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Zehn Jahre Reisebüro im City-Center Freital

Freital. Seit zehn Jahren betreiben Andrea Mielich und Irinel Jahnke ihr Reisebüro im City-Center Freital. Im Interview berichten sie über diese Zeit und welche Auswirkungen die Corona-Krise auf ihren Arbeitsalltag hatte.

Frau Mielich, Frau Jahnke, wie haben Sie die letzten zehn Jahre mit Ihrem Reisebüro erlebt?

Andrea Mielich, Irinel Jahnke: Wir arbeiten schon seit 25 Jahren in der Touristikbranche und waren zunächst 15 Jahre bei einem großen Reiseveranstalter in einem Freitaler Einkaufszentrum angestellt. In dieser Zeit haben wir viele Höhen und Tiefen durchleben müssen, die uns letztendlich vor zehn Jahren in die Selbstständigkeit geführt haben.

Diesen Schritt haben wir aber nie bereut und sind nun sehr glücklich mit der Situation und besonders mit unserer treuen Kundschaft, der wir an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön aussprechen möchten.

Das Internet bietet heutzutage eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Reisebuchung. Was ist also Ihrer Meinung nach der große Vorteil eines Reisebüros?

Eine individuelle Beratung mit Ansprechpartnern, um jedem Kunden ein maßgeschneidertes Angebot anzubieten, das kann nur das Reisebüro leisten. Während man sich im Internet selbst durch alle Bestimmungen und auch Kleingedrucktes durchkämpfen muss und dann vielleicht doch etwas nicht beachtet hat, wird man bei uns umfangreich informiert, aufgeklärt und auch noch mit Insider-Tipps versorgt. Auch für Rückfragen und Beschwerden sind wir, im Gegensatz zu den teilweise überlasteten Hotlines der Internetanbieter, immer vor Ort erreichbar.

Die Corona-Krise hat die Reisebranche besonders hart getroffen. Wie hat Ihr Reisebüro diese schwere Zeit durchlebt?

Es war und ist auch noch eine sehr schwere Zeit für die gesamte Reisebranche. Die Kunden sind verunsichert und standen am Anfang Schlange vor unserem Büro. Wir arbeiten als Dienstleister für die Touristikveranstalter, welche die gesamten Aufgaben, wie Stornierungen, auf die Reisebüros abgewälzt haben.

Also haben wir die doppelte Arbeit bei gleichzeitigen Einnahmeausfällen, da wir nur für angetretene Reisen eine Vergütung von den Veranstaltern bekommen und nicht für die Serviceleistungen.

Dennoch hatten wir in der Corona-Zeit nicht lange geschlossen und haben für unsere Kunden Präsenz gezeigt, für die wir da sein wollen. Glücklicherweise läuft es bei uns langsam wieder an, was auch an unserer treuen Kundschaft und der fast familiären Atmosphäre bei uns liegt.

Wo kann man momentan überhaupt noch hinreisen? Deutsche Reiseziele sollen ja angeblich sehr beliebt und schon größtenteils ausgebucht sein?

In Europa sind die meisten Ziele buchbar, auch bestimmte Teile der Türkei sind möglich. Für Ägypten und Tunesien steht die Entscheidung noch aus. Natürlich kann sich durch Corona einiges schnell wieder ändern. Bislang konnten wir aber viele Reisen unserer Kunden in vergleichbare Urlaubsländer umbuchen.

Für welche Reiseziele man sich auf Corona testen lassen muss, kann direkt bei uns im Büro oder auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes erfragt werden. Deutschland ist in der jetzigen Situation natürlich sehr gut nachgefragt, aber auch weiterhin verfügbar. Mit Fernreisen, Kreuz- und Flussfahrten sieht es momentan aber eher schwierig aus.

Wie und wann wird das City-Center Reisebüro sein Jubiläum feiern?

Unser zehnjähriges Jubiläum werden wir natürlich aufgrund der jetzigen Situation auf nächstes Jahr verlegen. Dann möchten wir uns bei unseren Kunden bedanken, die in all den Jahren und auch in schwierigen Momenten uns stets die Treue gehalten haben.

Das Gespräch führte Roberto Rink

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