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Neues Forschungstechnikum in Zittau eröffnet

Zittau. Zittau hat einen neuen Forschungsstandort. Ende August wurde die LaNDER3-Halle als neues interdisziplinäres Forschungstechnikum an der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG)

In der Partnerschaft LaNDER³ (Lausitzer Naturfaserverbundwerkstoffe: Dezentrale Energie, Rohstoffe, Ressourcen, Recycling) arbeiten Wissenschaftler der Hochschule seit 2017 gemeinsam mit mehr als 20 überwiegend regionalen Partnerunternehmen sowie acht wissenschaftlichen Partnern an Lösungen zur ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Verarbeitung und Wiederverwertung von naturfaserverstärkten Kunststoffen (NFK). Die Projektpartner wollen effiziente Technologien entwickeln und neue Anwendungsbereiche für diese nachhaltigen und leichtbaugerechten Werkstoffe erschließen. Damit soll ein wichtiger Beitrag zur Klimaschonung und Einsparung wertvoller Ressourcen geleistet werden.

Um die erforderliche Maschinen- und Anlagentechnik, die für die Herstellung, Verarbeitung und Analyse von NFK-Bauteilen erforderlich ist, aufzubauen und miteinander zu koppeln, haben sich die LaNDER3-Partner für den Bau eines spezialisierten Forschungstechnikums stark gemacht. Der Freistaat steuerten 1,5 Mio. Euro bei. Der Bau dauerte anderthalb Jahre.

 In dem neuen Partnerschaftslabor sind Personal und Technik aus den unterschiedlichen Teilprojekten von LaNDER³ untergebracht. Die LaNDER³-Halle bringt dabei anwendungsorientierte Forschung und wirtschaftliche Interessen an einem Ort zusammen. Auf engstem Raum lässt sich die gesamte Prozesskette von NFK abbilden und erforschen, angefangen von der Fasergewinnung sowie der Faseraufbereitung und -funktionalisierung über die energieeffiziente Herstellung von NFK-Bauteilen bis hin zum Recycling und zur Wiederverwendung.

Das Interesse regionaler Unternehmen an einer Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz im Bereich der naturfaserverstärkten Kunststoffe ist groß. Das zeigt nicht nur die große finanzielle Unterstützung vieler Unternehmen, sondern auch die Bereitstellung von Anlagen- und Maschinentechnik zum Gelingen der Projektziele in LaNDER³. Auch diese Maschinen werden im neuen Technikum ihre Heimat finden. Eine davon ist beispielsweise eine Sortiermaschine der RTT Steinert GmbH aus Zittau zur Erforschung von Recyclingprozessen für NFK-Bauteile.

 

Zum LaNDER3-Projekt

2016 konnte sich die Hochschule Zittau/Görlitz mit ihrem Projektantrag als eine von zehn Ausgewählten von 80 Bewerbern durchsetzen und erhielt mehr als fünf Millionen Euro aus der Fördermaßnahme „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region“ (FH-Impuls) durch das BMBF. Des Weiteren unterstützen vorrangig regionale Unternehmen das Projekt mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 980000 Euro.

Das Besondere an LaNDER³ ist, dass der Bund das Projekt bis zu acht Jahre lang fördern kann. Oft hat man nur zwei oder drei Jahre. In so kurzer Zeit ist es schwierig, ein marktreifes Produkt herzustellen. In acht Jahren ist es jedoch realistisch, innovative Produkte zu entwickeln und die Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Zurzeit befindet sich das Projekt in der vierjährigen Aufbauphase. Danach kann und wird sich die Hochschule noch einmal um eine vierjährige Förderung bewerben.

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Standortwechsel am Klinikum Niederlausitz

Lauchhammer. Seit 3. August, finden im Klinikum Niederlausitz geplante Operationen an der Wirbelsäule am Krankenhausstandort Lauchhammer und nicht mehr wie bisher in Senftenberg statt. Neurotraumatologische Patienten zum Beispiel mit Schädel-Hirn-Traumen, Hirninfarkten oder spontanen Hirnblutungen werden von den Experten der Klinik für Neurotraumatologie und Wirbelsäulenchirurgie auch weiterhin kompetent am Standort Senftenberg versorgt. Am Standort Lauchammer stehen den Wirbelsäulenspezialisten für geplante Eingriffe wie mikrochirurgische Operationen bei Bandscheibenvorfall, Versteifungsoperationen bei degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule oder Eingriffe an der Halswirbelsäule nun mehr OP-Kapazitäten als bislang zur Verfügung. Das vereinfacht die Planung für Patienten und ihre behandelnden niedergelassene Ärzte. Mit den Medizinern wechselt auch das Pflegepersonal der Klinik den Standort. Das eingespielte Team setzt so seine Arbeit reibungslos in Lauchhammer fort. »Unsere Patienten finden mit Station 15 in Lauchhammer einen Bereich vor, in dem sie in angenehmer, ruhiger Atmosphäre genesen können«, freut sich Dr. Dietmar Salger, Chefarzt der Klinik, auf das Wirken in Lauchhammer. Die Klinik für Neurotraumatologie und Wirbelsäulenchirurgie des Klinikums Niederlausitz ist eins von zwei anerkannten Wirbelsäulenspezialzentren der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) in Brandenburg. Pro Jahr werden hier rund 500 Operationen durchgeführt. Der Fachbereich bleibt auch in Lauchhammer erreichbar unter der Telefonnummer 03573/ 751601. Die OP- und Indikationssprechstunde Wirbelsäulenchirurgie von Dr. Lutz Gräser, Departmentleiter Wirbelsäulenchirurgie und Leitender Oberarzt der Klinik für Neurotraumatologie und Wirbelsäulenchirurgie des Klinikums Niederlausitz, wird auch weiterhin mittwochs von 8:00 - 16:00 Uhr sowie nach Vereinbarung im Krankenhaus in Senftenberg angeboten (nach vorheriger Anmeldung unter 03573 75 1601). Chefarzt Dr. Dietmar Salger bleibt neben seiner Tätigkeit in der Klinik in Lauchhammer ambulant in der Praxis für Neurochirurgie des Gesundheitszentrums Niederlausitz in Senftenberg, Bahnhofstr. 53, tätig. Die Sprechzeiten sind montags 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr. Anmeldung unter Tel. 03573/ 3653722.Seit 3. August, finden im Klinikum Niederlausitz geplante Operationen an der Wirbelsäule am Krankenhausstandort Lauchhammer und nicht mehr wie bisher in Senftenberg statt. Neurotraumatologische Patienten zum Beispiel mit Schädel-Hirn-Traumen,…

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