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Hoffnung für den Einzelhandel?

Meißen. Kunden sind jetzt aufgerufen mit der Möglichkeit des »Click & Collect« den Einzelhandel in ihrer Stadt zu unterstützen. Viele Städte bieten dafür extra neu erstellte Seiten im Internet an die die Angebote der Händler bündeln.

Für die betroffenen Einzelhändler ist die noch andauernde Schließung eine immense wirtschaftliche Herausforderung. Seit Montag ist es auch in Sachsen erlaubt, mittels »Click & Collect« den lokalen Einzelhandel zu unterstützen und vor Ort einzukaufen.

Click & Collect Angebot ist oft schwierig umzusetzen

Dieses Angebot könnte eine  Chance sein, in der Meißner Altstadt wieder ein wenig Einkaufsflair aufkommen zu lassen und den Geschäften vor Ort wieder Leben einzuhauchen. Was steckt hinter dem »Click & Collect« - Konzept? Bei vielen Unternehmen können Bürger zum Beispiel online, aber auch telefonisch oder über die sozialen Netzwerke die gewünschte Ware bestellen und unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln an einem Termin am Laden abholen.

Zum Start des Angebots am Montag, 15. Februar, hatte Isolde Thiele in ihrer APART-Modeboutique in der Fleischergasse noch keine riesige Nachfrage. »Diese Möglichkeit kommt für uns viel zu spät. Auch wollen die Kunden in meinem kleinen Geschäft individuell beraten werden, die Kleidungsstücke anfassen und anprobieren«, erklärt die Händlerin. Auch empfindet sie die Abfolge des Verkaufes als sehr aufwändig für alle – Kunden und Verkäufer.

Ähnlich sieht es auch Henner Ruscher im gleichnamigen Sporthaus. Bei ihm haben sich schon Kunden gemeldet, die sich noch mit Wintersportausrüstung oder wetterfester Kleidung austatten möchten. »Einige Kunden verstehen allerdings unter »Click & Collect« häufig etwas anderes: Man klickt und erwartet dann die Waren nach Hause zu bekommen, wir aber müssen Termine zum Abholen vergeben«, erklärt der Einzelhändler. Beim Versenden würden weitere Kosten entstehen, die sich viele nicht leisten können. Auch fehlt das Anprobieren und Beraten. »Dennoch muss die Winterware raus, damit die nächste Saison in die Regale kommt. Um die Frühlings- und Sommerware bezahlen zu können, müssen allerdings die versprochenen Hilfen endlich bei uns ankommen«, erklärt Henner Ruscher. Der verpasste Umastz sei auch mit »Click & Collect« nicht aufholbar.

Die Stadt Meißen bietet auf ihrer Homepage unter https://www.stadt-meissen.de/13230.html eine Übersicht über teilnehmende Einzelhändler. Auch über die Plattform meissen.online können die Meißner hier ansässige Einzelhändler finden und unterstützen. Die Listen werden regelmäßig aktualisiert.

Meißner Einzelhändler und Dienstleister, die noch nicht online in der Übersicht aufgenommen sind oder ihre Angaben aktualisieren möchten, können sich jederzeit per E-Mail an die Wirtschaftsförderung unter wirtschaftsfoerderung@stadt-meissen.de wenden.

Fast alle Händler haben das Problem, dass sie schnell ihre vollen Regale leeren müssen, um die neue Frühjahrs- und Sommerprodukte unterzubringen. Für die Kunden sind da meist saftige Rabatte drin. Für die Kunden lohnt sich also das »Clicken«.

»Nossen stärken«

Auch Nossen will seinen Händlern helfen. Die Stadtverwaltung bietet gemeldeten Unternehmen und Gewerbetreibenden die Möglichkeit sich ins Nossener Unternehmerverzeichnis einzutragen: www.nossen.de/nossen-stärken.

Die Seite bietet allen Händlern, Gastronomen und Dienstleistern die Möglichkeit, in Zeiten der Coronakrise ihren Liefer- und Versandservice zentral zu veröffentlichen.

Im Unternehmerverzeichnis können Infos zu Unternehmen sowie Hinweise zu Produkten und Dienstleistungen veröffentlicht werden.

Anfragen unter 035242/43445 oder per E-Mail: webmaster@nossen.de

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Wie Digitalisierung regionalen Unternehmen helfen kann

Spremberg. Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des Innenstadtwettbewerbs „Handel(n) für lebendige Innenstädte“ im Rahmen der IHK-City-Offensive Südbrandenburg gewonnen. "Die Auszeichnung ist für den City-Werbering eine große Ehre.", so City-Managerin Madlen Schwausch vom Wirtschaftsförderer-Team der ASG Spremberg. Es gab eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Silke Schwabe, Unternehmensbegleiterin bei der IHK Cottbus: „Dieser Onlineshop trägt einerseits dazu bei den ein oder anderen Umsatz der regionalen Unternehmen in Spremberg in diesem Jahr zu retten. Andererseits hilft es den Unternehmen dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, z.B. durch Schulungen im Bereich Onlinehandel“, begründete Silke Schwab die Wahl. Unter der Prämisse „Geh online und kauf regional“ wurde im Frühjahrslockdown für die Unternehmen innerhalb kürzester Zeit ein virtuelles Kaufhaus ins Leben gerufen. Auf dieser Onlineplattform können die Spremberger Gewerbetreibenden ihre regionalen Produkte platzieren und verkaufen. „Von Taschen, Spiritousen, Wollsachen, technischen Produkten wie Roboter, Dienstleistungen wie Botengänge über gastronomische Angebote biete dieser Onlineshop eine Menge Auswahl“, erklärt Madlen Schwausch. Außerdem können Gutscheine über den Shop erworben werden. Der Anstoß zu diesem Projekt kam im März des vergangenen Jahres, als Deutschland kurz vor dem ersten Lockdown stand. Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, betonte die Wichtigkeit dieses Onlinehandels in der aktuellen Zeit. „Es ist vielen deutlich geworden, dass es in Zeiten wie diesen ein gutes Mittel ist, um Kunden zu halten und Werbung für sich zu machen“. Die Bürgermeisterin freut sich vor allem, dass sich dieses Engagement von den Gewerbetreibenden in Spremberg heraus entwickelt hat – „Made in Spremberg City“ sozusagen. Auch die regionale Bevölkerung werde mit diesem Projekt sensibilisiert, die Unternehmen lokal vor Ort zu unterstützen und nicht nur Einkäufe bei den großen Internetriesen zu tätigen, die es nicht unbedingt nötig hätten, hofft Silke Schwab von der IHK Cottbus. Der Spremberger Onlineshop könnte in diesem Fall Vorbild für andere Städte und Gemeinden werden. Anfragen von anderen Kommunen zu diesem Projekt gab es schon. www.sprembergshop24.de Stark für die Lausitz Weitere Artikel, Statements und Geschichten aus der Region sind in der neuen Ausgabe des Magazins »Stark für die Lausitz« zu finden.Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des…

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