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»Neues« Dommuseum zeigt zwei verborgene Schätze

Meißen. Mit der Neugestaltung des Meißner Dommuseums werden auch erstmals zwei Werke aus der Werkstatt Lucas Cranach des Älteren öffentlich gezeigt.

Das Dommuseum bietet Informationen zur über 1.000-jährigen Geschichte des Meißner Doms. In keiner anderen Kirche in Deutschland befinden sich mehr Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, dem Jüngeren und aus der Cranach-Werkstatt, als im Dom zu Meißen. »Wir freuen uns besonders, dass im Zuge der Umgestaltung des Museums nun zwei neue Cranachs gezeigt werden können. Die beiden Bildtafeln »Schmerzensmann« und »Schmerzensmutter« auch genannt »die Beweinende« stammen aus der Werkstatt Lucas Cranach des Älteren (um 1520) und werden erstmals öffentlich gezeigt«, erklärt Sprecherin Frederike Hartmann.

Die Neugestaltung

Das Dommuseum wurden 1999 in den spätgotischen Räumen, die sich um den Hohen Chor des Meißner Doms herumlegen, eröffnet. Das Konzept, die Kirchengeschichte Sachsens zu erzählen, stammte vom langjährigen Dechanten Karlheinz Blaschke (1927-2020). Nach mehr als 20 Jahren war es notwendig, die Ausstellung zu modernisieren und zu erneuern. Die Neugestaltung war von dem Grundsatz geleitet, mehr auf die Geschichte des Meißner Doms einzugehen und historische Vorgänge durch neue Medien anschaulich nahezubringen. Der erste Teil der Neugestaltung konnte bereits 2018 abgeschlossen werden. Dabei entstand ein Animationsfilm, der ungebräuchliche Begriffe wie »Hochstift« oder »Domkapitel« in Comicform erzählt.

Das Ergebnis der Neugestaltung sind vier Räume, die in ihrer mehr als 500-jährigen Gestalt »atmen« können. Die musealen Einbauten nehmen sich stark zurück, sind aber dennoch sichtbar. Denn es sind Elemente, die aus sich selbst heraus leuchten. Auch im Halbdunkel sind Schriften gut lesbar. Alle Beschriftungen erfolgen in deutscher und englischer Sprache. Indem die Museumselemente auf dunkelblauen, organisch geformten Metallplatten ruhen, war es möglich, Verkabelungen und Beleuchtungen ohne Eingriff in die historische Substanz zu ermöglichen.

Dabei wurden neue, ungewöhnliche Medienformate eingesetzt. Die Geschichte des Meißner Doms nach der Reformation wird auf Tablets erzählt, durch die man navigieren kann.

Die feierliche Eröffnung des neugestalteten Dommuseums wird verschoben, um sie mit vielen Gästen nach der Museumsschließung feiern zu können. Finanzielle Zuschüsse in nicht unerheblicher Höhe kamen von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Meißen, der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und nicht zuletzt auch vom Dombau-Verein Meißen.

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Wie Digitalisierung regionalen Unternehmen helfen kann

Spremberg. Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des Innenstadtwettbewerbs „Handel(n) für lebendige Innenstädte“ im Rahmen der IHK-City-Offensive Südbrandenburg gewonnen. "Die Auszeichnung ist für den City-Werbering eine große Ehre.", so City-Managerin Madlen Schwausch vom Wirtschaftsförderer-Team der ASG Spremberg. Es gab eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Silke Schwabe, Unternehmensbegleiterin bei der IHK Cottbus: „Dieser Onlineshop trägt einerseits dazu bei den ein oder anderen Umsatz der regionalen Unternehmen in Spremberg in diesem Jahr zu retten. Andererseits hilft es den Unternehmen dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, z.B. durch Schulungen im Bereich Onlinehandel“, begründete Silke Schwab die Wahl. Unter der Prämisse „Geh online und kauf regional“ wurde im Frühjahrslockdown für die Unternehmen innerhalb kürzester Zeit ein virtuelles Kaufhaus ins Leben gerufen. Auf dieser Onlineplattform können die Spremberger Gewerbetreibenden ihre regionalen Produkte platzieren und verkaufen. „Von Taschen, Spiritousen, Wollsachen, technischen Produkten wie Roboter, Dienstleistungen wie Botengänge über gastronomische Angebote biete dieser Onlineshop eine Menge Auswahl“, erklärt Madlen Schwausch. Außerdem können Gutscheine über den Shop erworben werden. Der Anstoß zu diesem Projekt kam im März des vergangenen Jahres, als Deutschland kurz vor dem ersten Lockdown stand. Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, betonte die Wichtigkeit dieses Onlinehandels in der aktuellen Zeit. „Es ist vielen deutlich geworden, dass es in Zeiten wie diesen ein gutes Mittel ist, um Kunden zu halten und Werbung für sich zu machen“. Die Bürgermeisterin freut sich vor allem, dass sich dieses Engagement von den Gewerbetreibenden in Spremberg heraus entwickelt hat – „Made in Spremberg City“ sozusagen. Auch die regionale Bevölkerung werde mit diesem Projekt sensibilisiert, die Unternehmen lokal vor Ort zu unterstützen und nicht nur Einkäufe bei den großen Internetriesen zu tätigen, die es nicht unbedingt nötig hätten, hofft Silke Schwab von der IHK Cottbus. Der Spremberger Onlineshop könnte in diesem Fall Vorbild für andere Städte und Gemeinden werden. Anfragen von anderen Kommunen zu diesem Projekt gab es schon. www.sprembergshop24.de Stark für die Lausitz Weitere Artikel, Statements und Geschichten aus der Region sind in der neuen Ausgabe des Magazins »Stark für die Lausitz« zu finden.Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des…

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