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Nachwuchs für den Stadtwald

Aufforstung mit Jungpflanzen bringt neues Grün

Im Herbst 2019 wurden im Rahmen von Waldpflegemaßnahmen ca. 1.000 Kubikmeter Holz im Meißner Stadtwald geschlagen. Vor allem die zum Teil über 120 Jahre alten Fichten waren so stark durch Schädlinge, Sturm und Trockenheit belastetet, dass sie nicht erhalten werden konnten. Um der weiteren Ausbreitung des Buchdruckers, der gefährlichsten Fichtenborkenkäferart, entgegenzuwirken und Gefahr durch herabfallende Äste abgestorbener Bäume abzuwenden, war das Fällen unumgänglich.

Nun wird das vom damaligen „Fichtenschlag“ betroffene Areal in der Gemarkung Korbitz neu aufgeforstet. Auf 1,4 Hektar des insgesamt ca. 94 Hektar großen Stadtwaldes entsteht ein Mischbestand verschiedener Laubbaumarten. Neben 4.900 Trauben-Eichen, 700 Vogelkirschen, 350 Hainbuchen und 350 Winterlinden, bei denen es sich um Jungpflanzen im Alter von ein bis zwei Jahren handelt, finden auch 700 Rotbuchen im Alter von fünf Jahren ihren Platz.

Unter Berücksichtigung mehrerer Faktoren, wie beispielweise der Widerstandsfähigkeit der jeweiligen Baumarten sowie den klimatischen Gegebenheiten, wurden diese jungen Bäumchen ausgewählt. Der Zaunbau zum Schutz der jungen Gehölze ist bereits abgeschlossen. Bis 16. April werden von der Firma P&P Dienstleistungs GmbH & Co. KG nun noch die Pflanzungen vorgenommen.

Das Vorhaben „Verjüngung natürlicher, gebietsheimischer Waldgesellschaften in Schutzgebieten“ wird nach Richtlinie WuF/2014 – Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft zu 75% gefördert. Die übrigen 25% werden aus Eigenmitteln der Stadt finanziert.

Besonders erfreulich ist, dass die Aufforstung nicht nur die Erholungsfunktion und den Artenschutz des Ökosystems „Wald“ fördert, sondern auch einen wichtigen Baustein zum Erhalt unserer Wälder für die Zukunft legt.

(pm/Stadt Meißen)

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