far/gw/gb

Unsere Gedanken sind bei »Paula«

Zeithain. Weltenbummler Gabi und Frank Wagner aus Zeithain mussten ihre abenteuerliche Reise nach Südamerika vor einem Jahr abbrechen. Wegen der Corona-Pandemie wurden sie per Rückholflug der Bundesregierung wieder nach Deutschland gebracht. Aber ihr multifunktionales Reisegefährt »Paula« musste zurückbleiben... Gabi Wagner blickt für uns zurück:

»Im April 2020 mussten wir unfreiwillig Argentinien verlassen und was noch schlimmer war, wir mussten »Paula« ziemlich überstürzt stehen lassen. Auch konnten wir einen geplanten Stellplatz in Uruguay bei Heinz und Silvia, netten Schweizer Leutchen, nicht erreichen. Dort hätte Heinz immer mal wieder nach dem rechten geschaut und gelüftet. Außerdem kann ein Auto in Uruguay ein ganzes Jahr stehen bleiben, ohne das es Probleme mit dem Zoll gibt. Leider waren im März die Grenzen von einem Tag auf den anderen geschlossen worden und wir hatten keine Möglichkeit mehr Argentinien zu verlassen. Drei Wochen standen wir bei der Gendarmerie auf einer Wiese im Hinterhof in Quarantäne. Eingeschlossen und abgeriegelt von der Außenwelt. Dann bekamen wir vom Auswärtigen Amt einen Flug nach Deutschland zugeteilt. Alejandro der Chef der Gendarmerie in Concordia hat uns zugesichert gut auf unser Auto aufzupassen, wir sollen uns keine Sorgen machen.

Unsere zweite Tour nach Südamerika sollte im November starten und wir waren ganz guter Dinge. Bis im Oktober klar wurde, das geht wieder nach hinten los! Unsere Sorgen um das Auto sind immens. Wir wissen nicht, wie die Wohnkabine reagiert, wenn sie nicht gelüftet wird. Ist schon alles verschimmelt innen? Wohnen schon Horden von Ameisen in unserm Truck? Haben vielleicht doch Mäuse den Weg hinein gefunden und Polster und Matratzen angeknabbert? Welche Technik hat nach so langer Standzeit schon den Geist aufgegeben? Steht das Auto überhaupt noch da? Dazu kommt die Frage nach den Zollformalitäten. Paula`s  Genehmigung im Land zu bleiben ist am 29. Mai 2020 abgelaufen.

Wie reagieren die Behörden? Wird es eine Sondergenehmigung geben? Wenn nicht könnten bis 70 Prozent vom geschätzten Wert des Fahrzeuges als Auslösesumme verlangt werden. Das könnten wir nicht stemmen...

Die nächste Hiobsbotschaft: Alejandro wurde versetzt und ist nun nicht mehr in Concordia vor Ort sondern im zweihundert Kilometer entfernten Parana. Wer passt jetzt auf Paula auf? Wir haben keine andere Möglichkeit, als das Ganze auszusitzen und das Beste zu hoffen. Sobald eine Möglichkeit besteht müssen wir nach Argentinien fliegen und alles mit den Behörden klären. Auch wenn das bedeutet, nur für die Behördengänge hin und her zu fliegen.

Eine Rückverschiffung ist im Moment keine Option, da wir immer noch stark hoffen, das zum Herbst hin das Reisen wieder möglich sein wird. Dann würden wir unser Tour wie geplant, nur um ein Jahr versetzt, fortsetzen. Denn unser Reisefieber brennt nach wie vor. Wir haben noch so viele Pläne und so viele Orte und Länder die wir besuchen möchte. Also bleibt uns nur die Hoffnung auf Besserung der Lage, bleibende Gesundheit und noch etwas Durchhaltevermögen.«

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Mütter als Fels der Familie

Sachsen. Das Müttergenesungswerk ruft unter dem Motto #gemeinsamstark zu Spenden und Sammlungen für Mütter auf. Elke Büdenbender, Schirmherrin des Müttergenesungswerks betont in ihrem Spendenaufruf: »Gerade jetzt ist jegliche Unterstützung von großer Bedeutung, um die Familien in unserem Land in diesen herausfordernden Zeiten und darüber hinaus zu stärken!« Jeder Tag müsste Muttertag sein Am Muttertag erfahren die Leistungen und Lasten von Müttern die dringend notwendige Aufmerksamkeit und Wertschätzung. »Viel zu oft wird diese alltägliche Familienarbeit, die ein wichtiger Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Leben ist, als selbstverständlich hingenommen,« sagt Schirmherrin Büdenbender. Eigentlich müsste jeder Tag Muttertag sein. Eines ist jedoch klar: Seit mehr als einem Jahr herrscht Ausnahmezustand und besonders Mütter spüren den Druck und die Auswirkungen der Corona-Pandemie: Schule und Kinderbetreuung fallen aus, das Arbeitsleben verlagert sich für viele auf das Zuhause, die Pflege von Angehörigen ist oftmals nur unter erschwerten Bedingungen zu gewährleisten und dann noch der Haushalt. Die Mehrfachbelastung unter diesen extremen Bedingungen zwingt die Stärkste in die Knie. Und genau das passiert: Irgendwann kommt der Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht. Erschöpfung setzt ein, ein Gefühl von Hilflosigkeit und Überforderung und die Gesundheit leidet. Unterstützung durchs Müttergenesungswerk Oft zu spät suchen sich Mütter dann Hilfe. Das Müttergenesungswerk, das sich seit über 70 Jahren für die Gesundheit von Müttern einsetzt, ein Beratungsnetz und Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Mutter und Kind anbietet – auch für Väter. In den dreiwöchigen Kuren profitieren Teilnehmer von einem gendersensiblen Kurangebot, das individuell auf die Bedürfnisse und die Lebenssituation in der Familie zugeschnitten ist. Durch verschiedene Therapien und den Austausch mit anderen Müttern gewinnen die Frauen Abstand vom Alltag, tanken Kraft, erhalten neue Impulse und verändern den Blick auf Zuhause. Spenden hilft konkret Die Arbeit des Müttergenesungswerks ist u.a. durch Spenden möglich: Information, Aufklärung, Beratungsarbeit und Nachsorge sowie ganz konkret mit direkten finanziellen Kur-Zuschüssen für Mütter. Gemeinsam kann man sich für Mütter stark machen. Hilfe durch: Haus- und Straßensammlung des Müttergenesungswerks direkte Spende: www.gemeinsam-stark.social/spenden Spendenkonto: IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04 / BIC: BFSWDE33MUEDas Müttergenesungswerk ruft unter dem Motto #gemeinsamstark zu Spenden und Sammlungen für Mütter auf. Elke Büdenbender, Schirmherrin des Müttergenesungswerks betont in ihrem Spendenaufruf: »Gerade jetzt ist jegliche Unterstützung von großer…

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