Verena Farrar/asl

Riesas ältestem Geheimnis auf der Spur

Riesa. Das Museum geht in einer Sonderausstellung in nächsten Jahr dem Geheimnis der Riesaer Mumien weiter auf den Grund.

Unter dem Titel »Verstorben, begraben und vergessen? - Gruftgeschichten aus Riesa« soll für Juni 2021 eine Sonderausstellung im Museum Riesa über die Mumien in der Gruft unter der Klosterkirche erstellt werden.

Finanzierungsbaustein

Möglich macht dies eine Zuwendung der Sparkassenstiftung und ein Zuschuss der Stadt Riesa. »Der umfangreiche Antrag des Museums hat uns sehr beeindruckt«, verrät Vorstand Rainer Schikatzki. Sonst werde die Stiftung vorrangig für Sport- oder Jugendprojekte angefragt. Die Unterstützung einer so wissenschaftlich wichtigen Ausstellung sei daher etwas ganz Besonderes und Nachhaltiges. Die Stiftung stellt 10.000 Euro für die Ausstellung zur Verfügung. Die Stadt Riesa steuert weitere 5.000 Euro bei.

Auf Grundlage der bereits 2016 bis 2018 durchgeführten Untersuchungen zur einzigartigen Begräbnisstätte unter der Klosterkirche soll die Ausstellung angemessen die Bestandsaufnahme vorstellen und darüber hinaus wissenschaftlich auswerten. Dabei handelt es sich um die Grabstätten von Mitgliedern der Adelsfamilien von Odeleben, von Felgenhauer und von Welck.

Besondere Bedeutung wird auch den Grabbeilagen und den Kleidungsstücken der Verstorbenen gewidmet. So geben die Bestatteten wichtige Informationen zur derzeitigen Mode und Gepflogenheiten des Landadels preis.

Inhalte der Ausstellung

Die Ausstellung soll sich konkret auf die Klosterzeit beziehen und auch die Rittergutsfamilien vorstellen. Dann folgt ein Abschnitt mit den wissenschaftlichen Erforschungen inklusive DNA Bestimmung, Konservierung von Textilien und anthropologische Forschung. Auch die individuellen Schicksale der drei Familien und die Kindersterblichkeit spielen eine Rolle. Derzeit befindet sich das Museumsteam in der umfangreichen Material- und Faktensammlung sowie der Vorbereitung der Leihanfragen. Bisher war die Gruft für Besichtigungen nur sehr begrenzt aller paar Jahre für interessierte Besucher geöffnet, um die Totenruhe angemessen zu wahren und den Verfall der Mumien nicht zu beschleunigen.

Partnerschaften

Als Kooperationspartner treten bei dieser besonderen Vergangenheitsbewältigung Riesas der Museumsverein Riesa, die ev.-luth- Kirchgemeinde Riesa, das Landesamt für Archäologie Sachsen und die Museen der Stadt Dresden auf. Die wissenschaftliche Begleitung der Ausstellung übernimmt Amelie Alterauge vom Institut für Archäologische Wissenschaften Universität Bern & Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Heidelberg. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Begleitprogramm für Schüler und Erwachsene ergänzt. Auch eine Führung durch die Grüfte ist in Planung.

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