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»Paula on Tour« an der Grenze zu Chile

Zeithain. Gabi und Frank Wagner aus Zeithain bleibt die Luft in den Anden weg und sie arbeiten sich in Richtung Chile vor....

Wir gehen den Rundwanderweg zu einer kleinen Lagune und zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen tollen Blick zum Aconcagua hat. Für morgen ist Regen angesagt, deshalb entscheiden wir uns am späten Nachmittag, noch zum »Cristo Rententor« zu fahren. Der Punkt liegt genau an der chilenischen Grenze und führt über eine schmale Piste in sehr engen Serpentinen über neun Kilometer, wir überwinden 600 Höhenmeter und erreichen gigantische 3.882 Meter auf den Anden. Nicht nur »Paula« schnauft wegen der Höhe.

Cristo Rententor

Der Bermejo Pass führt hinauf. Bevor eine Straße gebaut wurde, war das die Verbindung zwischen Argentinien und Chile. Ab 1904 bauten beide Länder gemeinsam diese Statue zur Feier der Beilegung der ständigen Grenzstreitigkeiten. Wir spulen Serpentine für Serpentine ab. Immer steiler und höher geht es hinauf. Der Blick nach unten verursacht aufgrund der Steile ein mulmiges Bauchgefühl. Der Rundblick lässt uns nur staunen. Die neun Kilometer ziehen sich mächtig in die Länge: 17.30 Uhr zeigt die Uhr. Im Dunkeln ist eine Abfahrt fast unmöglich. Dann die letzte Kehre und wir stehen auf einem kleinen Plateau vor der Cristo-Statue.

Ich steige aus und der Wind reißt mir die Autotür aus der Hand. Eine eisig kalte Sturmböe haut mich fast um. Man sagt, das hier der ewig eiskalte Sturmwind der Feind allen Lebens ist. Wie wahr! Hier fehlt definitiv auch Sauerstoff. Ich muss mich am Auto festhalten, die Anden drehen sich…. Nur ein kurzer Augenblick, dann steht meine Welt wieder gerade. Der atemberaubende Blick von hier entschädigt allerdings gewaltig. Schade das es auch hier etwas zugezogen am Himmel ist. Trotzdem saugen wir die Berge regelrecht in uns auf. Nach zwanzig Minuten beginnen wir die Abfahrt, die der weltbeste Fahrer wieder grandios meistert.

Wir fahren hinunter auf gemächliche 2.800 Meter und leisten einem roten Wohnmobil Gesellschaft. Wieder ein Tag voller einzigartiger Eindrücke.

Vermischtes am Rande

Zu den festen Vorschriften für einen Aufenthalt in Argentinien zählt, sich die Beine und Achseln zu rasieren und einen BH zu tragen (Kein Witz!). Dies stellt mich nicht vor allzu große Herausforderungen. ...aber was macht Frank? Und wer kontrolliert das? Als wir vom Rundwanderweg zurückkommen, eilt uns vom Parkplatz ein Mann entgegen. Schüttelt uns beiden auffallend lange und lachend die Hände und gratuliert uns zu unserem schönen Truck. (Würden wir das in Deutschland tun?)

An der Inka-Brücke kommt ein weiterer Einheimischer auf uns zu und spricht uns in gutem Englisch an. Wenn wir heute Abend einen Übernachtungsplatz suchen, etwa fünf Kilometer von hier, an einer kleinen Skistation, steht sein rotes Wohnmobil. »Ihr könnt es nicht verfehlen. Stellt euch einfach daneben, kein Problem, ich wohne dort«, fügt er an. Nette Leute. Und nochmal stellt sich uns die Frage, würden wir das in Deutschland tun? 

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Zeitkapsel und kein Bauverzug

Hoyerswerda. Im August vergangenen Jahres begannen die Baumaßnahmen am neuen Quartierhaus, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haus Rosengarten befindet. In Trägerschaft der Diakonie Libera entstehen in dem Gebäude für Senioren im Erdgeschoss 14 Plätze in der Tagespflege und verschiedene Apartments für den so genannten Servicewohnbereich. Im ersten Obergeschoss sind für die Kurzzeitpflege zwölf Plätze geplant und im zweiten Obergeschoss soll es weitere acht Apartments geben, darunter auch 2-Raum-Apartement und Ein-Raum-Wohnungen. Mit diesem Angebot soll der Bedarf an Wohnraum für Menschen, die Unterstützung im Alltag brauchen, optimiert werden. Generationsgerechte Wohnformen sollen den Bewohnern die Wahl zwischen ambulanten und stationären Angeboten ermöglichen. Der Rohbau des neuen Gebäudes ist inzwischen fertiggestellt, die Innenarbeiten haben begonnen. So werden in den nächsten Monaten unter anderem noch Putz-, Fußboden- und Elektroarbeiten erledigt, Fliesen angebracht, gemalert und zu guter Letzt die Außenanlagen gestaltet. Bis Anfang nächsten Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Trotz Corona liegen die Baumaßnahmen gut im Zeitplan, freute sich Silke Schlegel vom Vorstand der Diakonie Libera. Ihre Vorstandkollegin Christina Lumper lobte das sehr gute Zusammenspiel der beteiligten Firmen, die alle aus der näheren Region stammen. Kürzlich wurden die Gewerke zu einer kleinen Veranstaltung eingeladen. Es sollte ein Dankeschön sein, weil wegen der Corona-Pandemie kein Richtfest stattfinden konnte. Im Obergeschoss wurde von Christina Lumper eine Zeitkapsel gesegnet, die wenig später im Boden für die Ewigkeit versenkt wurde. In dem Erinnerungsbehälter sind Tageszeitungen, eine Tontafel, die von Bewohnern des Christopherus-Hauses in Großkmehlen mit einem Jahresspruch gestaltet wurde, und eine Atemschutzmaske enthalten. Der Mundschutz soll an die derzeitige schwere Corona-Zeit erinnern.Im August vergangenen Jahres begannen die Baumaßnahmen am neuen Quartierhaus, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haus Rosengarten befindet. In Trägerschaft der Diakonie Libera entstehen in dem Gebäude für Senioren im Erdgeschoss 14 Plätze in…

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