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Läden machen auf --- merksam

Riesa. Eine lokale Aktion der Einzelhändler sollte die Ausweglosigkeit ihrer Lage darstellen: Geschäftsaufgabe!

Mit einer provokanten Aktion wollten sich die Gewerbetreibenden auch in Riesa unter dem Motto: »Wir machen auf___merksam« am Montag, 11. Januar, vor ihren Geschäften versammeln, um auf ihre Notsituation aufmerksam zu machen. Leider kamen nur wenige...

Noch (voraussichtlich) bis zum 7. Februar sollen ihre Läden geschlossen bleiben und damit ihre Einnahmequelle versiegen. Einige versuchen auf den Onlinehandel umzustellen und so wenigstens einen Teil des Umsatzes zu retten, leider hilft das perspektivisch den Innenstädten nicht. Sie werden weiter verwaisen und sich auch nach der Pandemie kaum erholen. Waren sie doch davor schon abschnittsweise sehr schwach.

In der Vergangenheit wurden auch in Riesa zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, die gegen den Leerstand in den Innenstädten gerichtet waren: Attraktivere Gestaltung mit Pflanzkübeln und Liegebänken für viele Tausende Euro, Plakataktionen an ungenutzen Geschäften oder ein Jahr Miet- und Werbeunterstützung beim Start in die Selbstständigkeit am Gebäude der Elbgalerie.

Jetzt soll ein neuer Innenstadtmanager die Sache richten. »Nur leider wird der es extrem schwer haben, wenn keine Läden mehr da sind«, heißt es von den Betroffenen. Sie hoffen auf eine angemessene Entschädigung oder eine Sonderreglung zur Öffnung der Geschäfte mit verstärkten Hygiene- und Abstandsregeln - alles wäre für sie besser, als das langsame Sterben.

Leider haben nur sehr wenige Geschäftsinhaber die Möglichkeit des stillen Protestes zur angegeben Zeit für sich genutzt. Dennoch bleibt die Situation für die Händler schwierig und unbezahlbar.

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Coronajahr Bautzen: Babyboom und mehr Todesfälle

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