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Der Anspruch ist gestiegen

Weißwasser. Bevor die Lausitzer Füchse heute zum ersten Saisonspiel antreten, standen die Verantwortlichen am Mittwoch, 11. September, der Presse Rede und Antwort. Gesprochen wurde unter anderem über die Saisonziele, den Stand der Mannschaft nach der Vorbereitung und die Torwartfrage.

Stürmer Clarke Breitkreuz über die Saisonziele: »Zum Start der Saison hat man ein Ziel im Kopf und das sollte sein, zu gewinnen. Ich glaube, Dirk und Corey haben einen guten Mix an Spielern zusammengestellt, deswegen muss das Ziel sein, Meister zu werden.«

Geschäftsführer Dirk Rohrbach schränkte hier ein bisschen ein: »Nach der vergangenen Saison ist der Anspruch natürlich gestiegen und natürlich wollen wir erfolgshungrige Spieler und Trainer. Insofern werde ich die Euphorie bei den Spielern nicht bremsen. Die Mannschaft ist in der Lage, um die Playoffs mitzuspielen. Sind die erreicht, kann alles passieren.«

Trainer Corey Neilson zum Stand der Mannschaft: »Wir sind wesentlich weiter als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Vergangenes Jahr mussten alle Spieler neu lernen, was Chris und ich wollen. Jetzt gibt es einen Kern an Spielern, die unser System schon kennen und die Neuen können ihnen folgen.«

Verteidiger Oliver Granz über die Abstimmung in der Defensive und sein persönliches Saisonziel: »Am Anfang einer Saison ist es immer schwer. Man muss wieder reinfinden und das System lernen.  Aber ich denke, wir haben das bisher gut gemacht. Mein persönliches Ziel für die Saison: ich will einen Stammplatz.«

Trainer Corey Neilson auf die Frage, wer Stammtorhüter wird: »Wir hatten vergangene Saison viele Goalies zwischen den Pfosten. Manchmal waren sie gut, andere Male schlecht. Dann haben wir offensiv und defensiv gut gespielt und trotzdem Tore bekommen. In die neue Saison wird Mac Carruth als Nummer eins gehen. Ich bin froh, dass wir gute Backups haben.«

Geschäftsführer Dirk Rohrbach über die vielen Neuen im Kader: »Im Eishockey ist es normal, dass sich im Sommer viel tut. Grundsätzlich sehe ich die Liga stärker als im vergangenen Jahr.«

Trainer Corey Neilson zur Kapitänsfrage: »Kapitän ist Clarke Breitkreuz, Assistenzkapitäne Oliver Granz und Ondrej Pozivil. Man versucht dafür immer Spieler zu finden, die mit der Idee spielen, die du auch als Trainer sehen willst.«

Geschäftsführer Dirk Rohrbach zur Verzahnung mit der DEL: »Ab 2020/21 soll ein Aufstieg möglich sein. Allerdings nur, wenn der Verein die Auflagen der DEL erfüllt. Nach meinem Kenntnisstand gilt das aktuell nur für fünf Standorte. Die Clubs, die infrage kommen, werden vermutlich aufrüsten.«

Mehr Infos unter: https://www.lausitzer-fuechse.de/

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Night of Light

Pirna. Irgendwie sah Pirnas Skyline in der Nacht zum Mittwoch anders aus als sonst. Ein Gebäude stach beim Blick auf das Panorama der Altstadt unweigerlich ins Auge: die Stadtkirche St. Marien. Plötzlich war Rot die vorherrschende Farbe am Kirchplatz. Zwei Gymnasiasten hatten das Gotteshaus für mehrere Stunden bis zum frühen Morgen unübersehbar in dieses Licht getaucht. Mit der Aktion „Alarmstufe Rot“ wiesen diesmal ein 17- und ein 19-Jähriger auf die Not und auf die wirtschaftlich angespannte, schwierige Situation der stark eingeschränkten Veranstaltungsbranche in der Corona-Krise hin. Ihr Appell richte sich einmal mehr an Verantwortungsträger: Auch wenn derzeit Corona-Maßnahmen gelockert werden, sei dieser Wirtschaftszweig – in Deutschland der sechstgrößte - am längsten von den Auswirkungen der Krise betroffen. Nicht wenigen fehle eine Perspektive, zumal sie große Teile ihres Umsatzes eingebüßt hätten. In der Elbestadt waren Jonas Hellmuth (19) aus Dohma und Florentin Aehnelt (17) aus Pirna diesmal die einzigen Akteure, die sich an der weiteren bundesweiten "Night of Light“ beteiligten. Zum zweiten Mal in der Corona-Krise hatten Initiatoren überregional dazu aufgerufen, Bauwerke in Deutschland und Europa nachts von 22:00 bis 01.00 Uhr rot zu beleuchten bzw. anzustrahlen. Die jungen Männer haben sich vor mehr als zwei Jahren zunächst während ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Kirchenbezirk Pirna zusammengetan. Dort begannen sie Veranstaltungen wie Jugendgottesdienste, Rüstzeiten, die Churchnight in Pirna oder das Jugendfest in Eschdorf technisch zu betreuen und „mit unterschiedlichsten Ansprüchen“ für Ton und Licht zu sorgen. Ein Höhepunkt war der Gottesdienst-Livestream zu Heilig Abend im Dezember. Bis heute erweiterten sie ihr Know-how in Sachen Licht- und Tontechnik immer mehr, setzen bei Shows Laser ein und haben ein Bühnenequipment angeschafft. Mittlerweile würden sie auch „außerhalb der Kirche“ angefragt. Nahezu mit Beginn der Corona-Krise gründeten die beiden mit ihrer HebA Event und Lasertechnik im April vergangenen Jahres als Zweierteam ihr eigenes Unternehmen. Mit ihrem Namen als auch mit ihrem Konzept wollen sie sich abheben. (“Heb“ stehe im Schottischen für “nicht“ und das „A“ schon 100mal gemacht.) Auch wenn sie Neulinge in dem Geschäft sind und zunächst noch ihr Abitur ablegen, spüren sie die dramatische für viele noch immer existenzbedrohende Lage. Gern würden sie mehr machen und durchstarten. Wie bei den meisten Veranstaltungstechnikern sei das neu angeschaffte Equipment viel zu lange ungenutzt. Mit zwölf Scheinwerfern und Strahlern setzten sie nun erstmal ein stummes, leuchtendes Zeichen an der Marienkirche.Irgendwie sah Pirnas Skyline in der Nacht zum Mittwoch anders aus als sonst. Ein Gebäude stach beim Blick auf das Panorama der Altstadt unweigerlich ins Auge: die Stadtkirche St. Marien. Plötzlich war Rot die vorherrschende Farbe am Kirchplatz. Zwei…

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