Finanzielle Schwierigkeiten durch Corona - Was kann man tun?

Die Corona-Pandemie hat viele Menschen vor allem wirtschaftlich stark getroffen. Insbesondere der Einzelhandel, die Gastronomie, Kunst und Kultur waren und sind von langen Schließungen betroffen. Viele Menschen haben aber auch den Job verloren und müssen sich nun neu ausrichten. Viele Haushalte müssen mit weniger Geld auskommen. Nichtsdestotrotz sollten Mahnungen oder Rechnungen nicht einfach ignoriert werden. Schließlich gibt es immer eine Lösung.

Corona und seine finanziellen Auswirkungen 

2020 mussten durch Corona rund 85.000 Menschen Privatinsolvenz anmelden, 2021 sollen es sogar bis 100.000 werden. 6,8 Millionen Deutsche sind überschuldet, vor allem Soloselbstständige und Honorarkräfte sind branchenübergreifend am stärksten von Corona und den Auflagen der Bundesregierung betroffen. Auch die versprochenen Corona-Hilfen werden nur spärlich ausgezahlt und lassen lange auf sich warten. Ebenfalls sind die Aussichten weiterhin unklar, niemand weiß, ob und wie es in ein paar Monaten weitergeht, weshalb viele Menschen diese Zeit finanziell nicht überstehen werden. 

Corona-Einbußen: Tipps, um die eigene Situation zu verbessern 

Wer keine Rücklagen in den letzten Jahren gebildet hat, der schlittert aktuell in eine ungewisse Zukunft. Das Familienbudget wird durch die Pandemie stark belastet und es müssen große Einbußen hingenommen werden. Doch wie soll man damit umgehen und was kann man dagegen unternehmen? Zunächst ist es sehr wichtig, dass innerhalb der Familie über die veränderte Situation gesprochen wird und man gemeinsam nach Lösungen sucht. Niemand hat sich verkalkuliert oder schlecht gewirtschaftet, eine solche Situation war schlichtweg nicht zu erwarten. Aber auch Ausgleiche und Leistungen durch den Bund sollten in Anspruch genommen werden und kurzfristig muss man auch das Familienbudget neu anpassen. 

Corona-Situation: Updaten Sie Ihren Haushaltsplan 

Am einfachsten ist es Apps oder Vorlagen zu nutzen, mit denen man einen Haushaltsplan erstellen kann. Dort können alle verfügbaren Ausgaben eingetragen werden, so lässt sich schnell erkennen, was vom Einkommen noch übrigbleibt. Somit wird deutlich, wohin das Geld fließt. Die Ausgaben sollten dann angepasst werden, solange bis man finanziell wieder abgesichert ist. Wenn Schulden gemacht werden, dann sollte auch die Schuldensanierung mit eingeplant und in einem neuen Budget integriert werden. 

Finanzielle Schwierigkeiten durch Corona: Setzen Sie Prioritäten 

Es gibt gewisse Ausgaben, wie zum Beispiel Miete, Krankenkasse und andere Fixkosten, die natürlich oberste Priorität haben. Diese sollten unbedingt bezahlt werden. Ist dies nicht möglich sollte man schnellstmöglich Kontakt mit den zuständigen Personen aufnehmen, jeder hat aktuell Verständnis dafür und vielleicht kann man sich kurzzeitig auf eine niedrigere Miete einigen, die dann später abgezahlt wird. Auch die Kosten für den täglichen Bedarf sollten nicht vernachlässigt werden. An der einen oder anderen Stelle lässt sich aber sicherlich noch etwas sparen. 

Für Immobilienbesitzer kommt ein Teilverkauf infrage 

Ist man Immobilienbesitzer, dann kann man natürlich jetzt das Eigentum in Geld umwandeln. Mit dem Teilverkaufsmodell der Deutschen Teilkauf können Anteile der Immobilie verkauft werden, ohne dass man ausziehen muss. Wie hoch dieser Anteil ist, kann selbst bestimmt werden. Für die alleinige Nutzung zahlt man dann ein monatliches Nutzungsentgelt. 

Corona-Hilfen: Lassen Sie sich von Experten beraten 

Im Wirrwarr der Hilfsleistungen kann man schnell den Überblick verlieren, weshalb man sich dazu genauer informieren und beraten lassen sollte. Aber nicht nur große Unternehmen erhalten die Corona-Hilfen, sondern auch kleine Firmen oder Soloselbstständige. Auch Einzelpersonen haben einen Anspruch darauf. Dank einer Neustarthilfe sollen alle Betroffenen finanziell wieder auf die Beine kommen. 

Bild: unsplash.com/NORTHFOLK