gb

Komm auf Tour – Berufsorientierung

Lohmen. Beim Erlebnisparcours von »Komm auf Tour« können sich Schüler beruflich orientieren und das auf spielerische Art und Weise.

 

 Heutzutage beklagen sich viele über einen zunehmenden Fachkräftemangel und die berufliche Orientierungslosigkeit unserer Jugend. Dazu kommt, dass eine Menge junger Leute den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nach der Schule verlassen.

Doch was wissen die potentiellen Auszubildenden von ihren Stärken und Schwächen, welche für die mögliche Berufswahl entscheidend sind? Kennen diese überhaupt das bunte Feld möglicher Ausbildungsberufe und wie stellen sie sich überhaupt ihre Zukunft vor?

Für genau diese Fragen ist "Komm auf Tour" von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entwickelt worden. Seit 14 Jahren ist man damit schon im gesamten Bundesgebiet unterwegs. Nach September 2019 in Freital, gastierte der Erlebnisparcours nun zum zweiten Mal im Landkreis und zwar bis Ende Februar in der Bogenschießhalle des Landhauses Nicolai in Lohmen.

Viele regionale Partner

Am 25. Februar eröffnete Landrat Michael Geisler als Schirmherr und Gerlinde Hildebrand von der Arbeitsagentur Pirna den Erlebnisparcours, an denen sich 17 staatliche und nichtstaatliche Vereinigungen, wie die Agentur für Arbeit Pirna und 16 wirtschaftliche Unternehmen, unter anderem die Volksbank Pirna, beteiligen. »Wir wollen, dass ihr Arbeit im Landkreis bekommt«, hob Michael Geisler vor den Schülern hervor.

Insgesamt 19 Förderschulen, Oberschulen und Gymnasien mit über 830 Schülern der siebenten und achten Klassen meldeten sich für das Projekt an.

»Reisestationen«

Im Parcours durchlaufen die Gruppen eine »Reise«, welche von insgesamt 90 »Reisebegleitern« der Kooperationspartner gestaltet wurde. Diese vergeben sieben verschiedene Stärke-Aufkleber an die Schüler.

Die Reise beginnt am »Terminal 1«. Hier stimmt ein Musikvideo über Wünsche und Erwartungen die Jugendlichen ein. Anschließend werden diese in vier Gruppen eingeteilt und durchlaufen nun abwechselnd vier Stationen. Im »Zeittunnel« schauen die Schüler zehn Jahre in die Zukunft und lernen geschlechteruntypische Arbeitswelten kennen. Das »Labyrinth« soll den Jugendlichen Orientierung abverlangen und auf der »Bühne« können sie bei der Aufführung von improvisierten Stücken lernen im Rampenlicht zu stehen. Auf das Alltagsleben und Fragen der Verhütung wird in der Station »Sturmfreie Bude« eingegangen. Am »Terminal 2« erfolgt dann die Auswertung, bei denen die Schüler ihre zugeordneten Stärken prüfen können.

Lehrer und Eltern 

Im Hotel Landhaus Nicolai werden auch die Lehrer zu Angeboten und Kooperationspartnern informiert. »Für das nächste ,Komm auf Tour‘ im Landkreis peilen wir 2021 an«, ließ Manuel Oswald von der Agentur Sinus verlauten.

Weitere Infos hier: www.komm-auf-tour.de

Roberto Rink

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.