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Beim Volkshaus ist Geduld gefragt

Weißwasser. Nach dem Brand im Volkshaus hat die Polizei inzwischen Tatverdächtige ermittelt. Die Filiale der Volksbank Spree-Neiße öffnet kommende Woche wieder. Die nötigen Gutachten brauchen Zeit.

Nach dem Brand des Volkshauses gibt es viel zu klären. Allerdings laufen die Ermittlungen der Polizei, Brandermittler und Gutachter noch. Es gibt momentan weder fertige Gutachten, eine exakte Schadenssumme noch einen festen Arbeitsplan. »Hier ist, auch wenn es schwerfällt, Geduld gefragt. Denn nur mit sicheren Daten, der polizeilichen Überführung der Tatverdächtigen und intensiven Recherchen und Abfragen zu Fördermöglichkeiten und Fördermittelkombinationen können große und weitreichende Entscheidungen getroffen werden«, sagte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch bei einer Sondersitzung des Stadtrates zum Thema, die am Dienstag per Onlinekonferenz stattfand. Die sollte eigentlich auch online gestreamt werden. Allerdings gaben die Server nach wenigen Minuten den Geist auf. Die Stadt will aber die Aufzeichnung online veröffentlichen.

Was den Zeitplan angeht, so geht die Stadtverwaltung davon aus, im Juni das komplette Gutachten zur Einschätzung der Brandschäden zu erhalten. Ein Sicherungskonzept soll das beauftragte Büro bereits im Mai liefern. Für Juli und August ist die Beräumung des Brandschutts und die Gebäudesicherung geplant. Mit dem Gutachten der Gebäudeversicherung und damit mit genauen Aussagen zur Schadenssumme rechnet man im Herbst. Für die Stadtratssitzung im Juni wird eine Auflistung möglicher Förderinstrumente erstellt und ein Vorschlag zur Durchführung eines bürgerbeteiligten Verfahrens zur Erstellung eines Nutzungskonzepts für das Volkshaus gemacht.

Drei Tatverdächtige ermittelt

Die Polizei hat inzwischen drei Tatverdächtige ermittelt. Es handelt sich um zwei Jugendliche und einen Heranwachsenden. „Nach bisherigem Ermittlungsstand zündeten die Tatverdächtigen in den Räumen des Kulturhauses vorgefundene Stühle und Planen an. Wie die Personen in das Innere gelangten, bedarf noch weiterer Auswertungen von Spuren und ist noch Gegenstand der Ermittlungen“, teilte die Polizei vergangene Woche mit. Durch die Ermittlungen rund um das Brandgeschehen konnten weitere Straftaten aufgeklärt werden, unter anderem mehrere Sachverhalte von Sachbeschädigungen und Vandalismus im Pückler-Park in Bad Muskau. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um mehrere Personen zwischen 11 und 15 Jahren, die jedoch nicht die Tatverdächtigen der Brandstiftung sind.

Spendenkonto eingerichtet

Wie es mit dem Gebäude auf lange Sicht weitergeht, darüber wird zu reden sein. Es braucht einen Betreiber, der ein tragfähiges Konzept mitbringt. Doch den zu finden gelang in den vergangenen Jahren weder der Stadt noch verschiedenen Volkshausinitiativen. Und vor einer möglichen Betreibung stehen Aufbau uns Sanierung, für die es Finanzierungsmöglichkeiten zu finden gilt. Die Stadt hat inzwischen ein Spendenkonto bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien eingerichtet. Wer spenden möchte, kann das unter IBAN: DE93 8505 0100 0232 0875 20, Verwendungszweck: Spendenkonto Volkshaus Weißwasser tun.

Bankfiliale öffnet wieder

Die Filiale der Volksbank Spree-Neiße war nach dem Brand geschlossen worden. Sie wird den Kunden aber bald wieder zur Verfügung stehen. „Unsere Geschäftsstelle in Weißwasser öffnet ihre Türen ohne Einschränkungen am Montag, den 17. Mai 2021“, teilt Pressesprecherin Viola Müller mit. Der Kundenverkehr könne dann wie gewohnt durchgeführt werden. Alle SB-Geräte stehen ab dem Tag wieder zur Verfügung und Beratungen finden nach vorheriger Terminvereinbarung statt.

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Kommentar von Joachim Piezuch
Warum wieder aufbauen? Es wird nie ein Nutzungskonzept geben. Seit 20 Jahren hat das Volkshaus vor-sich- hin- gegammelt, jetzt ist das Geschrei groß. Wie immer, wenn das Kind erst mal in den Brunnen gefallen ist. Die sollen mal aufpassen, das nicht als nächstes die Glasfachschule dran ist, die vergammelt doch auch so.

Meißen putzt sich raus

Meißen. Zum Sommerstart will die Stadt Meißen ihren alljährlichen Putztag nachholen, der im Frühjahr aufgrund der Schutzauflagen ausfallen musste. "Jeder putzt vor seiner Tür" heißt es diesmal. Wie wäre es also mit einer Putzaktion in der Kita, auf dem liebsten Wanderpfad, in der Kleingartenanlage auf dem Vereinsgelände, auf dem Kickerplatz oder einfach in der Nachbarschaft? Jeder und Jede kann mithelfen! Natürlich darf auch ein anderer Termin rund um den 19. Juni gewählt werden Trotz des Mottos werden alle Helfer natürlich mit den notwendigen Utensilien versorgt. Dafür sind folgende Treffpunkte vorgesehen:  9 Uhr Spielplatz an der Hohen Eifer9 Uhr Elbeparkplatz unterhalb der BeachBar9 Uhr Poststufen (Gang neben der Post9 Uhr Winterhafen (Elberadweg unterhalb der Elbtalbrücke) Dort werden Müllsäcke und Handschuhe an die Helfer verteilt. Die vollen Müllsäcke sollten nach Möglichkeit anschließend wieder an den Sammelstellen abgegeben werden. Sollten auf einer Tour bereits volle Säcke anfallen, die nicht bis zum Sammelpunkt getragen werden können, ist es auch möglich, den Bauhof unter: 0174/3300940 um Abholung zu bitten. Eine Verpflegung kann dieses Jahr auf Grund der aktuellen Situation nicht erfolgen. Dafür werden unter allen Teilnehmern wieder Meißen Gutscheine verlost. Dazu einfach ein „Beweisfoto“ von der Putzaktion mit Namen und Adresse an presse@stadt-meissen.de senden. Die Gewinner werden per Post informiert. Mit Zustimmung der Teilnehmer erscheint außerdem ein Bild von der Putzaktionen als Collage im Meißner Amtsblatt und auf den Internetplattformen der Stadt. (pm/Stadt Meißen)Zum Sommerstart will die Stadt Meißen ihren alljährlichen Putztag nachholen, der im Frühjahr aufgrund der Schutzauflagen ausfallen musste. "Jeder putzt vor seiner Tür" heißt es diesmal. Wie wäre es also mit einer Putzaktion in der Kita, auf dem…

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