»Sprache als Schlüssel«

Meißen. Aus dem Bundesprogramm »Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist« werden Vorhaben in zwei weiteren Kitas im Landkreis Meißen bewilligt. Mit je 50.000 Euro werden die Meißner Kitas »Sonnenschein«, Träger ist die Stadt Meißen und die Kita »Wichtelburg« in der Trägerschaft der AWO Kinder und Jugendhilfe gemeinnützige GmbH gefördert. »Unser Antrag wurde sehr bewusst gestellt. In der vergangenen Zeit werden vermehrt Kinder mit einem anderen sprachlichen Hintergrund betreut. Die Sprachbarrieren sollen Anlass sein, sich mit Sprache und Kultur zu beschäftigen«, erklärt Sprecherin Birgit Bach von Trägerverein AWO. So planen die Erzieherinnen der »Wichtelburg« eine Teamfortbildung zum Thema Interkulturelle Pädagigik und Kommunikation. Viele Eltern sind von der intensiveren Sprachförderung begeistert. So werden Handlungsabläufe sprachlich begleitet, die Mundmuskulatur gestärkt und Logopäden zur Sprachförderung eingeladen. Mit dem Bundesprogramm fördert das Familienministerium seit 2016 die alltagsintegrierte sprachliche Bildung als festen Bestandteil in der Kindertagesbetreuung. Neben der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung sind die Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien weitere Handlungsfelder. Ab 2021 wird pandemiebedingt der Fokus auf den Einsatz digitaler Medien und die Integration medienpädagogischer Fragestellungen gelegt. »Dieses Programm ist in den Kitas bei Erziehern, Kindern und Eltern sehr beliebt und wird gern für die frühkindliche Sprachbildung und Sprachförderung genutzt, weil so der Übergang in die Grundschule besser gelingt. Acht weitere Kitas aus dem Landkreis nutzen das Angebot der Sprach-Kita bereits«, erklärt Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas de Maizière. Ein Großteil der geförderten Vorhaben hat die Möglichkeit zur Fortführung der Förderung in 2021/2022 genutzt. So wurden 5.774 Anträge für die Verlängerung von Fachkraftvorhaben und 480 Anträge für die Verlängerung von Fachberatungsvorhaben eingereicht. Dies entspricht mehr als 90 Prozent der im Jahr 2020 geförderten Vorhaben. Derzeit läuft das Antragsverfahren für die neu aufzunehmenden Kitas für 2021/22. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln könnten bis Ende 2022 insgesamt 6.500 Fachkraftvorhaben und 520 Beratungen gefördert werden.Aus dem Bundesprogramm »Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist« werden Vorhaben in zwei weiteren Kitas im Landkreis Meißen bewilligt. Mit je 50…

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Der Kampf für die Stiftung

Nossen. Der Eigentümer des Schlossensembles Schleinitz, die Stadt Nossen, will das kulturelle und historische Zentrum der Lommatzscher Pflege aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen. Seit geraumer Zeit versuchen engagierte Geschichts- und Kulturfreunde eine Stiftung zu gründen, um das Gebäudeensemble als historisches, kulturelles und öffentliches Zentrum weiter zu entwickeln. Hauptproblem ist dabei die Wirtschaftlichkeit und Finanzierung einer Stiftung. Ein vorgelegtes Wirtschaftskonzept wurde vom Stadtrat wohlwollend bewertet. Einnahmen und Ausgaben lagen in den vergangenen Jahren in einem leicht positiven Bereich. Jetzt ist die Spendensuche und die Aktivierung von Stiftern für die Kapitalausstattung der Schwerpunkt der Arbeit der Initiatoren Dr. Christian Lantzsch, Bernd Hoffmann und Tom Lauerwald. »Wir möchten durch Stiftungsgründung den Verkauf verhindern und im ländlichen Raum dieses für ca. 7,5 Millionen Euro sanierte Denkmal weiter für alle zugänglich machen. Zur Gründung einer Stiftung, die gemeinnützige Zwecke verfolgt, benötigt die geplante Stiftung Unterstützung durch Spenden. Alle Privatpersonen, Agrarbetriebe, Handwerksbetriebe und Unternehmen rufen wir auf, durch Spenden die Stiftungsgründung »Schloss Schleinitz« zu ermöglichen und dieses historische Schlossareal dauerhaft unverkäuflich zu machen«, erklären sie. Das neu zu erstellende Nutzungskonzept des Schlossareals soll zu gegebener Zeit präsentiert werden. Intension der Bürgerinitiative ist, das die Lommatzscher Pflege mit dem Verkauf des Schlossensembles einen wichtigen Teil seiner Identität verlieren würde. Der Ortskern von Schleinitz würde 21.000 qm seines Zentrums verlieren. Aktuell haben sich das Rechts- und Kommunalamt Meißen und die Landesdirektion Dresden gegen den von der Stadt Nossen beschlossenen Eigentumsübergang des Schlossensembles Schleinitz an die Stiftung durch Schenkung oder symbolischen Preis ausgesprochen. Jetzt soll die Sächsische Gemeindeordnung nochmals geprüft werden. Ergebnis offen. Auf jeden Fall würde der Abruf möglicher Spenden erst bei Gründung der Stiftung abgerufen werden.Der Eigentümer des Schlossensembles Schleinitz, die Stadt Nossen, will das kulturelle und historische Zentrum der Lommatzscher Pflege aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen. Seit geraumer Zeit versuchen engagierte Geschichts- und Kulturfreunde eine…

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Mutmacher bis zu den Sternen

Riesa. Vereine leiden derzeit unter der Pandemie. Was am Jahresanfang 2020 noch motiviert geplant wurde, musste wenige Wochen später gestrichen und beendet werden. »Wir als Volkssternwarte hatten einen prall gefüllten Veranstaltungsplan und etliche Naturereignisse am Himmel zu bestaunen, an denen wir die Öffentlichkeit teilhaben lassen wollten. Schulklassen und Kindergruppen wollten uns besuchen oder mit uns zusammen die Schönheit der Natur bestaunen, aber es kam alles anders. Wir haben vieles abgesagt und konnten fortan nur über digitale Kanäle informieren«, erinnert sich Stefan Schwager, Leiter Volkssternwarte Riesa. Doch wer kein eigenes Teleskop besitzt oder schlichtweg Hilfe beim Erkunden des Nachthimmels benötigt, dem blieben viele schöne Momente verborgen. Die Volkssternwarte Riesa hat versucht trotzdem eine breite Präsenz zu zeigen.  So waren die Sternenfreunde im überregionalen Fernsehen und in Radiosendern regelmäßig zu sehen und zu hören. »Dadurch konnten wir trotz fehlender Veranstaltungen immer wieder tausende Menschen erreichen und die Menschen mit Ereignissen am Himmel inspirieren«, fügt Schwager an. Schmerzliche Pause Besonders schwer fällt es den Aktiven, dass die Kinderuniversität, die es seit 2009 gibt, seit April pausiert. Dem Verein fehlen vor allem dadurch wichtige Einnahmen und finanzielle Mittel, welche kaum aus eigener Kraft aufzubringen sind. Das ist für gemeinnützige Vereine wie der Volkssternwarte schon ein schweres Stück, denn die Planungen für den Ausbau des Geländes und die technische Ertüchtigung rücken in den Hintergrund. Zum Glück gibt es aber in der Region Firmen, die die Kraft der Vereine erkennen und unterstützen wollen. So war es die Volksbank Riesa, welche eine "Corona - Soforthilfe" für Vereine in der Vorweihnachtszeit und z.B. der Volkssternewarte mit 300 Euro unter die Arme greift und dankbare Worte für das Durchhaltevermögen der Mitglieder bringt. Auch die "Stahlhandel Gröditz GmbH" und Familie Voß unterstützten im Dezember viele Vereine mit der Spendenaktion "Wir geben mehr". Angesichts klammer Kassen in den Kommunen und steigenden Belastungen durch die Coronakrise sei dies eine Bereicherung für die Region. Neue Pläne Derzeit wird an der vorsichtigen Planung für 2021 gearbeitet. Der Spendentrödelmarkt von Sven Schöne, die Flora et Herba, Astronomietage, das Sächsische Teleskoptreffen und vieles mehr sollen fest auf dem Plan stehen. Auch zahlreiche Sternschnuppenströme kommen und werden alle begeistern. Vereine leiden derzeit unter der Pandemie. Was am Jahresanfang 2020 noch motiviert geplant wurde, musste wenige Wochen später gestrichen und beendet werden. »Wir als Volkssternwarte hatten einen prall gefüllten Veranstaltungsplan und etliche…

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