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Besonderer Titel für Meißen?

Meißen. Meißen möchte in das UNESCO Weltkurturerbe aufgenommen werden. Der Freistaat unterstützt neue Bemühungen dazu.

Die Meißner Stadträte stimmten mehrheitlich für neue Bemühungen zur Aufnahme der Stadt in das UNESCO-Weltkulturerbe. Dazu soll jetzt ein neuer Antrag erarbeitet werden. Diesen unterstützt kein geringer als der Freistaat Sachsen selbst, der dafür natürlich seine staatliche Porzellan-Manufaktur ins Rennen schicken möchte. Das alte Thema »Porzellan« soll dafür wieder ganz neu und diesmal überzeugend inszeniert werden.

Im erfolglosen Antrag im Jahr 2012 fehlte diese Überzeugung von Seiten der Manufaktur Geschäftsführung leider, fasste Kunsthistoriker Matthias Donath in der jüngsten Stadtratsitzung zusammen. Damals war die absolute Konzentration auf Porzellan als Alleinstellungsmerkmal nicht gewünscht, man wollte Luxus aller Art unter die gut betuchten Leute bringen. Leider mit mäßigem Erfolg und einer Absage der UNESCO zur Bewerbung für den Welterbetitel. Jetzt soll alles anders werden. Man wolle die alte Bewerbung als Konzept sehen und dieses umfassend überarbeiten. Unterstützung haben neben der Porzellanmanufaktur bereits die Albrechtsburg und die Staatlichen Schlösser und Gärten, sowie die Porzellan-Stiftung GmbH zugesichert. Die Stadt würde für die Überarbeitung 10.000 Euro beisteuern.

Alle Fraktionen des Stadtrates sind bereit bei der neuen Bewerbung mit zu arbeiten. Jetzt werde ein Gremium geschaffen, in dem alle konstruktiv und erfolgreich zusammenarbeiten können. Aber zuerst müsste sich Meißen für die Vorauswahlliste des Bundes qualifizieren. Sicher ist, dass der Freistaat intensiv nach aussichtsreichen Titelkandidaten sucht. So habe der Freistaat seine Unterstützung zugesagt.

Innerhalb der nächsten elf Monate soll am Konzept gearbeitet werden. Besonders gehe es darum, den Kontakt mit der UNESCO zu suchen, um deren aktuelle Kriterien herauszubekommen. Es muss ebenfalls geklärt werden ob die Landeshauptstadt Dresden - der Ort, an dem Johann Friedrich Böttger das erste Porzellan herstellte - einbezogen werden soll. Auch eine transkontinentale Bewerbung wäre möglich. Dabei könnten die bedeutenden Porzellanstätten in China, Japan und Meißen gemeinsam antreten. Meißen erhofft sich von der Bewerbung seine internationale Wahrnehmung als Kulturzentrum zu stärken.

www.stadt-meissen.de

 

 

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