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Nachmachen erlaubt!

Pirna. Das Chemieunternehmen Schill+Seilacher spendiert 50.000 Mund-Nase-Masken für Pflegedienste, Senioren- und Pflegeheime, Arztpraxen und Krankenhäuser im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Im Zuge der Ausbreitung des Corona-Virus hat die Geschäftsführung des Chemie-Unternehmens Schill+Seilacher mit Sitz in Pirna-Neundorf insgesamt 50.000 dringend benötigte Gesichtsmasken, wie sie während Operationen, so in der Chirurgie, verwendet werden, spendiert. Die ersten 26 Einrichtungen haben heute Mittag Kartons mit einer entsprechend zugeteilten Anzahl von OP-Masken im Landratsamt, im Schlosshof auf dem Pirnaer Sonnenstein direkt abgeholt. 

Nach Angaben von Geschäftsführer Dr. Rüdiger Ackermann habe die Schill+Seilacher Chemie GmbH die Mund-Nase-Masken dank ihrer jahrzehntelangen Geschäftskontakte, „die teilweise auch schon in privaten Freundschaften mündeten“, am Freitag vergangener Woche in China direkt bestellt und „zu Vorkrisen-Preisen“ gekauft. Die Palettenlieferung sei am Sonntag per Luftfracht direkt in Deutschland angekommen und über Nacht im Lkw nach Pirna gebracht worden, heißt es.

Der Geschäftsführer der weltweit tätigen Schill+Seilacher Chemie GmbH Dr. Rüdiger Ackermann und der Pirnaer Betriebsleiter Dr. Uwe Dittrich übergaben die Spende symbolisch an Petra Köpping (SPD), Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und sie reichte die Masken ebenfalls symbolisch an Landrat Michael Geisler (CDU) weiter. Dieser wiederum hatte die Masken durch Mitarbeiter seines Büros sofort ausgegeben und von den Einrichtungen abholen lassen.

„Ärzte und Pflegepersonal sind diejenigen, die am dichtesten am Virus dran sind und den effektivsten Schutz benötigen. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass es momentan eine große Hilfsbereitschaft auch von hiesigen Unternehmen gibt“, sagte Landrat Michael Geisler. Zusammenhalt und Solidarität seien jetzt wichtige Säulen der Gesellschaft. Staatsministerin Petra Köpping: „Gerade unsere älteren Mitbürger und die vielen Pflegekräfte, die gerade Großartiges leisten, benötigen dringend den Schutz vor dem Virus.“ Dieses Engagement auch von Wirtschaftsunternehmen stimme sehr zuversichtlich, „dass wir gemeinsam durch diese schwere Krise kommen“.

Die Unternehmensleitung wollte mit dem Masken-Kauf nicht nur den derzeitigen Mangel etwas lindern, sondern auch Nachahmer aus der freien Wirtschaft anregen, genauso zu handeln. Geschäftsführer Rüdiger Ackermann: „Während der Staat derzeit den Unternehmen mit Milliardenbeträgen unter die Arme greift, sehen wir es als unsere Pflicht an, dass wir, wenn wir die Möglichkeiten und die Kontakte haben, ebenfalls helfen, wo es möglich ist.“

Schill+Seilacher produzieren übrigens seit Beginn dieser Woche außerplanmäßig Desinfektionsmittel - mit Namen Saxol® DMI, dass dank seines Glyzeringehaltes hautfreundlich sein soll. Dafür hat die Firma Teile ihrer Produktion umgestellt. „Seit Anfang März hatten wir schon für den Eigenbedarf Desinfektionsmittel produziert, mit welchem sich unsere Mitarbeiter desinfizieren können und mit dem wir zudem zweimal täglich empfindliche Bereiche reinigen“, berichtet Dr. Uwe Dittrich, Werkleiter von Schill + Seilacher in Neundorf. „Seit Anfang dieser Woche stellen wir das Mittel in größeren Mengen insbesondere für die sozialen Einrichtungen im Landkreis her.“ 

Daniel Förster

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