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Unterhalter mit Leib und Seele

Weinböhla. Am 24. Februar bringt Andy Borg (57) den Zentralgasthof in Weinböhla zum Schunkeln. Mit dem WochenKurier sprach er über seine Liebe zu Sachsen, seine Auftritte und seinen schweigsamen Doppelgänger.

In Sachsen stehen 2018 sicher wieder über zehn Auftritte in Ihrem Terminkalender?

Wie viele es sein werden, kann ich noch nicht sagen. Aber ich komme immer wieder gern nach Dresden. Das herrlich romantische Umland, das mich sehr an die Steiermark erinnert, ist inzwischen wie eine zweite Heimat für mich.

In Weinböhla gastieren Sie erstmals?

Ja, ich mag die Säle in Gasthöfen kleinerer Orte. Ich bin dort meinem Publikum näher und es geht fast familiär zu.

Mit Verlaub, Künstler, die in die Jahre kommen, schreiben gern eine Biografie. Haben Sie schon ein Manuskript?

Nein, ich nehme mich und mein Leben nicht so wichtig, dass ich selber darüber schreiben würde. Das überlasse ich anderen. Außerdem gibt‘s bei mir keine sogenannten Enthüllungsstorys.

Jene Geschichte, die Sie am 7. März 2009 in Riesa erlebten, wäre aber erzählenswert...

In einer Werkstatt habe ich während der laufenden TV-Sendung des "Musikantenstadl" meinen Doppelgänger aus Autoschrottteilen zusammengeschweißt. Mein erlernter Brotberuf ist bekanntlich der eines Elektromechanikers. Da Riesa die Heimstätte der Stahlerzeugung ist, habe ich spontan diese mannshohe Skulptur gebastelt und sie der Stadt geschenkt.

Der mannshohe "Eisen-Andy" mit Autofelge als Kopf wurde für einen guten Zweck versteigert und der Erlös von 501 Euro dem Kinderschutzbund Riesa überwiesen.

Eine Super-Idee.

Sie werden bald 58, was bedeutet die Zahl für Sie?

Nichts. Natürlich ist es anders, 30 oder 40 zu sein. Aber alles ist gut, solange ich gesund bin, ich meine Birgit an meiner Seite habe und ich den Menschen Freude bringen kann.

Privat haben Sie bekanntlich Ihr großes Glück gefunden...

Birgit und ich sind seit 19 Jahren verheiratet. Auch wenn es für manchen vielleicht altmodisch klingt, wir waren seither keinen einzigen Tag getrennt.

Sie sitzen ständig auf gepackten Koffern, bekommen Einladungen für TV-Shows von Florian Silbereisen, Stefan Mross oder Carmen Nebel. Erst kürzlich brachten Sie Stimmung in die "Klubbb3 Hüttenparty" des 3. Bayrischen TV-Programms...

Florian Silbereisen hatte eingeladen und ich habe ein Medley meiner größten Hits gesungen. Anschließend gab‘s als Überraschung witzige Bilderrätsel zu bekannten Après Ski-Hits zu lösen. Ein super Spaß!

Sie haben, so scheint es, wohl nie schlechte Laune?

Dafür bin ich einfach nicht der Typ und das wäre auch sehr unfair meinen Fans gegenüber. Schließlich wollen Sie bei meinen Konzerten einen schönen Abend und keinen miesepetrigen Grantler erleben. Ich bin mit Leib und Seele Musikant und Unterhalter. Wo ich auftrete, darf gelacht werden.

Das Gespräch führte Hans Jancke 

 

 

 

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