Görlitz bekommt ein Autokino

Görlitz. In Zeiten des stillstehenden kulturellen Lebens sorgte diese Nachricht für große Freude: Görlitz bekommt ein Autokino. So war es auf Facebook zu lesen. Am 30. April starten die Vorführungen. Auf dem Gelände am Gewerbering in Königshufen flimmern Donnerstag bis Sonntag Filme über die große Leinwand. Samstag und Sonntag gibt es außerdem eine Familien-Vorstellung mit beliebten Kinderfilmen. Am ersten Autokino-Wochenende stehen unter anderem Pulp Fiction, Go Trabi Go und Dirty Dancing auf dem Programm. Für die Kinder gibt’s Monster AG und Die Eiskönigin 2. Geplant ist der Kinobetrieb zunächst bis 1. Juni immer von Donnerstag bis Sonntag. Veranstaltet wird das Autokino von der Gastrobande aus Niesky, die sonst eher im Party- denn im Filmgeschäft unterwegs ist und unter anderem den Faceclub in Weigersdorf und das City Center in Löbau betreibt. Auf dem Gelände, auf dem sonst das Fahrsicherheitstraining der Car-Pro-Akademie stattfindet, ist Platz für 170 Fahrzeuge Die Tickets, die es nur Online gibt (hier geht's zum Ticketshop), werden durch die geschlossene Scheibe gescannt, um in Corona-Zeiten das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Die Tickets gelten für zwei Personen. Mehr sind im Auto auch nicht erlaubt, mit einer Ausnahme. Im Shop können Kindertickets dazugebucht werden. Die gelten für Kinder bis 14 Jahren, die aus dem gleichen Haushalt sind. Der Ton kommt per UKW-Frequenz über das Autoradio zu den Zuschauern. „Wir haben dazu extra eine UKW-Lizenz beantragt“, erzählt Toni Heide, Geschäftsführer der Gastrobande. Zum Kinobesuch gehören natürlich auch Snacks. Auch hier hat sich der Veranstalter etwas einfallen lassen. Über die Ticketwebsite können Snackboxen (gibt es in den Varianten Popcorn und Nacho) gekauft werden. Die werden dann bei der Einfahrt ins Areal an die Besucher ausgegeben. Hier geht's zum Programm fürs erste Autokino-Wochenende. In Zeiten des stillstehenden kulturellen Lebens sorgte diese Nachricht für große Freude: Görlitz bekommt ein Autokino. So war es auf Facebook zu lesen. Am 30. April starten die Vorführungen. Auf dem Gelände am Gewerbering in Königshufen flimmern…

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Görlitzer Rewe-Markt liefert jetzt

Görlitz. In Görlitz und im Umland kommt Rewe jetzt bis zur Haustür. Benjamin Geschwill, Geschäftsführer des Rewe-Markts auf der Reichenbacher Straße, hat einen Lieferservice gestartet. Kunden können sich für den Service freischalten lassen, dabei wird geprüft, ob an die Adresse des Kunden geliefert wird. Die Anmeldung muss schriftlich geschehen, das geht beispielsweise online oder per Fax. »Die Kunden können aber auch einen Zettel mit ihren Daten einem Nachbarn mitgeben«, sagt Benjamin Geschwill. Wichtig ist immer die Angabe einer Telefonnummer, damit der Markt die Kunden bei Fragen erreichen kann. Auch die Bestellung funktioniert dann am einfachsten über die Website des Marktes, kann aber auch auf anderem Wege erfolgen. Wichtig auch hier: Die Bestellung muss schriftlich vorliegen. Dass der Lieferservice, für den extra ein Fahrer eingestellt wurde, jetzt schon startet, hat mit der Corona-Pandemie zu tun. »Wir wollten sowieso einen Abhol- und Lieferservice ins Leben rufen«, erzählt der Geschäftsführer. Weil für den Abholservice aber ein kleiner Umbau nötig ist, sollte das alles frühestens im dritten Quartal geschehen. »Da jetzt aber so viele Anfragen kamen, haben wir den Lieferservice vorgezogen.« Geleifert wird dienstags bis freitags von 8 bis 20 Uhr. Praktisch: Gesammeltes Pfandgut kann bei der Lieferung ebenfalls abgegeben werden. In Görlitz und im Umland kommt Rewe jetzt bis zur Haustür. Benjamin Geschwill, Geschäftsführer des Rewe-Markts auf der Reichenbacher Straße, hat einen Lieferservice gestartet. Kunden können sich für den Service freischalten lassen, dabei wird…

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Weißwasser: Keine Hexe, kein Feuer, keine Sammlung

Weißwasser. Weißwasser stellt in diesem Jahr keinen Platz für die Ablage von Grünschnitt und Holzresten zur Verfügung, der in Nicht-Corona-Zeiten traditionell bei Hexenfeuern mit entsprechenden Begleitprogrammen verbrannt wird. Somit wird es kein Hexenfeuer geben, welches ohnehin durch die Allgemeinverfügung und nachgeordnete Richtlinien untersagt ist. Die Rücksprache mit anderen Kommunen hat ergeben, dass einige Städte und Gemeinden dennoch den Grünschnitt von Bürgern wie in den Vorjahren kostenlos sammeln und dann kontrolliert durch die Feuerwehr verbrennen. Nach Abwägung aller Interessen und Beratungen mit Feuerwehr, Polizei, Infektionsschutzbehörde usw. wird Weißwasser diesen Weg nicht gehen. Die Gründe: 1. ist die Feuerwehr Weißwasser mit hauptamtlichen Kräften eine besonders wichtige Wehr im Norden des Landkreises - und darf keinem (vermeidbaren) Risiko eines Ausfalls von Trupps ausgesetzt werden. Deshalb wurden zu Beginn der Corona-Pandemie die Einheiten zeitlich und räumlich getrennt, um eine Dienstbereitschaft auch dann sicherzustellen, wenn eine Einheit durch eine Infektion und die Quarantäne ausfällt (24h/7Tage). Zudem wurde festgelegt, dass die Wehr nur noch für Einsätze ausrückt, es also keine Ausbildung oder Übungen gibt, um die Kameraden nicht unnötig einem Risiko auszusetzen. Es wird also kein kontrolliertes Abbrennen durch die Kameraden geben. 2. würde ein Grünschnitthaufen auch bei einem kontrollierten Abbrennen am Tage ggf. Menschen anlocken, was zumindest die Option beinhaltet, dass sich dadurch Menschen entgegen der Kontaktbeschränkung verhalten. Das ist nicht im Sinne der Stadt. 3. Ist die Waldbrandgefahr im Norden des Landkreises mit 4-5 extrem hoch, weshalb die Stadt nicht unnötig ein Feuer genehmigen wird. "Ein Abbrennen nach den Feiertagen haben wir verworfen, weil die Gefahr zu hoch ist, dass der Holzhaufen sich entzündet, oder angezündet wird", teilt Sprecher Wulf Stibenz mit.  4. Die Rücksprache mit dem Entsorger hat gezeigt, dass die Kosten der Entsorgung von Grünabfall, welches sonst auf dem Hexenfeuer gelandet wäre, eine sehr kleine Summe für die Einzelperson darstellt (zumeist zwischen 1,50 und 4,50 Euro).  Die Stadt bittet jene Einwohnerinnen und Einwohner um Verständnis, welche ihren Grünschnitt gerne an einem zentralen Ort kostenfrei abgegeben hätten.Weißwasser stellt in diesem Jahr keinen Platz für die Ablage von Grünschnitt und Holzresten zur Verfügung, der in Nicht-Corona-Zeiten traditionell bei Hexenfeuern mit entsprechenden Begleitprogrammen verbrannt wird. Somit wird es kein Hexenfeuer…

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CASUS gegen Covid-19

Görlitz. Das jüngst in Görlitz gegründete deutsch-polnische Zentrum für datenintensive Systemforschung CASUS stellt dem Projekt Folding@home freie Rechenkapazitäten zur Verfügung, mit deren Hilfe komplexe Proteinstrukturen simuliert und somit entschlüsselt werden können. Für die Entwicklung einer erfolgreichen Antikörpertherapie, die eine Infektion der Atemwege durch das Corona-Virus verhindern könnte, ist das von entscheidender Bedeutung. Wissenschaftler des Projekts Folding@home, das an der Stanford University in Kalifornien angesiedelt ist, haben kürzlich dazu aufgerufen, ihnen ungenutzte Rechenleistung bereitzustellen. Der Download der Folding-Software ermöglicht es dem internationalen Forscherteam, freie Computerkapazitäten im Hintergrund für Berechnungen und Simulationen zugunsten der Gesundheitsforschung zu verwenden. Während die Gruppe üblicherweise nach Heilmitteln gegen Alzheimer, Krebs und Parkinson sucht, steht derzeit die Entschlüsselung des Proteinfaltungsmechanismus zur Bekämpfung des SARS-CoV-2-Virus an erster Stelle. Jede einzelne Simulation ist dabei wie ein Lottoschein: Je mehr Spielscheine man hat, das heißt je mehr Simulationen durchgespielt werden können, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, den Jackpot zu knacken. Gemeinsam mit der Helmholtz-Plattform HIFIS (Helmholtz Federated IT Services) und der Zentralabteilung für Informationsdienste und Computing des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) stellen die Wissenschaftler von CASUS (steht für:Center for Advanced Systems Understanding)  freie Ressourcen des HZDR-Hochleistungsrechners „Hemera“ und ihres Hochleistungsrechners, der mit 100 Grafikkarten und einer Gesamtleistung von 1 PetaFLOP/s ausgestattet ist, zur Verfügung. FLOP/s steht für Floating Point Operations Per Second und bezeichnet die Anzahl von Gleitkommazahl-Operationen, die als Maß für die Rechenkraft von Computern und Prozessoren verwendet wird. „Das Folding-Projekt ist mit rund 500 PFLOPS mittlerweile leistungsstärker als alle Supercomputer der Welt zusammen und die Unterstützer werden täglich mehr. Wir freuen uns, in dieser uns möglichen Form einen Beitrag zur Covid-19-Forschung leisten zu können“, erzählt Dr. Michael Bussmann, Gründungsbeauftragter von CASUS. Der Sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow ergänzt: „Mit der Beteiligung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf und des CASUS am internationalen Folding-Projekt leisten wir aus Sachsen heraus einen weiteren wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Corona-Virus. Dafür danke ich allen Partnern sehr herzlich.“ Auch mit seinem privaten Rechner kann man das Projekt unterstützen. Das etwa 30 MB große, kostenlose Programm gibt es für Windows, MacOS und verschiedene Linux-Sys­teme. Wenn das Programm läuft, kann in drei Stufen eingestellt werden, wie sehr es den eigenen Rechner bean­spruchen soll. Wenn also beispielsweise der Lüfter die ganze Zeit brüllt, weil man nebenher normal am PC arbeitet, kann man einfach eine Stufe runter­regeln.Das jüngst in Görlitz gegründete deutsch-polnische Zentrum für datenintensive Systemforschung CASUS stellt dem Projekt Folding@home freie Rechenkapazitäten zur Verfügung, mit deren Hilfe komplexe Proteinstrukturen simuliert und somit entschlüsselt…

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