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Wegen Corona: Weißwasser macht vier Einrichtungen dicht

Weißwasser. Die Stadt Weißwasser schließt vorerst vier Einrichtungen für den Besucherverkehr. In der Verwaltung wurden außerdem mehrere präventive Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus umgesetzt.

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch hat nach Beratungen mit den Referatsleitern der Stadtverwaltung am 12. März entschieden, die Eisarena, die Schwimmhalle, die Stadtbibliothek und das Glasmuseum der Stadt für den öffentlichen Besucherverkehr zu sperren. Die Sperrung gilt ab 13. März und vorerst bis 29. März. Die Stadt geht diesen Schritt als präventive Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Infektion (Atemwegserkrankung COVID-19 durch Coronavirus SARS-CoV-2). Die Mitarbeiter in den Einrichtungen sind weiter tätig, werden in anderen Diensteinheiten der Verwaltung eingesetzt oder können nach Antrag Übersunden bzw. Urlaub nehmen. 

Seit der 11. Kalenderwoche berät in der Stadtverwaltung täglich eine „AG Corona“, die ihre strategische und präventive Tätigkeit natürlich fortsetzen wird. Die Arbeitsgruppe sammelt Informationen, Verfügungen, Erlasse und Fakten zu Corona, beurteilt diese, hält Rücksprachen mit Amtsarzt, Gesundheitsamt und Gremien auf Landes- und Bundesebene und gibt Empfehlungen, welche je nach Zuständigkeit dann entschieden werden. Täglich erhalten Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der nachgeordneten Bereiche eine Info-Mail zur Ist-Situation. Bislang hat es in der gesamten Stadtverwaltung einen einzigen Corona-Virustest gegeben, der negativ ausgefallen ist. Trotzdem gilt der Vorsatz, präventiv und strategisch Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen.

Das Bürgerbüro im Rathaus arbeitet mit neuen organisatorischen Mitteln, um Ansammlung von Menschen im Wartebereit zu vermindern. Ein zweiter, separierter Wartebereich ist eingerichtet worden. Zudem besteht ab dem 16. März die Möglichkeit von telefonischen Terminvereinbarungen, um Wartezeiten zu minimieren.

Neben den Kitas und Schulen der Stadt sind auch für die öffentlichen Gebäude Desinfektionsspender in den Eingangsbereichen installiert worden. Der Putzplan in städtischen Gebäuden ist umgestellt worden. Zwei Mal am Tag werden jetzt zusätzlich mit Desinfektionsmitteln Türklinken und Handläufe gereinigt.

Die Kernarbeitszeitregelungen der Stadtverwaltung sind angepasst worden. So stellen die verantwortlichen Referatsleiter sicher, dass ein vollumfänglicher Service und die vollumfängliche Arbeit sichergestellt werden – jedoch ist es nun durch die Aufhebung der Kernarbeitszeitregelungen möglich, dass Mitarbeiter bis 22 Uhr arbeiten gehen können. Dabei sind die Regelungen des Arbeitsschutzes zu beachten, jedoch können so Büros mit mehreren Mitarbeitern/innen versetzt arbeiten. Neben der Reduktion von Dienstberatungen mit Anwesenheitspflicht werden alle Dienstreisen, Versammlungen und berufsbedingte Treffen auf ihre Notwendigkeit hinterfragt – und der Informationsaustausch ggf. über Telefonkonferenzen oder E-Mails gesichert werden kann.

Werden auch Turnhallen geschlossen?

Noch nicht getroffen worden ist die Entscheidung zur Schließung von Turnhallen für den Besucherverkehr, Trainings und Spiele. Die Stadtverwaltung empfiehlt den Nutzern, selbstverantwortlich und mit Blick auf die Gesundheit der Mitmenschen, soziale Kontakte auch bei sportlichen Aktivitäten einzuschränken oder auszusetzen. Je nach weiterer Entwicklung der Situation wird diese Thematik durch die Verwaltung entschieden und bekannt gegeben.

Lange geplante Veranstaltungen im politischen, wirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen oder kulturellen Bereich werden seitens der Organisatoren als präventive Maßnahme abgesagt oder verschoben. Auch die Stadtverwaltung stellt die Gesundheit der Menschen über die negativen finanziellen, kommunikativen oder politischen Werte. So ist gemeinsam mit der Geschäftsführung der Stadtwerke Weißwasser entschieden worden, dass der für kommenden Mittwoch (18. März) geplante Frühjahrsempfang verschoben wird.    

Für das Wochenende ist in der Stadtverwaltung eine Ruf- und Kommunikationskette aufgebaut worden, um auch kurzfristige Entscheidungen mit Blick auf die Corona-Virus-Thematik treffen zu können. Der intensive Austausch mit Landkreis, Gesundheitsamt, anderen Kommunen und Städten steht. Tagesaktuell können Entscheidungen getroffen und Anpassungen an die aktuelle Situation vorgenommen werden.

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