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Meißner Grundschüler sollen umsteigen?

Meißen. Eltern kämpfen mit Unterschriften für eine praktikable Lösung der Schülerbeförderung zum Aritaring.

Kurz vor den Sommerferien äußert sich der SPD-Ortsverband noch einmal kritisch über die derzeitigen Pläne zur veränderten Schülerbeförderung in Meißen. Die Schüler der Questenbergschule sollen ab August die neue Grundschule am Leitmeritzer Bogen besuchen. Ihre Schule auf dem Questenberg wird saniert und erweitert.

Für die Überbrückung des »neuen« Schulweges sollte eine praktikable Lösung im Schülerverkehr eingerichtet werden. Der SPD-Ortsverband sieht das neue Konzept als »mangelhaft«. Es könne diese Verantwortung nicht einzig den Eltern überlassen werden. Das habe nicht viel mit einer kinderfreundlichen Stadt zu tun, äußerte sich Daniel Bahrmann. »Die Sanierung der Questenbergschule ist wichtig und notwendig. Eine solide und sorgfältige Planung hätte eine Lösung gefunden und verhindert, dass die Ersatzschule zu weit weg ist und die Kinder nun einen besonders langen Weg quer durch die ganze Stadt haben.«

Vorschlag der Stadt und des Landkreises ist es, die Kinder sollen den Linienbus nutzen und müssten dazu sogar am Bahnhof umsteigen. Das lehnt auch der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Eyk Schade ab. »Wenn schon für die Kleinsten unserer Gesellschaft keine Schule in Wohnortnähe zur Verfügung steht, muss wenigstens der Schülerverkehr von der Stadt organisiert werden.« Einige der betroffenen Eltern sehen das ebenso und haben eine Unterschriftensammlung initiiert. In der nächsten Stadtratssitzung am 3. Juli, 17 Uhr, im Ratssaal, erhoffen sie eine Lösung, damit die Kinder sicher zur Schule gelangen.

Matthias Rost, Vorstandsmitglied des SPD-Ortsvereins, erläutert dass ein Bus-Umstieg für Grundschüler nach aktueller Rechtsprechung kaum zumutbar sei. Diese Kinder könnten teils noch nicht lesen und seien mit der Nutzung der Busse und gar dem eigenständigen Umsteigen überfordert. Es bestehe demnach die Pflicht, separate Busse von Korbitz und dem Plossen an die 4. Grundschule einzurichten. Das gelte auch für Busse aus dem Triebischtal, denn einige Busse der Linie C fahren erst über Bohnitzsch und das Krankenhaus, ehe sie an der Schule ankommen.

Aus der Pressestelle der Stadt heißt es dazu: »Die Schülerbeförderung wird über das Landratsamt sichergestellt, bereits im März stimmte der Stadtrat dafür, den Eltern die dafür anfallenden Kosten zu erstatten.«

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