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Friedenspark: Alkohol (wieder) tabu

Pirna. Betrunkene Männer, zerkloppte Bierflaschen, Polizeieinsätze: Im Friedenspark gab es die letzten Tage wieder reichlich Ärger. Nun hat Pirnas Oberbürgermeister die Notbremse gezogen.

 „Der wunderbar neugestaltete Friedenspark gehört allen Bürgern unserer Stadt. Gerade das Wasserspiel wird von Familien mit großer Begeisterung bei diesen Temperaturen angenommen. Wir lassen uns dieses Kleinod nicht von denen kaputtmachen, die aufgrund ihrer Alkoholisierung die Grundregeln des respektvollen Miteinanders vergessen", sagte Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke mit Blick auf die alkoholbedingten Zwischenfälle der vergangen Tage. Die Polizei musste mehrmals wegen stark alkoholisierten Leuten anrücken. Platzverweise wurden verteilt.

Ein weiteres Problem sind die Hinterlassenschaften der Saufgelage in der Parkanlage. Zerborstene Bierflaschen wurden immer wieder in dem Wasserspiel gefunden. Tagsüber toben hier sehr viele Kinder. 

Die Stadt reagierte nun und verhängte erneut ein Alkoholverbot für den Friedenspark und die Anliegerstraßen – bereits zum zweiten Mal. Der Konsum von alkoholischen Getränken ist damit in der gesamten Grünanlage einschließlich des Spielplatzes sowie den unmittelbar angrenzenden Bereichen zwischen Breite Straße, Goethe-Oberschule, Einmündung Seilergässchen und Nicolaistraße von Montag bis Samstag, jeweils von 12 bis 24 Uhr nicht mehr erlaubt.

Dabei ist es verboten, alkoholische Getränke zu konsumieren oder alkoholische Getränke jeglicher Art mit sich zu führen, wenn auf Grund der Umstände die Absicht erkennbar ist, diese im Geltungsbereich dieser Verordnung konsumieren zu wollen. Die Entscheidung des Oberbürgermeisters ist zunächst befristet. Der Stadtrat wird in seiner Sitzung am 2. Juli über ein längerfristiges Alkoholverbot beraten.

Im Pirnaer Präventivnetzwerk wurde die Situation sofort und umfassend bewertet und weitere Maßnahmen abgeleitet. Neben dem nun verhängten Alkoholverbot wurde die OVPS als Partner in ein umfangreiches Melde- und Kontrollsystem von Ortspolizeibehörde und Polizei integriert. Darüber hinaus wird es weitere Abstimmungen mit den Akteuren im Umfeld geben. Die Verwaltung wird zudem dichtbewachsene Stellen weiter auslichten.

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Klinikum konzentriert sich verstärkt auf Infektionsschutz

Senftenberg. Im Klinikum Niederlausitz sind weitere SARS-CoV-2-Tests positiv ausgefallen. Stand 21. Oktober, 13:00 Uhr, sind vier Mitarbeiter nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Insgesamt wurden seit dem 12. Oktober weit über 1.000 Tests auf SARS-CoV-2 bei Mitarbeitern und Patienten des Klinikums Niederlausitz durchgeführt. Derzeit werden im Klinikum Niederlausitz zwei Covid-19-Patienten stationär behandelt. Die Klinikum Niederlausitz GmbH testet zielgerichtet Mitarbeiter auf SARS-CoV-2, auch ohne das Vorliegen von Symptomen oder ohne nachgewiesene Kontakte zu einer mit dem Corona-Virus infizierten Person. Diese Teststrategie wurde mit der Einrichtung interner Abstrichstellen systematisiert und ausgeweitet, um auch versteckte SARS-CoV-2-Infektionen schnell zu erkennen und in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Infektionsketten durchbrechen zu können. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir ausschließen, dass unsere positiv getesteten Mitarbeiter und Patienten ihre Kontaktpersonen im Klinikumsumfeld angesteckt haben“, zieht Dr. Thomas Buthut, Leiter des Instituts für Krankenhaushygiene am Klinikum Niederlausitz, ein Zwischenfazit. Einschränkungen im Klinikbetrieb gibt es zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Alle Maßnahmen der Klinikum Niederlausitz GmbH zum Schutz vor SARS-CoV-2 dienen der Patientensicherheit, der Mitarbeitergesundheit und damit auch der Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Region. Die gleichen Ziele verfolgt die hausinterne Grippeschutzimpfung. Ab dem 26. Oktober 2020 können sich die Mitarbeiter des Klinikums Niederlausitz zum Teil direkt am Arbeitsplatz impfen lassen. „Die steigenden Zahlen von Covid-19-Patienten in Deutschland könnten parallel zur bevorstehenden Grippesaison eine Belastungsprobe auch für uns werden. Grippe-Erkrankungen mit einer Impfung vorzubeugen, bei bestätigten Grippe- oder SARS-CoV-2-Infektionen schnell zu handeln und das Ansteckungsrisiko zu minimieren – das sind aus unserer Sicht wichtige Stellschrauben, um Sicherheit zu bieten und Einschränkungen im Klinikbetrieb zu vermeiden“, beschreibt Tobias Vaasen das Vorgehen im Klinikum. Der Geschäftsführer der Klinikum Niederlausitz GmbH ist bereits gegen Grippe geimpft: „Ich hatte vor zwei Jahren selbst Influenza. Das hat mich zwei Wochen komplett außer Gefecht gesetzt – das wünsche ich niemandem.“ Im Klinikum Niederlausitz werden Patienten im Verdachtsfall standardmäßig auf Grippe und Corona getestet, denn die Symptome beider Viruserkrankungen sind ähnlich. Gewissheit gibt erst der Laborbefund. Angehörige von Patienten des Klinikums Niederlausitz finden auf der Webseite stets aktuelle Informationen über geltende Besucher- und Infektionsschutzregeln: www.klinikum-niederlausitz.deIm Klinikum Niederlausitz sind weitere SARS-CoV-2-Tests positiv ausgefallen. Stand 21. Oktober, 13:00 Uhr, sind vier Mitarbeiter nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Insgesamt wurden seit dem 12. Oktober weit über 1.000 Tests auf SARS-CoV-2…

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