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Über 4.000 Euro Pfand

Weißwasser. Die zweite Pfandbon-Aktion brachte über 4.000 Euro. Die kommen natürlich wieder Kindern zugute.

Marion Eckardt, Jens Kittan und Sebastian Mietsch brauchten einige Zeit, ehe alle Pfandbons eingescannt waren. Die drei Mitarbeiter des Kauflands in Weißwasser hatten die Spendenbox am 21. Januar geleert. Da wussten die Kollegen aus Hoyerswerda und Senftenberg schon, was in ihren Kaufland-Filialen zusammengekommen war.

Wie schon 2018 hatte Kaufland auch im vergangenen Jahr zusammen mit dem Verein Herzenswünsche Oberlausitz eine Spendenaktion gestartet. Über sieben Wochen lang konnten die Kunden der Kaufland-Filialen in Weißwasser, Senftenberg und Hoyerswerda ihren Pfandbon in eine Box werfen und damit dem Verein helfen. Bei der ersten Aktion im Jahr 2018 waren über 900 Euro zusammengekommen. Damals war aber nur die Filiale in Weißwasser dabei. Dass die Spendensumme diesmal höher ausfallen würde, war also klar. Trotzdem hat das Ergebnis alle beteiligten umgehauen. 4.160, 58 Euro waren am Ende in Form vom Pfandbons in den drei Spendenboxen gelandet und kommen jetzt dem Verein zugute. Wobei, so ganz stimmt das nicht. Denn mancher hatte auch einfach Bargeld eingeworfen. „Ein Wahnsinnsergebnis. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. Es freut uns, dass die Menschen uns so ein großes Vertrauen entgegenbringen“, sagt Silko Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins.

14 Herzenswünsche erfüllt

Das Geld wird der Verein einsetzen, um auch in Zukunft schwerkranken Kindern Herzenswünsche zu erfüllen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 14. So durfte beispielsweise die 16-jährige Julia aus Zittau zum Wrestling nach Erfurt, der 13-jährige Gustav durfte mit seiner Mutter die Körperwelten in Berlin besuchen und der 4-jährige Söhnke darf in diesem Jahr einige Runden in einem Rennbuggy mitfahren.

Als die Spendenaktion Ende vergangenen Jahres startete, spielte der Verein noch mit dem Gedanken, von dem Geld spezielle Technik anzuschaffen. Ein Laptop und eine Kamera sollen ermöglichen, dass Kinder auch während eines Krankenhausaufenthalts am Schulunterricht teilnehmen können. Die Mitschüler kümmern sich im Klassenzimmer um die Kamera und das Kind im Krankenhaus bekommt über den Laptop alles mit. „Wir haben inzwischen mit unserem Partnerverein aus Berlin (Kolibri Hilfe für krebskranke Kinder Deutschland e.V., Anm. d. Red.) gesprochen. Die besitzen solche Technik. Wir arbeiten jetzt daran, dass wir sie auch hier zur Verfügung stellen können, wenn sie gebraucht wird“, erklärt Hoffmann. Und da das Geld nicht in besagte Technik fließen muss, kann es der Verein in weitere Herzenswünsche investieren.

Spendenkonto 

Die Pfandbon-Aktion wird es auch in diesem Jahr wieder geben. Wer den Verein schon vorher unterstützen will, kann das per Spende an folgendes Spendenkonto tun:

  • Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
    IBAN: DE70 8505 0100 0232 0560 21
    BIC: WELADED1GRL

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Lausitzer Kunst im virtuellen Raum

Schwarzheide. Kippenlandschaften, Bergbauseen, Stadtpanoramen und mythologische Wesen – die aktuelle Sonderausstellung „Umbruch und Beständigkeit“ zeigt Schlüsselwerke der Kunstsammlung Lausitz. Die Bandbreite reicht von Arbeiten aus den 1920er Jahren bis zu Werken einer jungen Lausitzer Künstlergeneration. Am Dienstag, 11. August 2020 laden das Museum des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und die BASF Schwarzheide GmbH erneut zum virtuellen Rundgang durch die gemeinsame Ausstellung ein. Ab 17 Uhr öffnet sich für eine Stunde ein digitaler Raum mit ausgewählten Kunstwerken aus der Ausstellung. Auch die spontane Teilnahme an der Führung ist noch möglich. Wer mitmachen möchte, meldet sich bis zwei Stunden vor Beginn per E-Mail unter museum@osl-online.de an. Mit dem eigenen Smartphone oder Computer kann man sich dann bequem von Zuhause in den Rundgang einwählen. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Die Ausstellung „Umbruch und Beständigkeit“ zeigt noch bis zum 25. Oktober 2020 an zwei Orten Kunstwerke, die seit der deutschen Wiedervereinigung Eingang in die Kunstsammlung Lausitz gefunden haben. Im Senftenberger Schloss und im Kulturhaus der BASF in Schwarzheide sind über einhundert Arbeiten von achtzig Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, darunter Gemälde, Grafiken und Skulpturen. Die Kunstsammlung Lausitz im Senftenberger Schloss steht Besuchern in der Sommerzeit täglich von 10.30 bis 17.30 Uhr offen. Da der Ausstellungsort in Schwarzheide aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen noch nicht besucht werden kann, ist dieser digitalisiert worden. Als virtuelle Ausstellung ist er rund um die Uhr kostenfrei unter www.basf-schwarzheide.de erlebbar. Geführte digitale Ausstellungsrundgänge bieten das Museum des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und die BASF Schwarzheide GmbH einmal im Monat an. Die nächsten Termine sind Dienstag, der 15.09.2020 und Freitag, der 16.10.2020, jeweils um 17 Uhr. Kippenlandschaften, Bergbauseen, Stadtpanoramen und mythologische Wesen – die aktuelle Sonderausstellung „Umbruch und Beständigkeit“ zeigt Schlüsselwerke der Kunstsammlung Lausitz. Die Bandbreite reicht von Arbeiten aus den 1920er Jahren bis zu…

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