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Stadt verbietet „Kampf der Nibelungen“

Die Stadt Ostritz hat die für den 12. Oktober angemeldete Veranstaltung „Kampf der Nibelungen“ verboten. Einen entsprechenden Bescheid habe der Anmelder der Veranstaltung bereits erhalten. Das teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Das Verbot schließt auch mögliche Ersatzveranstaltungen mit ein. Da dem Veranstalter zur Überprüfung dieser Entscheidung grundsätzlich der Rechtsweg offensteht, bereitet sich die Polizeidirektion Görlitz weiterhin auf einen Einsatz am 12. Oktober in Ostritz vor.

Der Kampf der Nibelungen ist eine Kampfsportveranstaltung der rechten Szene, die seit längerem durch Deutschland tourt und auch schon in Ostritz Station gemacht hat. Mit welcher Begründung die Veranstaltung jetzt verboten wurde, teilte die Stadtverwaltung nicht mit. Anders als bei Versammlungen, die durch die Versammlungsfreiheit vom Grundgesetz geschützt sind und nicht ohne weiteres eingeschränkt werden dürfen, obliegt es bei Veranstaltungen der zuständigen Kommune über ein eventuelles Verbot zu entscheiden. Dies kann beispielsweise ausgesprochen werden, wenn eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung gesehen wird.

Das Bundesinnenministerium stuft den Kampf der Nibelungen als rechtsextremistisch ein. In der Antwort auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Konstantin Kuhle heißt es: Beim „Kampf der Nibelungen“ handelt es sich um die größte europäische organisationsübergreifende Kampfsportveranstaltung der rechtsextremistischen Szene. Auch das für den 12. Oktober 2019 im ostsächsischen Ostritz angekündigte Kampfsportturnier „Kampf der Nibelungen“ wird von der Bundesregierung als rechtsextremistische Veranstaltung bewertet.

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Neuartiger Asphalt für Bahn-Unterführung

Cottbus. Eine längere Lebensdauer der Fahrbahn und damit einhergehende eingesparte Reparaturkosten erhofft sich die Stadt Cottbus von einem neuartigen Asphalt an der Nordrampe der Sandower Unterführung. Dieser wasserdurchlässige Asphalt - auch Drainasphalt genannt - soll das Wasser effizienter abfließen lassen. »Es ist ein offenporiger Asphalt mit vielen kleinen Hohlräume. Die ergeben sich durch einen hohen Anteil grober Gesteinskörnung«, erklärt Joachim Kollakowski, Teamleiter Brücken in der Stadtverwaltung. »Probleme verursacht hier am Trog vor allem das Grundwasser. Es drückt durch die Fugen.« Hydrologische Untersuchungen aus dem Jahr 1969 würden laut Kollakowski auf eine alte Wasserader in diesem Gebiet verweisen. »Der Bau aus dem Jahr 1979 ist damals nicht optimal abgedichtet worden. Mit dem neuen Asphalt hoffen wir, dass wir das jetzt für die kommenden zehn bis 15 Jahre in den Griff bekommen.« Wie Kollakowski informiert, soll neben dem neuartigen Asphalt auch eine Kastenrinne am Straßenrand zusätzlich den Wasserablauf erleichtern. »Sie leitet das Wasser nach unten, damit es dann in die Spree gepumpt werden kann. Die Technik dafür läuft seit 1979 gut. Sie wird ständig gewartet«, erklärt Kollakowski. Wie er berichtet, investiert die Stadt Cottbus 180 000 Euro in die aktuelle Maßnahme, die mit dem Abtragen der alten Asphaltschicht Anfang August begonnen hatte. In Zukunft komme man jedoch um ein neues Bauwerk nicht herum. »Es wird seit Jahren beobachtet. Dabei wurde festgestellt, dass das Bauwerk jährlich ein Millimeter nach oben wächst und die Flügel nach außen gedrückt werden. Die Standsicherheit ist jedoch nicht gefährdet«, sagt Joachim Kollakowski und fügt an, dass ein Neubau des Trogbauwerkes auf rund 50 Millionen Euro geschätz wird.Eine längere Lebensdauer der Fahrbahn und damit einhergehende eingesparte Reparaturkosten erhofft sich die Stadt Cottbus von einem neuartigen Asphalt an der Nordrampe der Sandower Unterführung. Dieser wasserdurchlässige Asphalt - auch Drainasphalt…

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