese schlimmen Dresdner Chaoten, die es gilt zu bestrafen.Richtig, die Chaoten. Und nicht die Masse, die den Fußball liebt. Diesmal durften die Berliner ihre Scherze in Dresden machen. Kommt vielleicht einer auf die Idee, dafür die Bundeshauptstadt verantwortlich zu machen? Vielleicht wieder eine Mauer zu bauen? Natürlich passt vielen der Name Dynamo immer noch nicht. Auch wenn in gut vier Wochen der 60. Geburtstag des Vereins ansteht. Ja, Erich Mielke hat Dynamo gegründet.

Vielleicht hat der DFB gerade deshalb zugeschaut, als Anfang der 90er Jahre ausgerechnet der inzwischen schon verstorbene Willi Konrad, wohl bekannt durch den ersten ordentlichen Bundesligaskandal in Dresden mit Präsident Otto misswirtschaften durfte. Statt zu helfen ließ auch der DFB die schönen Gesetze der Marktwirtschaft greifen. Und deshalb griffen einige Unternehmer mit Augenmaß zu, als Aue Karten für Dresdner Anhänger doch noch verkaufte. Also haben nicht alle im Osten die letzten Jahre verschlafen.

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DEL2 hält am geplanten Saisonstart fest

Dresden. Die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2) hält in Abstimmung mit den DEL2-Clubs an einem Saisonstart am 6. November mit den gültigen örtlichen Vorgaben fest. Dies bestätigten die Gesellschafter am Freitagabend im Rahmen einer Gesellschafterversammlung mittels Videokonferenz. Damit einhergehend wurde auch der Spielplan für die Saison 2020/2021 festgelegt. Das Eröffnungsspiel findet dabei beim DEL2-Hauptrundengewinner der vergangenen Spielzeit statt, wenn die Löwen Frankfurt die Kassel Huskies empfangen. Das Derby ist gleich zu Beginn ein sportliches Highlight und stellt zudem eine symbolträchtige Partie dar. Beide Mannschaften kämpfen mit den Bietigheim Steelers um den Aufstieg in die DEL. Die Schwaben treten am ersten Spieltag auswärts an und sind beim EC Bad Nauheim gefragt. Diese Spielzeit stellt mit Sicherheit jeden vor eine besondere Herausforderung. Clubs und Liga hoffen auf weitere Lockerungen für Sportveranstaltungen und bitten zudem ihre Fans die notwendigen Vorgaben und Regeln einzuhalten. Auch weiterhin haben Einschränkungen im Zuschauerbereich wirtschaftliche Auswirkungen auf die Clubs. Die Verantwortlichen hoffen daher auf die Unterstützung und volle Auslastung der möglichen Kapazitätsgrenzen. Aufgrund des verschobenen Saisonstarts wurde auch das Ende der Hauptrunde angepasst. Wie gewohnt soll es eine Doppelrunde mit insgesamt 52 Spieltagen geben. Jedoch wird diese nicht Anfang März zu Ende sein, sondern erst am 11. April 2021. Dies gibt den Clubs einen gewissen Spielraum, falls Partien verschoben werden müssen. Zudem konnten so die Belastungen an den Wochentagen gering gehalten werden. Änderungen sind jedoch vorbehalten. Die Terminierung für die Playoffs und Playdowns in der DEL2 befindet sich noch in der Absprache und wird zu gegebener Zeit veröffentlicht. René Rudorisch, DEL2-Geschäftsführer: „In erster Linie freuen wir uns, dass wir uns nun zielgerichtet auf den Saisonstart fokussieren können. Somit kommen die Aufgaben und Planungen wieder in einen normalen Rhythmus. Weit entfernt von der Normalität werden jedoch die Gegebenheiten in den Arenen sein. Umso mehr erhoffe ich mir die Unterstützung der Fans und Sponsoren, dass wir gemäß den Vorgaben der Behörden zur Pandemiebekämpfung das Optimum für die Clubs erreichen und gemeinsam dafür einstehen, dass die Clubs im Rahmen der Bedingungen überlebensfähig sind. Ein weiteres Hinauszögern der Saison stellt für uns keine Alternativ dar - weder für die Clubs, Liga, Fans und Sponsoren und natürlich die Spieler und ihre Familien. Gleichzeitig müssen weitere Lockerungen gelingen, um die Wirtschaftlichkeit der Clubs in dieser Saison sicherstellen zu können.“ Wie bereits in der Vergangenheit wird es für die Fans den Kalender-Service geben: Es können die Spielpläne für die jeweiligen elektronischen Kalender für jeden einzelnen Club heruntergeladen werden. Auch der komplette Spielplan steht als Alternative zum Download bereit. Die Datei muss zur Integration in den eigenen Kalender jeweils Lokal oder in einem Cloudlaufwerk gespeichert sein. Dies ist vor allem beim Import über mobile Endgeräte wichtig. Die Angaben sind ohne Gewähr. Spielplan: https://www.del-2.org/liga/archiv/123/spielplan/  (pm/DEL2)Die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2) hält in Abstimmung mit den DEL2-Clubs an einem Saisonstart am 6. November mit den gültigen örtlichen Vorgaben fest. Dies bestätigten die Gesellschafter am Freitagabend im Rahmen einer Gesellschafterversammlung…

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