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"Paula on Tour": Geheimnisvolle Bergkulisse mit Weinprobe

Zeithain. Gabi und Frank Wagner aus Zeithain verstärkte Kontrollen hemmen die Reisefreiheit.

Frisch gestärkt, das Hirn wieder aufnahmebereit fahren wir heute weiter Richtung Salta.

Die Ruta 9, eine eigentlich große Hauptstraße verkümmert zu einer zerklüfteten, schmalen Straße und führt uns durch einen dichten, zugewachsenen Regenwald. Wir fahren in einem grünen Tunnel. Farne hängen über die Straße, riesige Schmetterlinge schwirren umher. Es riecht nach Moos und Blumen. Fehlt nur noch das sich Tarzan durch die Bäume schwingt. Wir brauchen eine Ewigkeit für diese fünfzig Kilometer, aber eine kurzweilige Ewigkeit, dann ist Salta erreicht.

Der Vorplatz des Antropologischen Museums eignet sich wunderbar um zu parken und auch eine Nacht zu verbringen. Ein alleine reisender Franzose steht schon hier und wir tauschen am Abend Reiseerfahrungen aus. Das gut angelegte Museum zeigt hauptsächlich Keramikarbeiten der Urbevölkerung und ist recht schnell erkundet. Keine 100 Meter von unserem Stellplatz erhebt sich das große Denkmal der Stadt zu ehren des Provinzhelden Martin Miguel de Güemes und seiner Gaucho Helden. Während des Unabhängigkeitskrieges hielt er hier mit seinen Gaucho-Truppen in einer Art Guerillataktik die Stellung und verwickelte die Spanier immer wieder in verlustreiche Kämpfe. Hauptattraktion ist aber die in rosa und weiß gehaltene Kathedrale im Stadtzentrum.

Seit 1934 ist sie die Kirche des Erzbischofs von Salta. Wir waren schon in vielen Kirchen, aber diese ist besonders prunkvoll. Kein einziges Stück Wand ist nicht verziert oder vergoldet. Wir kommen genau zum sonntäglichen Gottesdienst, und ob, und an was man nun glaubt, rückt hier in den Hintergrund. Es ist beeindruckend. Wir schlendern noch ein wenig durch die alte Stadt, tauschen bei einem Straßenhändler zu einem super Kurs Geld und machen uns wieder davon.

Wir fahren noch einmal einen westlichen Bogen und somit in die Berge. Erste Station ist Cachi. Ein altes Dorf auf 2.280 Meter Höhe und umgeben von dem schneebedeckten Nevado de Cachi mit 6.720 Meter. Mit dem Kopfsteinpflaster und den groben Mauern hat es sich einen Hauch von kolonialer Atmosphäre bewahrt. Hier fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt. Als am Abend die alten Lampen angehen, die tatsächlich aussehen wie alte Petroleumlampen, hätte es uns nicht gewundert, wenn der Nachtwächter die Schließung der Stadttore ausgerufen hätte. Wir stehen über Nacht in einer Seitengasse und genießen diese Atmosphäre. Auf der Panamericana geht es am nächsten Tag weiter Richtung Cafayate. 180 Kilometer in wirklich phantastischer Landschaft, aber leider über grottenschlechte Piste. Stellenweise ist es so eng, das wir in den Kehren rangieren müssen, manchmal können wir nur Schritttempo fahren.

Cafayate ist touristisches Zentrum der Region und hat wie fast jeder Ort eine Plaza, wo sich alles Leben abspielt und eine schöne alte Kolonialkirche. Es liegt wunderschön umgeben von Andengipfeln und Weingärten. Wir fahren auf eines der Weingüter und bekommen eine kleine Führung mit anschließender Verkostung. Hier wächst der hochklassige Torrontes Wein und auch wir können nicht widerstehen und erwerben einige Flaschen. Die Nacht umgeben von Reben ist traumhaft ruhig.

Nächste Station sind die Ruinen von Quilmes. Am Anfang des 11. Jh. bauten hier die Quilmes, von denen man vermutet, das sie von der westlichen Seite der Anden stammen, eine Stadt. Sie errichteten mit dicken Mauern eine Festung, um sich gegen andere Indianer-Völker zu schützen. Doch gegen die Spanier halfen die Mauern nicht. 1665 wurden sie nach 35-jähriger Gegenwehr besiegt. In einer Umsiedlung wurden 170 Familien auf einen 1.000 Kilometer langen Marsch nach Buenos Aires getrieben. Wer den Marsch überstand, starb dort an Krankheiten.

Eine Vorstadt und ein Bier tragen heute noch den Namen des Stammes. Wir übernachten vor den Ruinen und fahren am folgenden Tag weiter durch die Berge über Tafi de Valle und bleiben an einem See abseits der Zivilisation zwei Tage stehen.

Wir haben nicht viel Kontakt zur Außenwelt und bemerken nicht, dass Corona auch in Argentinien ein Thema geworden ist.

Am 15.3. werden wir an einer Polizeikontrolle gestoppt und dürfen nicht in die Provinz Santiago del Estero einreisen.

Wir müssen in fast zwei Tagen das Gebiet umfahren. Ab 17.3. gibt es überall Kontrollen.

Wir sitzen nur noch im Auto und fahren und fahren.

Wir wollen noch über die Grenze nach Uruguya. Leider kommen wir einen Tag zu spät.

Argentinien ruft den Ausnahmezustand aus und verhängt Ausgangssperre.

Seit 22.3. stehen wir im Hinterhof der Gandamerie von Concordia auf einer Wiese und befinden uns in Quarantäne.

Bis 31.3. müssen wir warten, dann kommt eine neue Anordnung.

Wir hoffen , dass die Grenze wieder geöffnet wird. Ausgang ungewiss...

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Festung Königstein informiert...

Königstein. Am Montag, 21. September, von 15 bis 18 Uhr, lädt die Festung Königstein Lehrerinnen und Lehrer ein, sich über die neuen museumspädagogischen Angebote des Lern- und Erlebnisortes in der Sächsischen Schweiz zu informieren. Das Bildungskonzept der Bergfestung wurde grundlegend überarbeitet: Ab diesem Schuljahr sind die Angebote mit den Lehrplänen aller Klassenstufen von Grund- und Oberschulen, Gymnasien und Förderschulen kompatibel. Die Teilnahme am Informationstag ist kostenfrei. Interessenten können sich bis 17. September anmelden. "Das neue Konzept bietet den Schulen deutlich mehr Themen und mehr Gestaltungsfreiheit", erklärt die Museumspädagogin und Leiterin der Schülerprogramme, Maria Pretzschner. Die Wissenschaftlerin entwickelt gemeinsam mit den Schulen individuelle und zeitgemäße Projekte mit hohem praktischem Anteil. Mit Workshops, Projekttagen, längerfristigen Projektarbeiten sowie altersgerechten Führungen und Diskussionsrunden knüpft das Museum an lehrplanspezifische Lernziele an. Dazu gehören die im Lehrplan enthaltenen Themen, wie politische Bildung, Medienbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, der Wirtschaft und der Umwelt. "Kaum ein außerschulischer Lernort bietet so viele Anknüpfungspunkte für den Unterricht wie die Festung Königstein", sagt Maria Pretzschner. "Die Geografie des Ortes, seine Geschichte, Architektur und technische Ausstattung und nicht zuletzt seine Gegenwart als modernes Museum bieten unzählige Möglichkeiten, Lerninhalte anschaulich und emotional zu vermitteln." Neben dem Fach Geschichte vertieft die promovierte Historikerin gemeinsam mit den Lehrern Lernstoff der Fächer Kunst und Geografie, Sachunterricht, Deutsch, Ethik, Religion, Gemeinschaftskunde, Musik, Biologie, Chemie, Mathematik, Physik, Philosophie und sogar Tschechisch und Sport. Zum Lehrerinformationstag gibt Maria Pretzschner einen umfassenden Überblick über mögliche Themen und Gestaltungsansätze. Lehrkräfte sind zum Dialog eingeladen. Darüber hinaus ist ein Rundgang über das Festungsplateau inklusive Besuch der wichtigsten Ausstellungen vorgesehen. Anmeldungen nimmt die Programmleiterin persönlich unter Telefon 035021/64-816 oder per E-Mail anpretzschner@festung-koenigstein.de entgegen. Am Montag, 21. September, von 15 bis 18 Uhr, lädt die Festung Königstein Lehrerinnen und Lehrer ein, sich über die neuen museumspädagogischen Angebote des…

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DSC: Supercup 2020 mit Zuschauern

Dresden. Die Volleyball Bundesliga informierte darüber, dass das in den letzten Wochen gemeinsam mit den DSC Verantwortlichen erarbeitete Hygienekonzept für den Supercup in der Margon Arena vom zuständigen Gesundheitsamt der Stadt Dresden genehmigt wurde. Bis zu 1.100 Fans können damit am 27. September live dabei sein, wenn Lenka Dürr & Co. gegen den SSC Palmberg Schwerin um den ersten Titel der Saison kämpfen. Tickets online erhältlich Als Ausrichter des Supercups verantwortet die Volleyball Bundesliga auch den Ticketverkauf, DSC Saisonkarten sind zum Supercup nicht gültig. Die personalisierten Tickets werden ausschließlich online über Ticketmaster erhältlich sein und kosten zwischen 13 und 27 Euro (ermäßigt*: 11 bis 21 Euro). Über den Start des Ticketverkaufs wird gesondert informiert. Alle Interessenten werden gebeten, bis zum Verkaufsstart von Rückfragen abzusehen. Buchungsverhalten bestimmt Zuschauerzahl Die tatsächliche Zuschauerzahl richtet sich nach dem Buchungsverhalten der Fans. Jede Bestellung, unabhängig von der Anzahl der Tickets, bedeutet eine gewisse Anzahl an Plätzen als Abstandshalter. Je kleinteiliger das Bestellverhalten ausfällt, desto mehr Abstandsplätze werden in der Halle notwendig und desto geringer fällt die Gesamtkapazität aus. Gemeinsame Buchungen sind nur dann zulässig, wenn alle Personen zur gleichen Infektionsgemeinschaft (z.B. Familie, Partner, Wohngemeinschaft, enger Freundeskreis) gehören. Gästefans sind aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht zugelassen. Die Abgabe der Tickets ist nur an Personen mit Hauptwohnsitz in Sachsen gestattet. Um die größtmögliche Auslastung der Halle gewähren zu können und dabei alle Regeln und Maßnahmen des Hygienekonzepts zu befolgen, muss von jeder Person in der Halle verpflichtend ein Mund-Nase-Schutz getragen werden (Ausnahme: Auf dem eigenen Sitzplatz). Die Zulassung von Zuschauern gilt vorbehaltlich des aktuellen Infektionsgeschehens in der Region Dresden zum Veranstaltungstag. Ausführliche Informationen hier: www.volleyball-bundesliga.de. (pm/DSC 1898 Volleyball GmbH) Die Volleyball Bundesliga informierte darüber, dass das in den letzten Wochen gemeinsam mit den DSC Verantwortlichen erarbeitete Hygienekonzept für den Supercup in der Margon Arena vom zuständigen Gesundheitsamt der Stadt Dresden genehmigt wurde. Bis…

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