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Kunststoffmüll als Spende

Im vergangenen Jahr gab’s die Lausitztour Recycling, organisiert vom Löbauer Makerspace Geistesblitz. Dabei konnten Jugendliche mit manuellen Kunststoffmaschinen Kunststoff zu neuen Objekten wie Seifenschalen oder Kämmen wiederverwerten. Und die nächste Aktion dieser Art steht bereits in den Startlöchern. „Um das dafür nötige Recyclingmaterial zu beschaffen, machen wir eine öffentliche Müllsammelaktion“, sagt Max Hilse. E hat den Makerspace mit gegründet.

Jeder ist aufgerufen am 21. Januar von 15 bis 18.30 Uhr und am 24. Januar von 14.30 bis 17 Uhr seinen hauseigenen Kunststoffmüll in die offene Werkstatt in der Bahnhofstraße 26 Löbau zu bringen. „Wichtig ist dabei, dass der Kunststoffmüll sortiert ist“, sagt Max Hilse. Auf vielen Kunststoffobjekten steht die Kunststoffsorte direkt auf der Unter- oder Innenseite oder wird durch die Zahl im Recyclingdreieck angegeben. Benötigt wird Kunststoffe der Sorten PP und HDPE oder Kunststoff mit den dazugehörigen Zahlen 05 bzw. 02. Verbreitet sind diese Kunststoffarten besonders bei Joghurtbechern und Bechern aller Art, Eimern und Shampoo-Flaschen, aber auch Deckel von Pfandflaschen können verwertet werden. Außerdem sollte der Müll zuvor gereinigt und von anderen Stoffen wie Pappe befreit werden.

Der gesammelte Kunststoff wird anschließend dank der Unterstützung des Polysax-Kunststoffzentrums in Bautzen, dem Bildungszentrum der regionalen Kunststoffunternehmen, zerkleinert und in der Werkstatt den Jugendlichen zum Experimentieren mit den Maschinen zur Verfügung gestellt. Ein Teil des recycelten Materials soll für die Produktion der Schnalle eines nachhaltigen Rucksacks des Oberlausitzer Modelabels Laba verwendet werden, der deutschlandweit verkauft wird. Aus der Oberlausitz in die Welt. „Mit dieser ‚Müllspende‘ kann jeder etwas Gutes für die Umwelt tun und ein Jugendprojekt unterstützen“, sagt Max Hilse. Als Dankeschön für die Müllspende erhält jeder Unterstützer einen recycelten Kamm oder eine Seifenschale. Das Besondere daran: Jedes Objekt ist einzigartig gemustert.

Infos zum Makerspace gibt’s auf makerspace.loebaulebt.de.

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Forst erhält Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«

Forst. Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek, die Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«, die jede Stadt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden erhält. Die Bürgermeisterin bedankte sich und versprach, dass diese Plakette einen würdigen Platz im Rathaus finden wird. Die Forster Stadtbibliothek erhielt zudem ein sorbisches/wendisches Medienpaket. Es beinhaltet sorbische/wendische Literatur, Informationen über die sorbische/wendische Geschichte und Kultur sowie Materialien zum Spracherwerb. Darunter zweisprachige Kinderliteratur, Spiele zur Sprachförderung, Sachliteratur zur Brauchtumspflege, Sprachkurse sowie biografische Romane. Initiiert worden ist das Projekt von der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft Masica Serbska und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Die Medien stehen künftig allen Kunden der Stadtbibliothek zum Ausleihen zur Verfügung, betonte die Leiterin der Einrichtung Doreen Sawall. Insgesamt erhalten 16 kommunale Bibliotheken im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden diese Medienpakete. Hinweis: Aufgrund technischer Probleme können gegenwärtig leider keine Fotos angezeigt werden. Wir bitten um Verständnis.Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek,…

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