Kurt Schmidt

Ein Wochenende, zwei Spiele, vier Punkte für die Jonsdorfer Falken

Zittau. Ein gutes Drittel im zweiten Spiel reichte nicht für ein perfektes Wochenende, aber die Ausbeute von vier Punkten aus zwei Spielen kann sich trotzdem sehen lassen. Am 9. November traten die Falken zu Hause gegen Preussen Berlin an, einen tag später in Niesky gegen Tornado.

Um in der Erfolgsspur zu bleiben, zählte für den EHC Jonsdorfer Falken an diesem Freitagabend im Falkenhorst nur ein Sieg. Coach Rene Haack konnte auf seinen kompletten Kader bauen. Sein Gegenüber, Benjamin Hinterstocker, hingegen musste aufgrund einiger Ausfälle auf ein paar Jugendspieler zurückgreifen.

 Dementsprechend übernahmen die Falken von Beginn an das Kommando auf dem Eis. Der EHC zeigte sich drückend überlegen. Schon in den ersten Spielminuten konnten sich die Gäste nur mit unerlaubten Weitschüssen aus ihrem Drittel befreien. In der siebten Minute dann der erste Treffer, bei dem Jannik Herm die Scheibe halbhoch einschoss. Der erste gefährliche Angriff der Charlottenburger zeichnete sich wenig später ab, doch im direkten Gegenzug schlugen die Falken in der 10.min, vollendet durch Mario Hähnel, erneut zu. Zahlreiche, teils hochkarätige Chancen des EHC blieben ungenutzt und mit einem Pfostenknaller von Mike Mieszkowski verabschiedeten sich die Teams in die erste Pause.

 

Wieder war es Jannik Herm, der nach dem Pausenpfiff den Torreigen eröffnete. Aus zentraler Position zog er direkt ab und ließ Steven Kügow im Kasten der Berliner keine Chance. Die Gäste fanden nur selten den Weg ins Abwehrdrittel der Falken. Der nächste Treffer des EHC fiel nach einem Schuss von Matthias Kohl von der blauen Linie in der 27.min, als Christoper Schimming den Puck noch ins gegnerische Tor lenkte. Die Preussen, die nach der Hälfte der Spielzeit ihren Torhüter wechselten, rührten weiterhin mächtig Beton an und die Falken bemühten sich um weitere Treffer. Dabei wurden wiederum einige richtig gute Chancen liegen gelassen, ehe Pavel Vait dann in der 17.min das 5:0 erzielte. Der Mittelabschnitt endete mit einem Lattenknaller von Martin Sekera.

 

Die Falken schienen im letzten Drittel ob der deutlichen Führung ein bisschen das Tempo heraus zu nehmen. Weitere zwingende Chancen, auch in Überzahl, brachten vorerst keinen Torerfolg. Das Spiel plätscherte so vor sich hin. Dem ECC Preussen Berlin gelang mit einem Powerplaytor in der 52.min mit etwas Glück der Ehrentreffer zum 5:1 bevor der EHC mit zwei weiteren Treffern durch Jannik Herm in der 57.und Felix Schümann in der 60.min den Endstand herstellte.

 Am morgigen Tag wartet mit dem ELV Tornado Niesky im Waldstadion ein anderer Gegner, der sicher heiß darauf ist, seinen mit einer 3:5 Niederlage gegen den ECC misslungenen Start auf heimischem Eis vergessen zu machen. Jetzt heißt es für die Falken,  die Konzentration hoch zu halten und noch eine Schippe drauf zu legen. Die ersten drei von möglichen sechs Punkten sind immerhin schon mal im Kasten.

Tore: 1:0 Herm (7.); 2:0 Hähnel (10.); 3:0 Herm (23.); 4:0 Schimming (27.); 5:0 Vait (37.); 5:1 Simon (52.PP+1); 6:1 Herm (57.); 7:1 Schümann (60.)

Strafen:               EHC Jonsdorfer Falken 4 min     ECC Preussen Berlin 4 min

Zuschauer:         ca. 550

Und am Samstag in Niesky das zweite derby der Saison

 

 

Es war das erwartet schwere Spiel im Waldstadion zu Niesky. Die Tornados schienen bis in die Haarspitzen motiviert, nachdem sie den Heimspielauftakt gegen den ECC vor einer Woche vergeigten. Die Falken hatten so ihre Probleme, ins Spiel zu finden. Der erste wirkliche Torschuss gelang nach sieben Spielminuten. Die Tornados gingen wie gewohnt sehr aggressiv zu Werke, beim EHC fehlte noch der letzte Biss und auch in Überzahl konnten die Jonsdorfer Kufencracks nur wenige Schüsse aufs gegnerische Tor bringen. Als auch der letzte Abwehrspieler Dustin Strahlmeier in der 14.min gegen Bartell und Linke im Stich ließ, klingelte es im Kasten. Wie effektiv Überzahlspiel sein kann, zeigten die Tornados keine zwei Minuten später als Ex-Fuchs Marcel Linke nur 17 Sekunden benötigten, um die Scheibe hinter die Linie zu bugsieren. Trotz der aus Jonsdorfer Sicht vermeidbaren Treffer sahen die Zuschauer ein erstes Drittel mit Luft nach oben bei beiden Teams.

 Was auch immer in der Falkenkabine zur Pause besprochen wurde, es wirkte auf dem Eis nach. Die Blau-Weiß-Roten traten jetzt spritziger und bissiger auf und nach nur 59 Sekunden schlug die Scheibe zum 2:1-Anschlusstreffer ein. Die Falken, jetzt mit ordentlichem Zug zum Tor, stellten die Tornados vor Probleme, welche diese auf der Strafbank verarbeiten durften. Eine doppelte Überzahl nutzte das Team von Coach Rene Haack zum Ausgleich. Nach Schuss von Jannik Herm prallte die Scheibe von der Bande auf den Schläger von Roberto Geiseler, der diese unten rechts zum 2:2 einschiebt. Und als "C" Christian Rösler 20 Sekunden später sogar den Führungstreffer für den EHC erzielte, zog Jens Schwabe erst einmal die Notbremse und nahm Auszeit für sein Team. Gegen Ende des Mittelabschnitts wurde es etwas haarig. Bei angezeigter Strafe für den EHC kamen sich abseits des Geschehens Geiseler und Greulich etwas näher und so wurden auch diese beiden in die Kühlbox geschickt. Nach einer sensationellen Flugeinlage in Blau-Gelb bekam Pavel Vait 33 Sekunden vor dem Abpfiff zwei Minuten wegen Beinstellens aufgebrummt, doch die Falken schafften es, ihren Vorsprung in die zweite Pause mitzunehmen.

 Noch standen aber 1:27 min der Strafzeit auf der Uhr, als die Teams zum letzten Drittel aufliefen. Die Falken überstanden diese Phase ohne Gegentreffer. Die Gastgeber legten noch einmal zu und das Jonsdorfer Team hatte ein ums andere Mal Probleme, sich aus seiner Zone zu befreien. Nicht von ungefähr gelang es den Tornados, ihren Heimvorteil zu nutzen und das 3:3 zu markieren. Die Nieskyer produzierten mit ihrer sehr robusten Spielweise weitere Strafen, aber keine dieser Powerplay-Situationen konnten die Falken zu ihrem Vorteil nutzen. Teilweise gerieten sie dabei sogar selbst unter unnötigen Druck im eigenen Drittel. Der ELV erspielte ein leichtes Chancenübergewicht. 40 Sekunden vor der Schlusssirene stand es immer noch Unentschieden und die Scheibe trudelte nach einem Tornado-Schuss nur wenige Zentimeter am Jonsdorfer Gehäuse vorbei. Im Gegenzug konterten die Falken zwei auf eins, konnten aber die kleine, schwarze Hartgummischeibe auch nicht im Nieskyer Kasten unterbringen.

 Und so ging auch das zweite Derby in die fünfminütige Verlängerung, welche allerdings nach 1:58 Minuten bereits Geschichte war, als Altmeister Jankovych zum 4:3 für seine Mannschaft einschoss. Aufgrund der besseren Chancenverwertung ging dieser Derbysieg letztlich nicht ganz unverdient an Niesky, aber auch die Falken können durchaus mit ihrer Vier-Punkte-Ausbeute nach diesem Doppelwochenende zufrieden sein.

Tore: 1:0, 2:0 Linke (14./16.) 2:1 Rösler (21.); 2:2 Geiseler (27.); 2:3 Rösler (27.); 3:3 Wimmer (44.); 4:3 Jankovych (62.)

Strafen:            ELV Tornado Niesky 20 min        EHC Jonsdorfer Falken 14 min

Zuschauer:         868

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