André Schramm

Papier zu Geld

Königstein/Sächs. Schw.. Ein Unternehmen im Bielatal versorgt Regierungen und Zentralbanken weltweit mit Papier für Banknoten. Die Nachfrage steigt – trotz aller Kartenzahlerei.

 Gelegenheiten, einmal einen Blick in die Papierfabrik Königstein zu werfen, gibt es nicht gerade viele. Auf dem Gelände gleich neben der Biela herrschen hohe Sicherheitsbestimmungen. Kein Handy, keine Fotos, dafür Sicherheitsschleuse, Belehrung und eine Menge Überwachungskameras. Ohne Einladung ist beim Pförtner spätestens Schluss. An diesem Donnerstag im August ist die Gelegenheit günstig. Bundesbankvorstandsmitglied Dr. Johannes Beermann ist zu Besuch. Der Name dürfte manchen noch etwas sagen. Beermann war mal Chef der Sächsischen Staatskanzlei und ist Bargeld-Fan. Passt also.

Papier für Banknoten und Dokumente

Das Königsteiner Werk ist auf die Herstellung von Banknoten- und Sicherheitspapier spezialisiert und damit – abgesehen vom Hauptsitz in Louisenthal (Bayern) – konkurrenzlos in der BRD. 320 Mitarbeit sorgen hier jeden Tag dafür, dass etwa 100 Ländern das Bargeld nicht ausgeht und Personaldokumente ausgestellt werden können. An der Euro-Erstausstattung hatte Königstein maßgeblichen Anteil.

»Etwa 98 Prozent unserer Produkte gehen heute in den Export«, sagt Clemens Berger, Vorsitzender der Geschäftsführung Louisenthal. Wohin genau, ist geheim – natürlich. Diskretion gegenüber den Auftraggebern, ist mindestens genauso wichtig, wie die Qualität der maßgeschneiderten Unikate, die bogenweise das Werk jedes Jahr verlassen.  In Zahlen: 12.000 Tonnen oder 12 Milliarden Banknoten. Das reicht locker, um den Bestand an Dollar-Noten einmal auszutauschen – weltweit.

Auch wenn die Mitarbeiter nicht darüber reden dürfen, sind sie stolz, auf das, was sie tun. »Wir übernehmen schließlich hoheitliche Aufgaben für viele Länder«, erklärt der Prozesstechnologe Thomas Bodendieck. Derlei Aufträge einer Privatfirma im Ausland zu überlassen, dazu gehört eine Menge Vertrauen. Internationaler Besuch ist in Königstein daher Normalität.  »Uns ist es sehr wichtig, hier in der Region stabile Verhältnisse zu den Verantwortungsträgern zu haben«, sagt Geschäftsführer Berger. Der sparsame Umgang mit Öffentlichkeit hat aber auch eine Kehrseite. Angesichts rückläufiger Bewerberzahlen müsste man eigentlich offensiv um Azubis (u.a. IT-, chemische und kaufmännische Berufe) werben. Man kann junge Leute aber wohl kaum einladen, um ihnen anschließend nichts zu zeigen.  
 
Wasserzeichen: Alt, aber bewährt

Gearbeitet wird im Bielatal mit Baumwollfasern, eigentlich ein Abfallprodukt der Textilindustrie, das recycelt und in einem mehrstufigen Prozess chemisch aufgearbeitet wird. Interessantes Detail: Die fertigen Blanko-Scheine verfügen bereits über zwei wichtige Sicherheitsmerkmale – den Silberstreifen und das Wasserzeichen. »Das Wasserzeichen ist immer noch ein sehr starkes Sicherheitsmerkmal, an dem sich Fälscher regelmäßig die Zähne ausbeißen«, erklärt Bodendieck. Um Blütenmachern immer voraus zu sein, wird viel in die Forschung investiert. Dabei greift man auch auf Erkenntnisse deutscher Ermittlungsbehörden zurück. Prämisse: Nur neue Sicherheitsmechanismen haben eine Chance, in künftige Geldschein-Serien integriert zu werden.

Bargeldlose Zukunft

Das Werk in Königstein gehört seit 1991 zu »Giesecke & Devrient«, einem milliardenschweren Technologiekonzern mit Sitz in München und Wurzeln in Leipzig. Unter seinem Dach kümmert man sich um alles – vom Auftrag über Gestaltung und Druck bis hin bis zur Markteinführung neuer Banknoten. Im besten Fall dauert das 18 Monate. Wenn man bedenkt, dass ein Geldschein im Schnitt nur 8 bis 15 Jahre gültiges Zahlungsmittel bleibt, dürfte die Arbeit so schnell nicht ausgehen.

»Unsere Produktionsmengen steigen jedes Jahr zwischen vier und fünf Prozent«, sagt Dr. Wolfram Seidemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von G+D Currency Technology. Er glaubt fest ans papierne Zahlungsmittel und ist damit nicht allein. »Mit uns wird es auch in Zukunft Bargeld geben«, verspricht der Wahlkreisabgeordnete Jens Michel (CDU). Die Gelassenheit beim Blick in die Zukunft hat aber auch noch einen anderen Grund. Königstein liefert in Länder, die kaum über Infrastruktur für bargeldlose Zahlsysteme verfügen. Als jemand einen Geldschein auf den Tisch legt, wird klar, wer gemeint ist: Die Banknote stammt aus einem afrikanischen Land. 

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Geschwindigkeitsmesser vor Grundschulen

Lübben. Zum Schulbeginn hat das Ordnungsamt der Stadt Lübben ein Geschwindigkeitsmessgerät vor der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule im Dreilindenweg angebracht. Das Gerät wird nach einer ersten Messphase von zwei Wochen zur Liuba-Grundschule in die Wettiner Straße verlegt. Mithilfe des Gerätes sollen Autofahrer dafür sensibilisiert werden, insbesondere vor Schulen die vorgeschriebene Geschwindigkeit einzuhalten und besonders vorsichtig zu fahren. Denn gerade Schulanfänger müssen sich in den ersten Schultagen an ihren Schulweg erst gewöhnen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Polizei werden in der nächsten Zeit an unterschiedlichen Tagen zur Schulwegsicherung vor Ort sein. Das Ordnungsamt hat darüber hinaus Informationsmaterialien der Kreisverkehrswacht zum Verhalten im Straßenverkehr, insbesondere auf dem Schulweg und im ÖPNV, verteilt. Zudem wurden durch die Verkehrswacht Banner mit der Aufschrift „Achtung Schulweg“ aufgehängt. Die Verwaltung rät Eltern, den Schulweg sorgfältig auszuwählen – manchmal ist der längere Schulweg der sicherere. Auffällige Kleidung oder Reflektoren an Mappen und Jacken helfen, eher gesehen zu werden. Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, sollten bedenken, das kurz vor Schulbeginn ein hohes Verkehrsaufkommen im Schulumfeld entsteht. Dadurch werden Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen, unter Umständen behindert und manchmal sogar gefährdet. Kinder, die mit dem Auto kommen, sollten unbedingt auf der der Schule zugewandten Seite aus der rechten Autotür aussteigen. Ein vorbildliches Verhalten aller Verkehrsteilnehmer ist für die Jüngsten besonders hilfreich, denn Kinder lernen durch Beobachten. Zum Schulbeginn hat das Ordnungsamt der Stadt Lübben ein Geschwindigkeitsmessgerät vor der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule im Dreilindenweg angebracht. Das Gerät wird nach einer ersten Messphase von zwei Wochen zur Liuba-Grundschule in die Wettiner…

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Tobias Hammer sichert sich Titel

Dresden. Der Wassersportverein „Am Blauen Wunder“ e.V. (WSV) hat bei den Deutschen Einer-Meisterschaften der Junioren-Klasse (AK 17/18) am Wochenende (8./9. August) auf der Regattabahn Duisburg beachtliche Resultate eingefahren. Insgesamt waren 170 Sportler, darunter sieben Athleten vom WSV, am Start. Rund 100.000 Zuschauer verfolgten die Meisterschaften über einen Live-Stream. Bei der unter strengen Corona-Auflagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragenen Wettbewerbe holte sich der WSV-Athlet Tobias Hammer (mK1) über 500 Meter den Sieg. Ben Lehmann (mK1) belegte über 200 Meter den dritten Platz. Tobias Hammer, Deutscher Meister im Einer über 500 Meter: "Ich wusste um die Stärke meiner Konkurrenz gerade beim Start. Ich konnte gut mithalten, habe dann alles gegeben. Dass ich am Ende vorn war, kann ich noch immer nicht ganz glauben. Ich bin erleichtert, freue mich über die Leistung. Ich möchte mich bei meinem Verein, bei Jonas Dräger, der mich vor Ort begleitet hat, und auch bei Tom Liebscher bedanken.“ Heike Gußer, Sektionsleiterin Kanu beim WSV: „Wir sind stark aus der Zeit der Corona-Krise gekommen. Unser Glückwunsch gilt allen Vertretern/innen. Bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend im Einer und Zweier in Mannheim möchten wir vom 14. bis 16. August unsere diesjährige Medaillenbilanz bei Meisterschaften weiter verbessern.“ Tobias Hammer, Estella Damm und Albert Fritzsche dürfen sich über die Nominierung für die Junioren-Nationalmannschaft bei der Olympic Hopes Regatta im ungarischen Szeged, die vom 18. bis 20. September ausgetragen wird, freuen. Anschließend steht eine weitere internationale Regatta im slowakischen Bratislava auf dem Programm. Auch Ben Lehmann kann noch auf eine Nominierung für diese Regatta hoffen. Die nominierten Sportler sind direkt zum Trainingslager der Bundesauswahl nach Kienbaum gereist. (pm/WSV "Am Blauen Wunder" e. V.)Der Wassersportverein „Am Blauen Wunder“ e.V. (WSV) hat bei den Deutschen Einer-Meisterschaften der Junioren-Klasse (AK 17/18) am Wochenende (8./9. August) auf…

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