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Zimmis Einwurf – Der warmen Worte sind genug gewechselt

Deutschland ist Weltmeister. Deutschland ist Europameister. Diese Formulierungen waren bereits in die Hirne gemeißelt. Es wäre auch zu schön gewesen nach der tiefen Depression des letzten Jahres. Sie wissen schon: Möchtegern-Weltmeister Deutschland flog in hohem Bogen aus der Vorrunde der WM in Moskau. Es ist wieder einmal anders gekommen. Die Frauen haben also gegen Schweden verloren. Das konnten sie gar nicht. Besser: das durften sie überhaupt nicht. Weil doch die deutschen Damen an zweiter Stelle in der Rangliste standen und die Schwedinnen nur an Neunter. Im Zuge der Eventisierung, wie inzwischen die 90 Minuten eines jeden Fußballspieles genannt werden, war ein Versagen einfach undenkbar. Die gebrochene Zehe von Starspielerin Maroszan war zum Schreckmoment der Nation hoch gejazzt worden. Bis sie endlich gegen Schweden wieder spielen konnte oder musste und nichts geschah.

Wer allerdings genau hingesehen hatte in den Gruppenspielen, bekam eine andere Sicht auf die Dinge. Ein Aufrücken in die letzten Vier und damit die Teilnahme an Olympia wäre nach Leistungsprinzipien eine Sensation gewesen.

Ein klein wenig anders bei der U-21. Da schaffte ein verschworener Haufen sogar den Weg bis ins Endspiel. Auch hier war der Kontrahent dann doch den berüchtigten Tick besser. So ein Mist aber auch. Es hätte alles so schön sein können. Aus aus, aus, der Traum ist aus.

Ihr Gert Zimmermann

Die Video-Kolumne "Zimmis Grätsche", von und mit Gert Zimmermann, gibt's >>HIER<<

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