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Neuer Trainer bei Grün-Gold

Görlitz. Die grün-goldenen Tänzer aus Görlitz haben einen neuen Trainer. Das Turnier im Wichernhaus fällt dieses Jahr aus.

Die vergangenen Monate waren für den Tanzclub Grün-Gold nicht einfach. Corona-bedingt fielen für die Görlitzer nicht nur die Turniere weg, auch trainieren konnte man zeitweise nicht. Selbst Tanzpaare, die zusammenleben, durften zeitweise nicht zum Üben ins Sportzentrum Flora. „Wir haben uns dann so beholfen, dass wir im Freien trainiert haben“, erzählt Olaf Schmidt vom TC.

Und dann verließ auch noch Trainerin Jenny Rodríguez Pérez, vor ihrer Hochzeit im Juli noch Jenny Müller, den Club. Sie hatte vor einiger Zeit gemeinsam mit ihrem Mann eine Tanzschule in Riesa übernommen, wohnt inzwischen in Meißen. Die Fahrten bis nach Görlitz wurden ihr letztlich zu viel. Bis in den August kam die Trainerin noch in die Neißestadt, währenddessen suchte der Verein nach einem Nachfolger. „In Deutschland sind wir dabei nicht fündig geworden“, erzählt Olaf Schmidt. In Tschechien hatte man mehr Glück. Marek Bures aus Liberec ist der neue Trainer. Und der ist in der Tanzszene kein unbekannter. Die World Dance Sport Federation führt ihn seit 2004 als aktiven Tänzer und listet zahlreiche Turniere auf, die er auf dem ersten Platz abschloss. „Bei den lateinamerikanischen Tänzen gehörte er mit seiner ehemaligen Tanzpartnerin Anastasiia Iermolenko zu den 20 besten der Welt“, sagt Olaf Schmidt. Auch Anastasiia Iermolenko wird in Zukunft einmal im Monat nach Görlitz kommen und die Tanzpaare der Grün-Goldenen trainieren.

Beim Training hat sich neben den neuen Trainern noch mehr verändert. Dienstags gibt es jetzt wieder ein Training für Jugendliche (12 bis 19) in Latein. Und das Training am Montag für Erwachsene übernimmt Ronny Jeschke. Auf der Suche nach neuen Tänzern ist der Verein immer und zwar in allen Bereichen, egal ob Anfänger oder Profi.

Kein Turnier im Wichernhaus

Anfang September konnten die Görlitzer Tänzer dann nach langer Zeit wieder an einem Turnier teilnehmen. Bei den Landesmeisterschaften in Limbach-Oberfrohna holte der Verein zwei Titel.  Das verdanken die Tanzpaare auch dem neuen Trainer. „Marek ist vor dem Turnier vor allem auch auf mentale Dinge eingegangen, die bei so einem Wettbewerb wichtig sind. Ich denke, das hat geholfen“, sagt Olaf Schmidt.

Vor den Landesmeisterschaften waren viele Turniere ausgefallen. „Durch die Auflagen sind Turniere für einzelne Vereine kaum durchführbar“, erklärt Schmidt. Der Landesverband hat da mehr Möglichkeiten. Und so wird es auch das Tanzturnier im Wichernhaus in Görlitz 2020 nicht geben. Der Verein kann es finanziell schlicht nicht stemmen. Durch die Coronaverordnung wäre die Zuschauerzahl begrenzt, im Vergleich zu den Vorjahren wäre maximal die Hälfte der Zuschauer zugelassen. „Das Turnier ist für uns jedes Jahr ein Minusgeschäft“, verrät Schmidt. Mit nur der Hälfte der Zuschauer würde es ein zu großes Loch reißen.

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