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Zimmis Einwurf – Wenn den Menschen der Kamm schwillt…

Klartext im Fußballgeschäft! Seit wann ist das denn erlaubt? Wahrscheinlich nur, wenn einem gerade der Hemdkragen platzt, die Krawatte den Hals zuschnürt. Oder wenn das Wasser schon bis zur Unterlippe steht. Am Sonntagnachmittag war genau das in Zwickau passiert. Nach einer Stunde äußerte sich Jenas Trainer Lukas Kwasniok mal nicht zum Spielausgang. Seine Mannschaft hatte verloren und liegt mit null Punkten am Ende der Drittligatabelle. Er sprach als erstes über die Respektsperson, die bekanntlich ein Schiedsrichter sein soll. Und er redete sich über die Hochnäsigkeit in Rage, die der Mann in Schwarz an den Tag legte. Seinen Spielern wurde vom Referee der Handschlag nach Spielschluss verweigert. Schon kurz nach der Halbzeitpause erhielt der Jenaer Coach eine Gelbe Karte.

Eine neue Unsitte in Regelwesen. Zwickaus Co-Trainer König wurde drei Tage vorher wegen Betretens des Rasens mit Rot belegt und durfte am Sonntag nicht ins Stadion. Kwasniok schwoll der Kamm. Er sprach von Berufsverbot nach einer Kleinlichkeit. An der Stelle muss der Leser noch erfahren, dass Kwasniok mal im Beamtendienst stand.

Irgendwas stimmt nicht im deutschen Fußball. Vor allem im Schiedsrichterwesen. Wer jetzt immer noch keinen Handlungsbedarf sieht, macht des deutschen liebstes Kind kaputt. Nur reglementieren ist das Ende von Brot und Spiele. Und das gab es nicht mal im Mittelalter.

Ihr Gert Zimmermann

Die Video-Kolumne "Zimmis Grätsche", von und mit Gert Zimmermann, gibt's >>HIER<<

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