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Der „Glöckner“ war 2015 der Renner

Rathen, Kurort.  Ein Superjahr 2015 und neue Premieren der Landesbühnen für 2016 auch auf der Felsenbühne Rathen

Der letzte Vorhang auf der Felsenbühne Rathen war noch nicht gefallen – Saisonabschluss wurde am 13. September mit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gefeiert –  da stellten die Landesbühnen Sachsen schon die Premieren und Vorhaben der Spielzeit 2015/16 vor. Freilich ist die Felsenbühne nur eine Spielstätte der Landesbühnen. Aufführungen finden dort nur in den Sommermonaten statt. Im Haupthaus in Radebeul dagegen  ist ganzjährig Saison.  

Intendant Manuel Schöbel freute sich über die guten Besucherzahlen der Saison 2014/15: „Insgesamt kamen zu den  616 Vorstellungen 188.554 Besucher in Radebeul, auf den Abstechern und auf die Felsenbühne Rathen. Dies sind 16.000 Besucher mehr als in der Spielzeit 2013/14.“

Die Felsenbühne Rahen konnte  in diesem Sommer deutlich gestiegene Besucherzahlen  vermelden. Bis 31. August kamen zu 78 Vorstellungen schon 66.131 Besucher. „Nur zwei Vorstellungen mussten wegen  Regens abgesagt werden. Das waren schon Anfang September fast 9.000 Besucher mehr als im vergangenen Sommer“, erklärt  der Intendant.

Am 12. September fiel dann der „Vorhang“ in Rathen. „73.443 Besucher wurden seit Mai gezählt, das ist das drittbeste Ergebnis  seit 1990“, kann  Landesbühnensprecherin Petra Grubitzsch mitteilen. Die großen „Renner“ waren auch in diesem Jahr die „Drei Haselnüsse“, „Der Freischütz“  aber auch die Neuinszenierungen von „Schneeweißchen und Rosenrot“, und natürlich „Der Glöckner von Notre Dame“ mit Tom Pauls.

„Dort waren wir  regelecht ausverkauft. Fast 10.000 Besucher sahen das Stück“,  so Petra Grubitzsch.   Absolut die meisten Zuschauer  hatte „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, es wurde aber auch 15 Mal gespielt, während der „Glöckner von Notre Dame“ nur sechsmal auf dem Spielplan stand.

Für die neue Saison kündigten Manuel Schöbel, Peter Kube, Carlos Matos, Gisela Kahl (Chefdramaturgin), Steffen Pietsch  und Jane Taubert 29 Premieren an.

„Ich freue mich besonders, in dieser Spielzeit acht Uraufführungen präsentieren zu können. Gleich im September und Oktober folgen zwei Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten: am 20. September  kommt im Theater Meißen ‚Das Katzenhaus‘ in einer Komposition unseres Kapellmeisters Hans-Peter Preu zur Uraufführung. Am 3. Oktober dann die ‚Uraufführung ‚Copernicus‘“, so Manuel Schöbel.

Den Auftakt der neuen Spielzeit bildet das Theaterfest am 19. September in den Landesbühnen mit Familienfest und Gala.

Von den 29 Premieren in der neuen Spielzeit finden acht davon außerhalb des Stammhauses Radebeul statt. „Hase und Igel“, eine Schelmengeschichte von Peter Ensikat nach den Brüdern Grimm (ab vier Jahre) wird zum Beispiel am 26. November im Tom Pauls-Theater Pirna Premiere haben.  Zwei Premieren  erlebt 2016 auch die Felsenbühne Rathen. 

„Momo“, ein Tanzstück von Wencke Kriemer de Matos für die ganze Familie nach dem Roman von Michael Ende hat am 28. Mai im Naturtheater im Wehlgrund Premiere. „Opernfreunde können sich auf den 11. Juni 2016 freuen, dann erklingt Mozarts ‚Zauberflöte‘ in Rathen“, lädt Manuel Schöbel ein.   

Im Bild: Quasimodo, alias Tom Pauls, wird beim Karneval zum König der Narren gewählt. Die Inszenierung wurde auf der Felsenbühne bejubelt und von mehr als 10.000 Zuschauern besucht. Foto: Büttner   

                                                                                                  

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