Andre Schramm

Da Vinci: Seiner Zeit um Jahrhunderte voraus

Meißen. Leonardo da Vinci war seiner Zeit weit voraus. Das zeigt eindrucksvoll die neue Ausstellung im Stadtmuseum Meißen, die am 4. Februar eröffnet wird. Zu sehen sind Modelle wundersamer Maschinen, die anhand seiner Aufzeichnungen nachgebaut wurden ? 500 Jahre nach dem Tod des Multitalents.

Eine Apparatur, die es ermöglicht Leitern von Eroberern auf Abstand der Stadtmauern zu halten, ein Gerät, mit dem man länger unter Wasser bleiben kann, selbst der Prototyp eines Panzers findet sich in der neuen Schau. "Leonardo da Vinci war ein anwenderbezogener Mensch und darauf bedacht, Dinge mit seinen Erfindungen effizienter zu machen", sagt der Meißner Mathematiker und Physiker Nobert Herrmann.

 

Vieles von dem, was der Universalgelehrte Ende des 15. Jahrhunderts zu Papier gebracht hatte, wurde erst Jahrhunderte später in die Praxis umgesetzt, wie zum Beispiel das Ritzel einer Fahrradgangschaltung oder der herkömmliche Rettungsring. "Interessant ist, dass er seine Zeichnungen  verschlüsselt oder absichtlich Fehler eingebaut hatte, um Plagiate zu verhindern", so Herrmann weiter.

Anfang dieses Jahrtausends gelang es, da Vincis Konstruktionen in Modellform nachzubauen. Entstanden ist daraus eine Wanderausstellung, die bundesweit viele neugierige Gäste in ihren Bann zog. "Die Ausstellung ist nicht für Schulklassen, sondern auch für Familien geeignet, denn ein Großteil der Maschinen ist beweglich und kann ausprobiert werden", sagt Museumsleiterin Martina Fischer. Sie selbst war nach einem Tipp des Meißner Stadtoberhauptes darauf aufmerksam geworden. Unterhaltsam dürften die Führungen mit dem Ehepaar Hermann werden. Die beiden sachkundigen Meißner haben sich bereit erklärt, Interessenten die Ausstellungsstücke näher zu bringen.

Termine: 9. Februar, 14 Uhr; 16. März, 14 Uhr; 6. April, 14 Uhr (Führungen). Vorträge: 12. Februar, 18 Uhr; 19. März, 18 Uhr; 2. April. Eintritt: 5 Euro (+ einen Euro für Führung und Vorträge).                         

Gabriele (ehemalige Physiklehrerin) und ihr Mann, der Mathematiker Norbert Hermann aus Meißen. Links im Bild ist eine Modell einer Wasserpumpe von Archimedes zu sehen, die durch da Vinci verbessert wurde, rechts der Vorläufer einer Gangschaltung. Foto: Schramm

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Neuer Chefarzt für Chirurgie

Pirna. Dr. med. Jakob Dobroschke hat am 1. Juli die Nachfolge als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Proktologie am Helios Klinikum Pirna von Dr. med. Judith Stiebitz angetreten. Die langjährige Chefärztin geht in ihren wohlverdienten Ruhestand. Dr. Stiebitz etablierte im Pirnaer Klinikum die moderne Viszeralchirurgie sowie die Koloproktologie und koordinierte das zertifiziertes Darmzentrum. »Wir bedanken uns bei ihr herzlich für ihr langjähriges Engagement und ihre fachliche Expertise als Chefärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie in den letzten 17 Jahren hier in Pirna«, so Dr. Katrin B. Möller, Klinikgeschäftsführerin im Helios Klinikum Pirna.Dr. Dobroschke wurde in Lich geboren und absolvierte sein Medizinstudium an der Universität Regensburg. Er wechselt von der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Dresden »Carl Gustav Carus« nach Pirna. Sein Ziel ist es, den Fachbereich auch in den nächsten Jahren auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln und auszubauen. Als Facharzt für Chirurgie und Facharzt für Viszeralchirurgie mit den Zusatzbezeichnungen spezielle Viszeralchirurgie und Intensivmedizin hat  er große operative Erfahrungen in allen Gebieten seiner Disziplin. Neben der Bauchchirurgie liegen die Schwerpunkte des 42-jährigen in der chirurgischen Behandlung von Darmkrebserkrankungen, in der Leberchirurgie und in minimalinvasiven Operationstechniken. »Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Dobroschke einen erfahrenen Mediziner für die Behandlung unserer Patienten in der Klinik für Chirurgie I gewinnen konnten«, sagt Dr. MöllerDr. med. Jakob Dobroschke hat am 1. Juli die Nachfolge als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Proktologie am Helios Klinikum Pirna von Dr. med. Judith Stiebitz angetreten. Die langjährige Chefärztin geht in…

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Neuer Mitgliedsverein

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge heißt den Förderverein Voltigiersport Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« e.V. als jüngstes Mitglied willkommen. KSB-Geschäftsführer Dietmar Wagner überreichte vor Kurzem die Mitgliedsurkunde.In dem 2017 gegründeten Verein aus Dippoldiswalde mit inzwischen rund 40 Mitgliedern bekommen insbesondere Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, beim Voltigieren Turnübungen und Kunststücke auf dem Rücken der Pferde einzustudieren. Die Nachwuchsförderung ist ein wichtiges Anliegen des Vereins. Das jüngste KSB-Mitglied arbeitet zudem eng mit dem Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« im Kreischaer Ortsteil Lungkwitz zusammen. Vorsitzender des Fördervereins Voltigiersport Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« e.V. ist seit Jahresbeginn  der 42-jährige Schmiedeberger Andreas Seyffarth. Er war zuvor als Fußball-Übungsleiter bei der SG Stahl Schmiedeberg aktiv, konnte dieses Ehrenamt aber aus beruflichen Gründen nicht mehr ausfüllen. Über seinen eigenen Nachwuchs kam er mit dem Förderverein Voltigiersport Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« e.V. in Kontakt. Vor ein paar Monaten wurde Andreas Seyffarth dann zum Vorsitzenden gewählt. Nun freut er sich auf seine Aufgaben in dem neuen Verein. Weitere Ansprechpartnerin ist auch die erfahrene Schatzmeisterin Cornelia Radolf.Der aktuell 316. Verein des KSB bietet in seiner einzigen Abteilung mehrere Voltigier-Gruppen in verschiedenen Leistungsklassen an. Die jüngsten Vereinsmitglieder trainieren auf einem Gestüt in der Gemeinde Bannewitz. Die L-Gruppe und die Schritt-Gruppe sind auf einem Pferdehof im Kreischaer Ortsteil Quohren aktiv. Es gibt aktuell mehrere Trainerinnen. Der Verein ist zudem offen für weitere Übungsleiter. Einstudiert werden die Darbietungen der Voltigierer auf zwei Pferden.Der Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge heißt den Förderverein Voltigiersport Reit- und Fahrverein »Gestüt am Wilisch« e.V. als jüngstes Mitglied willkommen. KSB-Geschäftsführer Dietmar Wagner überreichte vor Kurzem die Mitgliedsurkunde.I…

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