Thomas Fiedler

Stars vor und hinter der Kamera

Löbau. Deutsche und polnische Schüler drehen erfolgreich Filme

Die Abschlussveranstaltung des "grenzüberschreitenden Schülerfestivals der Filmetüden" war zugleich auch der Höhepunkt des Projektes.

Da herrschte schon ein bisschen Hollywood-Stimmung in Löbau. "Jeweils 15 deutsche und polnische Schüler aus der Pestalozzi-Schule und dem 2. Gymnasium Boleslawiec drehten fünf kurze Filme". erzählt Hartmut Herwig, Teamkoordinator des MPZ Löbau, "dafür gab es vier Projekttage. Dabei wurde ein Tag für die Idee und das Drehbuch, ein Tag für die Handhabung der Technik, ein Tag für die Dreharbeiten und einer zur Fertigstellung der Filme benötigt."

Die meisten Schüler standen das erste Mal vor oder hinter der Kamera. "Eines der Hauptprobleme war die Sprache", erzählt Hartmut Herwig, "die polnischen Schüler lernen Deutsch in der Schule, aber erst ein oder zwei Jahre. An der deutschen Schule wird kein Polnisch gelehrt. Jugendliche sind aber sehr kreativ. Vom Wörterbuch bis zum Übersetzungsprogramm wurde alles genutzt. Und wenn es gar nicht mehr ging, dann übersetzte die polnische Deutschlehrerin." Technisch betreut wurde das Projekt vom Medienpädagogischen Zentrum Löbau.

Es sind keine Filme für das Filmfestival in Cannes entstanden. Trotzdem waren alle Zuschauer überrascht und begeistert, was in dieser kurzen Zeit geschaffen wurde: Filme zu den Themen Liebe in Polen und Deutschland, was passiert bei einem Handyklau an der Schule in Löbau und in Boleslawiec oder über ein gemeinsam gespieltes Musikstück. Die Themen waren bunt gemixt. Zum Tag der offenen Tür am 31. August kann man die Filme anschauen.

Foto: Herwig

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